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Schwangerschaftsverhütung, Antikonzeption
Eine zentrale Frage im fruchtbaren Leben einer Frau, ist die nach einer verträglichen und sicheren Antikonzeption.
Die Monatsblutung der Mädchen beginnt heute mit dem ca. 11. – 13. Lebensjahr und endet durchschnittlich mit etwa 45 – 50 Lebensjahren. Dies umfasst einen fruchtbaren Zeitraum von rund 35 Jahren im Leben einer Frau.
Abhängig vom Alter und den Lebensumständen der Frau, bestehen an eine zuverlässige und verträgliche Antikonzeption unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse:
Junge Mädchen und Frauen, welche trotz fehlendem Kinderwunsch sexuell aktiv sein wollen, haben an eine Schwangerschaftsverhütung einen anderen Anspruch als eine Mutter von mehreren Kindern, deren Familienplanung sicher abgeschlossen ist.
Verhütungsmethoden
Verhütungsmethoden gibt es viele, aber welche ist die Richtige?
Eine richtige Methode, vielmehr eine Richtigere in diesem Sinn gibt es nicht, man kann aber sagen, dass es je nach Lebensumständen sinnvollere und weniger sinnvolle Methoden gibt.
Grundsätzlich werden 3 unterschiedliche Ansätze zur Verhütung unterschieden
- das Verhindern der Reifung einer Eizelle
- das Verhindern der Befruchtung einer reifen Eizelle durch den männlichen Samen
- das Verhindern der Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter
Neben mechanischen Methoden wie Kondom (für den Mann) oder Femidom („Kondom“ für die Frau), welche eine Barriere für das Eindringen des Samens in die Gebärmutter darstellen, gibt es hormonelle Methoden, die den Eisprung verhindern, oder die Passage des Samens durch den Muttermund erschweren. Die Applikation (Verabreichung) reicht hierbei von „Pillen“ über Scheidenringe und Spiralen, bis zum „Hormon-Stäbli“ und dem Pflaster.
Ist die Familienplanung sicher abgeschlossen, gibt es die Möglichkeit der chirurgischen Sterilisation. Bei der Frau werden hierbei mittels einer kleinen Operation die Eileiter unterbunden, oder beim Mann entsprechend die Samenleiter. Diese Methoden sind definitiv, d.h. das Entstehen einer Schwangerschaft nach Durchführung der chirurgischen Methode, ist dann nur noch mittels künstlicher Befruchtung (Reproduktionsmedizin) möglich.
Weitere, weniger gängige und weniger sichere Methoden der Verhütung sind
- chemische Methoden (Spermizide),
- natürliche Methoden (Temperatur-/ Hormonmessung, Coitus interruptus)
Bitte beachten Sie, dass..
- eine stillende Frau (Wöchnerin) einer gewissen natürlichen Verhütung unterliegt, diese aber in ca. 10 % der Fälle unzureichend ist.
- nur mechanische Methoden einen gleichzeitigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten darstellen.
- hormonelle Antikonzeption das Risiko für eine Thrombose erhöht, speziell bei Raucherinnen.
- bei häufiger wechselnden Sexualpartnern, jede Methode mittels Kondom oder Femidom kombiniert werden sollte
Pearl-Index
Die Zuverlässigkeit der jeweiligen Methode wird übrigens mit dem Pearl-Index ausgedrückt, welcher angibt, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie über ein Jahr hinweg mit der jeweiligen Methode verhüten. Je niedriger der Pearl-Index ausfällt, je zuverlässiger ist die Methode.
Welche Methode für Sie empfehlenswert ist, besprechen wir gerne in einem persönlichen Gespräch während Ihrer Konsultation in unserer Sprechstunde.
Bitte fragen Sie uns!

