Navigationspfad
Zum Seitenanfang
Herzkatheterlabor
In zwei Herzkatheterlabors werden täglich verschiedene Arten von invasiven Abklärungen und Interventionen durchgeführt. Zur Behandlung von akuten Herzerkrankungen (Herzinfarkte, Rhythmusstörungen etc.) steht während 24 Stunden pro Tag ein Notfall-Team bereit.
2008 untersuchten und behandelten wir in den beiden Herzkatheterlabors im Triemli rund 3000 Patientinnen und Patienten. Ein Drittel davon kam notfallmässig ins Spital.
Was ist eine Koronarangiographie?
(Koronar = Herzkranzgefässe betreffend, angio = Gefäss, graphie = Aufzeichnung).
Ein Herzkatheter wird bei Verdacht auf verengte Herzkranzgefässe (koronare Herzkrankheit) oder bei einem Verschluss der Herzkranzgefässe (Herzinfarkt) eingesetzt. Um die Gefässe sichtbar zu machen, wird Kontrastmittel in die Herzkranzgefässe gespritzt.
Die Behandlung koronarer Herzkrankheiten
Koronarangioplastie
In einem Krankheitsfall, beispielsweise bei einem Herzinfarkt, werden die verengten Herzkranzgefässe – Koronararterien –, wenn immer möglich mit einer Koronarangioplastie erweitert. Dadurch können Bypass-Operationen häufig vermieden werden. Dieser Eingriff erfolgt mittels eines Katheters, an dessen Spitze ein kleiner, ausdehnbarer Ballon angebracht ist. Der Arzt schiebt diesen meist von der Leiste ausgehend über die Hauptschlagader zur betroffenen Koronararterie vor und erweitert so die verengte Stelle.
Stenteinlage
Zur Risikoverminderung wird bei der oben beschriebenen Gefässerweiterung meist zusätzlich ein Röhrchen aus Stahldraht – ein Stent – eingelegt. Dieses stützt das Gefäss und hält die Koronararterie nach der Behandlung offen. Je nach Krankheitsfall entscheidet der Arzt, ob er einen mit Medikamenten beschichteten oder einen unbeschichteten Stent einlegt.

