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Negrellisteg
Eine Passerelle soll die Stadtkreise 4 und 5 für den Fuss- und Veloverkehr miteinander verknüpfen. Anfang 2010 schrieb die Stadt dafür einen internationalen Wettbewerb aus. Die Jury kürte am 3. Dezember das Projekt eines Ingenieur- und Architektenteams aus London und Paris zum Sieger.
Mit der SBB-Durchmesserlinie und dem unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse sowie dem Entwicklungsgebiet Europaallee werden südlich des Gleisfeldes, im Kreis 4, sehr viel mehr Menschen als heute an- und abreisen, arbeiten und neu auch wohnen. Im Norden des Hauptbahnhofs, im Kreis 5, stehen ebenfalls städtebauliche Veränderungen bevor.
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Zwischen Hauptbahnhof und Langstrasse fehlt jedoch für den Fuss- und Veloverkehr eine Gleisquerung. Der kommunale Verkehrsplan sieht eine solche Verknüpfung der Stadtkreise 4 und 5 vor. Deshalb soll eine Passerelle mit dem Namen «Negrellisteg» als Verlängerung der Kanonengasse in die Klingenstrasse führen.
Internationaler Projektwettbewerb
Visualisierung Siegerprojekt von Südosten (© Flint & Neill Limited / Explorations architecture (London / Paris)
Um Lösungsvorschläge für eine adäquate Wegverbindung über das SBB-Gleisfeld zu erhalten, veranstaltete die Stadt Zürich einen international ausgeschriebenen Projektwettbewerb. 33 Teams hatten sich um eine Teilnahme am zweistufigen anonymen Wettbewerb beworben. Aus den zwölf ausgewählten Teams kürte die Jury am 2./3. Dezember 2010 das Siegerprojekt für die geplante, rund 140 Meter lange Gleisquerung.
Namensgeber Alois von Negrelli
Benannt wird der Steg nach Alois von Negrelli, der 1799 bis 1858 lebte. Negrelli stammte aus dem Trentino, das zu seinen Lebzeiten im Wesentlichen Teil des österreichischen Kaiserreiches war. Mit Zürich verband Negrelli vor allem die Projektleitung für die erste Schweizer Eisenbahn, die sogenannte Spanisch-Brötli-Bahn von Zürich nach Baden. Ferner war Negrelli Generalinspektor der österreichischen Staatsbahnen und Planer des Suezkanals.
Projektrangierung
| Rang | Projekt | Team |
|---|---|---|
| 1. | 337939 | Flint & Neill Limited / Explorations architecture
London / Paris |
| 2. | RAL 1023 | DIC SA Ingénieurs / Brauen + Wälchli architectes
Aigle / Lausanne |
| 3. | Stadtbalkon | Schnetzer Puskas Ingenieure AG /
EM2N Matthias Müller Daniel Niggli Architekten AG Zürich / Zürich |
| 4. | Continu | Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH /
Giraudi Wettstein Architekten Wolfwil / Lugano |
| 5. | Die Hütte am Gleisfeld | Apia XXI S.A. / MMI Gestiò d'architectura i paisatge SLPSantander / Barcelona |
| 6. | Bütschgi | Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG /
West8, Urban Design & Landscape ArchitectureZürich / Rotterdam |
Das Siegerprojekt
Das erstplazierte Brückenprojekt «337939» stammt vom Ingenieur- und Architektenteam Flint & Neill / Explorations architecture mit Sitz in London und Paris. Es überzeugte das Preisgericht durch die Erfüllung funktionaler Ansprüche bezüglich Zugänglichkeit und Erschliessung. Überdies ist die stützenfreie Brücke über das SBB-Gleisfeld formal einprägsam gestaltet.
Visualisierung Siegerprojekt
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Nachtansicht gegen Europaallee und Stellwerk
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Innenansicht mit Café Rampenbauwerk süd
Umsetzung und Kosten
Die Investitionsplanung des Tiefbauamts sieht den Bau des Negrellistegs ab 2015 vor. Die Gesamtkosten werden rund 30 Millionen Franken betragen.
Präsentationen
Im Rahmen der Medienkonferenz vom 12. April 2011 wurden folgende Präsentationen vorgestellt.


