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Freestyleanlage

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Aktuell

Für Sportarten aus dem Bereich Freestyle (Skateboarden, Inlineskaten, BMX etc.) herrschen in Zürich im Vergleich zu anderen Städten unbefriedigende Verhältnisse. Die Freestyle-Sportarten erfreuen sich bei der Zürcher Jugend jedes Jahr zunehmender Beliebtheit. Das Angebot an geeigneten Sportanlagen ist jedoch ungenügend. Aufgrund der grossen Nachfrage und der im Gemeinderat im Jahr 2001 positiv aufgenommenen Motion von Thomas Marthaler «Freestyle-Anlage, Erstellung», wurde im Frühjahr 2004 mit den Planungsarbeiten auf der Allmend Zürich begonnen. Ende 2004 bewilligte der Gemeinderat einen Objektkredit für die Realisierung der Freestyle-Anlage auf der Allmend mit Kosten von 4.5 Millionen Franken.

In der Zwischenzeit wurde das Projekt durch zwei Rekurse und einer notwendigen Revision der Bau- und Zonenordnung im Bereich der Allmend/Saalsporthalle um mehrere Jahre verzögert. Seit April 2009 sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine erneute Baugesuchseingabe gegeben. In der Zwischenzeit sind seit der Entwicklung des ursprünglichen Projektes 5 Jahre vergangen. Teilweise veränderte Anforderungen und einen Kostenüberprüfung machten es erforderlich, das Projekt von 2004 zu überarbeiten. Im Sommer 2010 wird das überarbeitete Projekt als Baugesuch eingereicht.


Projekt

Der Planungsperimeter für die Freestyle-Anlage umfasst die Restflächen am Rand der Allmend zwischen den bestehenden Sport- und Fussballfeldern und der Allmendstrasse. Die zur Verfügung stehenden, unterschiedlich grossen, aneinandergrenzenden Dreiecksflächen teilen die Anlage in drei Bereiche:

  • einen Streetbereich mit Hauptzugang Seite Saalsporthalle
  • einen Zentrumsbereich mit Pavillon und der Anbindung an das bestehende Fusswegnetz
  • einen Poolbereich

Der Streetbereich beinhaltet strassenähnliche Gestaltungselemente. Um eine spannende Ausübung der Sportarten zu ermöglichen, werden Rampen, Treppen, Mauern und weitere Elemente, die von den Streetfahrern verwendet werden, entsprechend zusammengestellt. Der zentrale Streetbereich wird in Beton ausgeführt, da die Materialien stark widerstandsfähig sein müssen. Der asphaltierte Hauptzugang führt von der Saalsporthalle am Rande des Streetbereichs vorbei bis zum Pavillon. Neben der Nutzung durch die Freestyler wird die Strasse auch für die Zulieferung verwendet.
Im Zentrum der Anlage befindet sich der Pavillon, in Längsrichtung gestellt, damit eine möglichst gute Übersicht und ein direkter Bezug zu den drei Hauptbereichen gewährleistet werden kann. Um den Pavillon herum entstehen ruhigere Zonen, welche auch den Anfängern im Freestylesport dienen. Der Pavillon liegt zudem an der Wegachse Allmend - Sihlcity.
Der Poolbereich im östlichen Teil der Anlage ist eine stärker dreidimensional ausgebildete Betonwanne, die den Sportlern unzählige Möglichkeiten bietet. Alle Bestandteile der Freestyle-Anlage können mit Skateboards, Inlineskates oder BMX-Rädern befahren werden.
Der Pavillon beihaltet WC-Anlagen, Garderoben und Lagerflächen.
Die Anlage ist öffentlich zugänglich und über das ganze Jahr nutzbar.


Visualisierungen der Freestyle-Anlage



Daten und Fakten

Im Januar 2002 verabschiedete der Gemeinderat einstimmig eine Motion von Thomas Marthaler (SP 3), welche vom Stadtrat verlangte, eine Weisung zur Erstellung einer Freestyle-Zone auszuarbeiten. In der Folge prüfte die Stadtverwaltung 52 mögliche Standorte.
Im Januar 2003 sprach sich der Stadtrat für ein Grundstück an der Europabrücke aus. Mit den Projektierungsarbeiten wurde unmittelbar gestartet, als jedoch Ende 2003 klar wurde, dass schon in naher Zukunft eine neue Autobahnrampe auf die Europabrücke einen Teil des Areals tangiert, wurden die Projektierungsarbeiten gestoppt.
Im Rahmen des Nutzungskonzeptes Allmend wurde nachfolgend der neue Standort für eine Freestyle-Zone ausgeschieden. Zu Beginn 2004 wurden die Projektierungsarbeiten am neuen Standort Allmend aufgenommen. Die geplante Anlage soll als Teil der bestehenden Sportanlage auf der Allmend II gegenüber der Überbauung Sihlcity zu stehen kommen.
Im November 2004 bewilligte der Gemeinderat der Stadt Zürich einen Gesamtkredit von 4,5 Millionen Franken. Im Dezember 2004 wurde das Baugesuch ausgeschrieben. Eine Gemeindebeschwerde der IG Allmend führte dazu, dass im März 2006 das Baugesuch zurückgezogen wurde um die notwendige Zonenanpassung vorzunehmen.
Im März 2008 wurde die Änderung des Regionalen Richtplanes im Bereich Allmend/Saalsporthalle in ein besonderes Erholungsgebiet C für Sportanlagen durch den Regierungsrat festgelegt.
Im Dezember 2008 erfolgte darauf hin ein nachbarschaftlicher Rekurs gegen den Gemeinderatsbeschluss zur Teilrevision des Zonenplans.
Im April 2009 wurde die Zonenplanänderung in Kraft gesetzt.


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