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Medikamentöse Behandlungen von Herz- und Kreislaufkrankheiten

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Alle von uns im Zusammenhang mit Herzerkrankungen verschriebenen Medikamente sind in langjährigen Tests erprobt und haben eine nachgewiesene, helfende Wirkung auf Herz und Kreislauf. Sie verbessern die Lebensqualität und helfen Komplikationen zu verhindern.


Häufig verschriebene Medikamente sind:

Hemmung von Blutgerinnung oder Blutplättchenverklumpung

Je nach Eingriff verschreiben wir folgende Medikamente zur Hemmung von Blutgerinnung, Durchblutungsstörungen am Herzmuskel oder Verklumpung von Blutplättchen:

  • Aspirin® (Acetylsalicylsäure) zur Risikosenkung eines möglichen Herzinfarkts oder unerwarteten Herztodes bei koronaren Herzkrankheiten.
  • Plavix® (Clopidogrel) oder Efient® (Prasugrel) wird meist nach der Einlage eines Stents zur Risikosenkung einer Blutgerinnselbildung im Stent verabreicht (bei einem medikamentös-beschichteten Stent meist über 12 Monate).

Mögliche Nebenwirkungen: Es besteht eine erhöhte Blutungstendenz. Diese kann zu normalerweise harmlosen Zahnfleischblutungen oder Blutergüssen in der Haut führen. Wichtig: Informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt vor grösseren Eingriffen oder bei Verletzungen über Ihre Medikamenteneinnahme.

ACE-Hemmer

ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme) -Hemmer werden bei verschiedenen Herzproblemen verordnet. Sie senken den Blutdruck und erweitern die Arterien. Dadurch kann das Blut leichter vom Herzen wegfliessen. Dies entlastet das Herz, da der Herzmuskel weniger arbeiten muss. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn ein als gelegentliche Nebenwirkung beobachteter Husten störend wirkt oder Schwindel auftritt.

Beta-Blocker

Beta-Blocker hemmen die Wirkung der Stresshormone auf das Herz. Sie senken Blutdruck und Puls und begünstigen den Gesundungsverlauf nach einem Eingriff. Als Nebenerscheinung kann eine starke Senkung des Pulses eintreten. Bei lungenkranken Personen wurden Verschlechterungen der Bronchitis beobachtet. Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Atemnot oder Schwindel verspüren.

Cholesterinsenker (Statine)

Cholesterinsenker vermindern das Risiko eines Herzinfarkts oder eines unerwarteten Herztodes um rund 30%. Sie senken den Cholesterinspiegel im Blut und hemmen die Eigenproduktion von Cholesterin in der Leber. Gleichzeitig schützen sie die Gefässwand, indem sie die Einlagerung von Cholesterin und damit die Entwicklung der Arteriosklerose bremsen oder verhindern. Um ihren vollen Schutz entfalten zu können, müssen die Medikamente über Jahre regelmässig eingenommen werden.
Sollten Sie dabei an selten beobachteten Muskelschmerzen leiden, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Herzgefässerweiternde Medikamente (Nitrate)

Diese erweitern die Gefässe und wirken gegen Durchblutungsstörungen, speziell an den Herzkranzgefässen. Sie können vorbeugend eingenommen werden (z.B. Sorbidilat®, Isoket®, Nitroderm®) oder schaffen kurzfristig Erleichterung bei einem Angina pectoris-Anfall (z.B.Nitroglycerinkapseln oder Spray). Als Nebenwirkung können vorübergehende, harmlose Kopfschmerzen auftreten.

Kalziumantagonisten

Kalziumantagonisten erweitern die Blutgefässe, reduzieren die Schlagkraft und den Blutverbrauch des Herzens. Dies verringert Beschwerden der Angina pectoris. Weil Kalziumantagonisten teilweise auch das Reizleitungssystem des Herzens verlangsamen, lassen sich mit ihrer Hilfe auch bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen behandeln.
Nebenwirkungen können Rötungen im Gesicht, Hitzegefühl, Verstopfung und Kopfschmerzen sein.

Diuretika

Diuretika erhöhen die Flüssigkeitsausscheidung und helfen, den Körper zu entwässern. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzbelastung reduziert. Sie werden oft mit einem anderen blutdrucksenkenden Wirkstoff in einer Tablette kombiniert. Dies wird mit «Co» oder «Plus» im Namen gekennzeichnet.
Durch das Eingreifen von Diuretika in den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt können Nebenwirkungen wie allergische Hautreaktionen, Schwindel, Wadenkrämpfe, Sehstörungen, niedriger Blutdruck und Natriummangel entstehen.


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Klinik für Kardiologie

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