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Quartieraufwertung
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Visualisierung Bullingerplatz (Bild: renderwerk)
Die verkehrsberuhigenden Massnahmen erlauben eine umfassende Aufwertung der bisher stark verkehrsbelasteten Quartiere Aussersihl-Hard und Wiedikon. Mehr Wohn- und somit auch mehr Lebensqualität ist das Ziel der umfassenden Umbaumassnahmen, die dank der Eröffnung der Westumfahrung möglich werden. Die Umbaumassnahmen an den Plätzen und verbindenden Quartierstrassen laufen bis Ende 2011. Entlang der West-, Sihlfeld- und Bullingerstrasse werden neue Plätze gestaltet und bestehende Plätze vom Durchgangsverkehr befreit und aufgewertet.
Seebahnstrasse
Seit dem 2. August 2010 fliesst der Verkehr auf der Schimmel- und Seebahnstrasse in beide Richtungen. Sie sind nicht mehr Durchgangsachse, sondern eine innerstädtische Hauptverbindung, über die sich der Verkehr in die Quartiere verteilt. Die Bündelung des Verkehrs auf der Seebahnstrasse entlastet die umliegenden Quartiere entscheidend. Die Trottoirs entlang der Seebahnstrasse wurden breiter, und eine Mittelzone (für Rettungsfahrzeuge) trennt die Fahrbahnen. Die Allee entlang des Bahneinschnitts wurde mit neuen Bäumen ergänzt.
Weststrasse
Die Weststrasse war bis 2009 Synonym für die ehemalige Transitachse «Westtangente». Zu Spitzenzeiten verkehrten hier bis zu 1400 Fahrzeuge pro Stunde. Bis Ende 2011 wird die Weststrasse nun zu einer Quartierstrasse umgebaut und neu gestaltet. Künftig gilt Tempo 30, die Strasse ist für den motorisierten Verkehr nicht mehr durchgehend befahrbar. Die Parkplätze werden neu angeordnet und die Trottoirs verbreitert. Der Abschnitt Kalkbreitestrasse bis Werdstrasse wird mit einer neuen Baumreihe aus Gleditschien aufgewertet. Der neu gestaltete Brupbacherplatz im Dreieck zwischen Sihlfeldstrasse und Weststrasse wird das grosszügige «Eingangstor» in die verkehrsberuhigte Quartierstrasse sein.
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Visualisierung Weststrasse nachher (Bild: renderwerk)
Brupbacherplatz
Der Brupbacherplatz hatte bisher keinen offiziellen Namen. Im Volksmund hiess er Gertrudplatz. Namensgeber ist das Ärzteehepaar Brupbacher, das sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Aussersihl für bessere Lebensbedingungen der Arbeiterfamilien einsetzte. Die eine Platzhälfte ist Fritz Brupbacher gewidmet, die andere Paulette Brupbacher-Raygrodski. Der Brupbacherplatz bildet neu das «Eingangstor» zur verkehrsberuhigten Weststrasse und ist vollständig vom Durchgangsverkehr befreit.
Bis Frühling 2012 wird der Platz zum Quartiertreffpunkt umgestaltet. Neue Sitzbänke und zahlreiche Trompeten-, Blauglocken- und Tulpenbäume laden zu jeder Jahreszeit zum Verweilen ein.
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Visualisierung Brupacherplatz nachher (Bild: renderwerk)
Sihlfeldstrasse
Zu Zeiten der «Westtangente» war die Sihlfeldstrasse für Leute, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs waren, ein unattraktiver Ort. Ab Frühling 2012 hat die Strasse das Potenzial, eine neue Flaniermeile zu werden. Es gilt Tempo 30 und die Quartierstrasse ist für den motorisierten Verkehr nicht mehr durchgehend befahrbar. Eine neue Allee mit Zerreichen, breitere Trottoirs sowie eine neue Beleuchtung machen die Strasse zu einem einladenden Stadtraum. Die Parkplätze werden neu angeordnet. Den mittleren Abschnitt der Sihlfeldstrasse dominiert der neue Anny-Klawa-Platz.
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Visualisierung Sihlfeldstrasse nachher (Bild: renderwerk)
Bullingerplatz
Der Bullingerplatz wird zum neuen ruhigen Zentrum des Quartiers mit Piazza-Charakter. Als Begegnungszone ist der Platz nur noch für den Quartierverkehr befahrbar und es gilt die Höchstgeschwindigkeit 20 Kilometer pro Stunde. Fussgängerinnen und Fussgänger haben Vortritt vor dem motorisierten Verkehr.
Der 5000 Quadratmeter grosse Platz wird praktisch die gleiche Höhe aufweisen wie die Fahrbahn. Neue Spiel- und Sitzgelegenheiten, ein Trinkbrunnen sowie zusätzliche Bäume machen aus dem Platz einen attraktiven Aufenthaltsort, der sich auch für Veranstaltungen nutzen lässt. Der grosse Brunnen in der Platzmitte bildet weiterhin das «Herzstück» des Bullingerplatzes.
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Visualisierung Bullingerplatz nachher (Bild: renderwerk)
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Visualisierung Bullingerplatz nachher (Bild: renderwerk)
Bullingerstrasse
Die Fahrbahnbreite der Bullingerstrasse wird reduziert und der gesamte Strassenraum neu aufgeteilt. So entsteht Platz zum Flanieren unter den neu gepflanzten Bäumen. Die Radstreifen auf beiden Strassenseiten ergänzen das Netz der städtischen Veloverbindungen.
Anny-Klawa-Platz
Wo Marta-, Agnes-, Erismann- und Karl-Bürkli-Strasse in die Sihlfeldstrasse münden, entsteht neu der Anny-Klawa-Platz. Im Platzbereich wird die verkehrsberuhigte Sihlfeldstrasse auf Trottoirniveau angehoben. Die Freiräume auf beiden Seiten der Strasse werden zu einem Platz zusammengefasst und offen gestaltet. Sechs neue Vogelkirschbäume und Sitzgelegenheiten werten den öffentlichen Raum auf.
Der Grossteil der gekiesten Fläche wird jedoch freigehalten, sodass die Anwohnenden den neuen Platz vielfältig nutzen können. Namensgeberin des Platzes ist Anny Klawa-Morf, die sich im frühen 20. Jahrhundert für die Zürcher Arbeiterschaft und die Gleichberechtigung der Frauen engagierte.
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Visualisierung Anny-Klawa-Platz nachher (Bild: renderwerk)















