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Schutzmassnahmen & Gewässerunterhalt
Kommunale Gewässer im Fokus
Die Stadt Zürich hat aufgrund der Gefahrenkarte die Risiken für das Stadtgebiet quantifiziert. Schutzziele und priorisierte Massnahmen für die kommunalen Gewässer sind im von ERZ Entsorgung & Recycling Zürich (ERZ) erarbeiteten «Bachprojektportfolio 2010 - 2017» festgelegt. Dies ist mit der Planung der Kanalisationsprojekte abgestimmt. Aufgrund des Bachkonzepts erfolgt auch der Unterhalt der kommunalen Gewässer.
Der Unterhalt der städtischen Gewässer erfolgt aufgrund des Bachkonzepts. (Bild: ERZ)
Landschaftsentwicklung im städtischen Limmatraum
Die Flussräume sind prägende Elemente in der Stadt Zürich, und sie haben eine hohe Bedeutung als Natur- und Erlebnisraum. Deshalb hat Grün Stadt Zürich das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Limmatraum Stadt Zürich erarbeitet. Zentraler Bestandteil des LEK ist der Limmat-Auenpark Werdhölzli zwischen dem Stauwehr Zürich-Höngg und der Autobahnbrücke bei Oberengstringen. Das Flussbett der Limmat soll unter Berücksichtigung der Hochwassersicherheit bis im Jahr 2013 renaturiert werden.
Optionen für langfristigen Sihl-Hochwasserschutz
Die Planung des langfristigen Hochwasserschutzes durch den Kanton Zürich erfolgt in einem gemeinschaftlichen Prozess, an dem die Gemeinden und Kantone entlang von Sihl, Zürichsee und Limmat aktiv beteiligt sind. In einem Workshop-Verfahren wurden 35 völlig unterschiedliche Lösungsansätze zu zwei möglichen Lösungen verdichtet: Ein Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil und eine Kombination von Massnahmen am Sihlsee mit einem Ausbau der Pumpspeicherung beim Etzel-Kraftwerk. Beide Konzepte schützen die Stadt Zürich vor einem Extremhochwasser. Welche der beiden Lösungen umgesetzt wird, entscheidet sich nach einer Vertiefung der Konzepte bis 2015.
Bis zum Entscheid für eine der beiden Lösungen hat der Kanton Zürich die davon direkt betroffenen Hochwasserschutzprojekte zurückgestellt, auch dasjenige in der Allmend Brunau. Betroffen sind auch die Sanierung der Zürcher Rathausbrücke – an der engsten Stelle der Limmat – und die Erneuerung des Lettenwehrs beim Platzspitz, mit dem der Zürichsee reguliert wird. Diese beiden städtischen Projekte können erst dimensioniert und umgesetzt werden, wenn die Auswirkungen der langfristigen kantonalen Hochwasserschutzmassnahmen auf den Zürichseepegel bekannt sind. Damit verbunden sind allfällig notwendige Verbesserungen des Zürichseeausflusses zwischen Quaibrücke und Platzspitz und der Hochwassersteuerung.
Bis im Jahr 2016 gebaut werden soll ein Schwemmholzrechen in der Sihl bei Langnau am Albis. Mit diesem Rechen können rund 90 Prozent des Schwemmholzes zurückgehalten werden. Davon wird auch die Stadt Zürich profitieren.

