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Landschaftsentwicklungskonzept Limmatraum Stadt Zürich

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Ausgangslage

Die Limmat ist ein prägendes Element der Stadtlandschaft und hat eine grosse Bedeutung als Lebens- und Erholungsraum. Die Qualität wird heute durch verschiedene Faktoren geschmälert. Dazu zählen unter anderem die um 1880 erfolgten Begradigungen und Verbauungen des Flusses, das stellenweise mangelhafte Fuss- und Velowegenetz, der Mangel an öffentlich nutzbaren Aufenthaltsbereichen sowie die eingeschränkte ökologische Vernetzung des Flussraumes mit angrenzenden Gebieten.
Die starke und vielfältige Beanspruchung des Limmatraums führt teilweise zu Konflikten. Mit der schnellen baulichen Entwicklung in Zürich-West und der damit verbundenen Bevölkerungszunahme in diesem Quartier wird der Nutzungsdruck auf die Limmat und die wenigen wassernahen Grünflächen auch in Zukunft weiter zunehmen.

Das LEK Limmatraum Stadt Zürich bearbeitet den stärker landschaftlich geprägten unteren Limmatabschnitt zwischen Bernoulli-Siedlung und Erdbeerifeld Schlieren. Es entwickelt Massnahmen, um die landschaftlichen Werte zu erhalten und zu stärken sowie die bestehenden Defizite und Konflikte zu entschärfen. Eine Verdrängung einzelner Nutzungen soll verhindert werden.
Die übergeordneten Vorgaben von Bund, Kanton und Stadt und des regionalen LEK Limmatraum, das vorgängig von der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) von 2001 bis 2003 erarbeitet wurde, werden dabei berücksichtigt.


Impressionen zum Landschaftsraum



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Mitwirkungsprozess

Das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Limmatraum Stadt Zürich wurde unter Federführung von Grün Stadt Zürich von 2003 bis 2006 erarbeitet. In den Prozess waren die verschiedenen städtischen und kantonalen Dienstabteilungen, die Nachbargemeinden Stadt Schlieren und Oberengstringen sowie lokale Vereine und unterschiedliche Nutzer- und Interessengruppen eingebunden. Die Workshops dienten als Plattform für den Austausch zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Sie ermöglichten den Nutzenden und Anwohnenden, ihre Anliegen und Bedürfnisse sowie Meinungen zum Konzept einzubringen. An den Workshops und Informationsveranstaltungen nahmen jeweils 60 bis 120 Personen teil.


LEK-Perimeter und Impressionen aus der Mitwirkung



Ergebnis

Ende 2006 wurde das LEK Limmatraum Stadt Zürich vom Stadtrat zur Kenntnis genommen sowie vom Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich abgenommen.

Für die Behörden der Stadt Zürich ist es verbindlich.

Die wichtigsten Ergebnisse sind die Leitideen mit Handlungsschwerpunkten für den zukünftig angestrebten Zustand des Unteren Limmatraums sowie die darauf basierenden rund 80 Massnahmen zur Aufwertung des Landschaftsraumes.

Die Erkenntnisse aus dem LEK-Prozess können dem Fachbericht LEK Limmatraum Stadt Zürich oder in übersichtlicher Form dem Faltblatt (Kurzversion) entnommen werden.


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Umsetzung

Die Umsetzung der zahlreichen, sehr unterschiedlichen Massnahmen erfolgt seit Frühjahr 2005 etappenweise entsprechend ihrer Priorität. Im Gremium «Koordination Limmat» unter der Leitung von Grün Stadt Zürich sind alle für die Umsetzung zuständigen und relevanten Stellen der Stadt, des Kantons sowie die Nachbargemeinden vertreten. Der gemeinsame Austausch ermöglicht das Nutzen von Synergien bei der Umsetzung. Auch können so die Anliegen aus dem LEK in neue Vorhaben integriert werden. Die «Koordination Limmat» überprüft den Umsetzungsstand der Massnahmen periodisch.

Aus dem LEK Limmatraum konnten in der Zwischenzeit bereits einige Massnahmen realisiert werden wie (Auswahl):

  • Aufentahltsbereich beim Grundwasserwerk Hardhof
  • Park am Tobeleggweg
  • Verbreiterung Fischerweg bei der Grünanlage Hardhof
  • Leitbild Grünanlage Hardhof
  • Schule am Wasser

Andere Massnahmen werden als Sofortmassnahme durchgeführt wie z.B. die Plakataktion der SiSa auf der Werdinsel, andere stehen kurz vor der Realisierung wie z.B. der Limmat Auenpark Werdhölzli.


Impressionen von umgesetzten Massnahmen



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Besucher- und Erholungsmonitoring Unterer Limmatraum

Eine sehr wichtige Massnahme ist das Besucher- und Erholungsmonitoring im Unteren Limmatraum und insbesondere auf der Werdinsel. Seit Juni 2010 liefern Zählgeräte Angaben zu Velo- und Fussgängerbewegungen auf dem Fischerweg (Fuss-/Veloweg) und dem Kloster-Fahr-Weg (Fussweg) beidseits der Limmat auf Höhe der Werdinsel und auf dem Kloster-Fahr-Weg in der Nähe der Europabrücke. Diese automatischen Zählungen wurden im Sommer 2010 ergänzt durch Handzählungen an den Zugangsorten zur Werdinsel und durch Aufenthaltskartierungen an ausgewählten Tagen auf der Werdinsel.

Die Auswertung zeigt ein Bild der jetzigen Nutzenden (Alter, Geschlecht…) und der Nutzungsfrequenzen; so befinden sich zu Spitzenzeiten mehr als 2250 Personen gleichzeitig auf der Werdinsel, im Badebereich stehen dann nur noch 6 m² pro Besucher zur Verfügung!

Auf dem Fischerweg wurden in den Sommermonaten 2010 und 2011 zwischen 13'000 und 21'000 Fussgänger gezählt, selbst im Dezember waren es immer noch 10'000 Fussgänger. Beim Veloverkehr ist die jahreszeitliche Schwankung stärker: auf rund 16'500 gezählte Fahrräder im April und Mai 2011 kommen nur 812 Velofahrer im Dezember 2010.

Im bisherigen Spitzenmonat Mai 2011 wurden über 38'0000 Personen auf dem Fischerweg gezählt.

Die weiteren Ergebnisse sind in den Berichten «Aufenthalt, Fuss- und Veloverkehr im Unteren Limmatraum (Erhebung 2010)» und «Auswertung der automatischen Fussgänger- und Velozählungen Juli 2010 - Juni 2011» zusammengefasst und können heruntergeladen werden. (Informationen zum Downloaden)


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