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Kardiale Risikofaktoren

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Mit einem gesundheitsbewussten Verhalten können Sie die Risiken einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eines Rückfalls nach einem Eingriff um rund die Hälfte vermeiden oder zumindest hinauszögern.

Nicht alle Risiken können vermieden werden:

  • Älter werden: Bei Männern erhöht sich das Risiko einer Herzgefässkrankheit ab etwa 45 bis 50 Jahren, bei Frauen nach der Menopause.
  • Familiäre Veranlagung: Nehmen Sie diese ernst.

Zu hoher Blutdruck – aufgepasst!

Da man ihn nicht spürt, wissen rund ein Drittel der betroffenen Menschen nicht, dass sie unter Bluthochdruck (Hypertonie) leiden. Wird dieser nicht behandelt, kann es zu gravierenden Folgen kommen:

  • Das Herzinfarkt- oder Hirnschlagrisiko erhöht sich um das Zwei- bis Zehnfache
  • Die dem hohen Druck ausgesetzten Arterien verdicken und verhärten sich (Arteriosklerose)
  • Folgen können sein: koronare Herzkrankheiten mit Angina pectoris, Herzinfarkt, Hirnschlag oder eine Schädigung von Nieren- und Augenarterien

Darum empfehlen wir Männern ab etwa 45 und Frauen nach der Menopause, sich den Blutdruck beim Arzt regelmässig messen zu lassen.


Wirken Sie hohem Blutdruck entgegen

Eine Hypertonie muss in jedem Fall behandelt werden. Bei einer leichtgradigen Hypertonie genügen manchmal bereits einfache Massnahmen:

  • Bauen Sie überflüssige Kilos ab.
  • Essen Sie fettarm und achten Sie auf eine ausreichende Kalziumzufuhr, z.B. fettarme Milchprodukte wie Joghurt, Hüttenkäse, Magerquark.
  • Ersetzen Sie Salz durch Gewürze und Kräuter.
  • Bewegen Sie sich regelmässig.
  • Reduzieren Sie den Alkoholkonsum auf ein bis zwei Gläser Wein pro Tag.
  • Lernen Sie Entspannungsmethoden kennen und wenden Sie diese an.
  • Behandeln Sie den Bluthochdruck.

Trotz Verhaltensänderungen muss zur Verminderung eines Erkrankungsrisikos bei Hypertonie meist ein Medikament, in schweren Fällen müssen oft mehrere blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden.


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Erhöhte Blutfette – allzu viel ist ungesund

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen erfüllt.
Entgegen landläufiger Meinung wird nur ein geringer Teil davon mit der Nahrung aufgenommen, das meiste bildet der Körper selbst. Enthält das Blut zu viel Cholesterin, lagert sich dieses in den Gefässen ab. Es entsteht eine Arteriosklerose mit all ihren möglichen schwerwiegenden Folgen.

«Gutes» und «schlechtes»Cholesterin

Wir unterscheiden das «gute» HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein) und das «schlechte» LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein). Das erwünschte HDL-Cholesterin schützt die Blutgefässe. Es kann erhöht werden durch:

  • regelmässige Bewegung
  • Rauchstopp
  • Abbauen von Übergewicht
  • Ausgewogenes und gesundes Essen, z.B. Mittelmeerküche

Das unerwünschte LDL-Cholesterin fördert das Entstehen der Arteriosklerose. Ein Hinweis auf ein Herzinfarkt und Arterioskleroserisiko liefert das Verhältnis Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin. Bei zu hohen «schlechten» Blutfettwerten verschreibt der Arzt ein blutfettsenkendes Medikament (Statin). Diabetiker und Personen mit ungünstigen Blutfettwerten, die schlecht auf Ernährungsumstellungen ansprechen, oder Menschen, die bereits unter einer koronaren Herzkrankheit leiden, müssen meist blutfettsenkende Mittel einnehmen.


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Rauchen – risikoreiches Spiel mit dem Feuer

Zahlreiche Studien belegen: Das Risiko einer Herzerkrankung bei Rauchern ist viermal höher als bei Nichtrauchern. Nikotin fördert die Freisetzung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Dies führt zur Verengung der Blutgefässe. Weiter behindert Rauchen den Transport von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen, das Knochenmark produziert vermehrt rote Blutkörperchen. Das Blut wird dickflüssiger und fliesst schlechter durch die Arterien. Und nicht zuletzt entstehen durch Nikotin zellschädigende freie Radikale, die mit Cholesterin reagieren und zu Fettstoffwechselstörungen führen.

Aufhören lohnt sich

Auch wenn es schwerfällt: Es lohnt sich aufzuhören. Schon nach einem nikotinfreien Jahr halbiert sich das Herzinfarktrisiko. Je nach Anzahl gerauchter Zigaretten sind Sie drei bis fünf Jahre nach dem Rauchstopp ganz vom Risiko befreit.

Aufhören – aber wie?

Es gibt viele Wege, um mit dem Rauchen aufzuhören. Welcher ist der Ihre?

  • Plötzlich oder in Raten aufhören?
  • Sich begleiten lassen und Selbsthilfegruppen aufsuchen?
  • Medikamentöse Unterstützung suchen?
  • Alternative Methoden wie Akupunktur, Yoga, Hypnose anwenden?

Lassen Sie sich beraten und suchen Sie jemanden, der Sie dabei unterstützt.

Nichtrauchen hat nicht nur medizinische Vorteile:

  • Sie sind körperlich leistungsfähiger
  • Sie fühlen sich freier, husten weniger und können besser durchatmen
  • Das Essen schmeckt intensiver
  • Ihre Haut ist schöner, frischer und altert weniger schnell
  • Ihr Körper, Ihre Kleider und Ihre Wohnung duften frisch
  • Sie sparen – bei einem Päckchen pro Tag – jährlich rund 2500 Franken.

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Übergewicht – abbauen macht schön, schlank und gesund

Übergewicht verstärkt oder fördert das Entstehen von Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes.

Darum: weg mit überflüssigen Kilos

  • Reduzieren Sie die Kalorienaufnahme.
  • Essen Sie gesund: Trinken Sie viel, essen Sie täglich Gemüse und Obst; Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten; Eiweisse entweder als Fleisch, Fisch oder Milchprodukte; wenig Süsses und Süssgetränke.
  • Stellen Sie schrittweise um auf eine leichte und vielseitige Kost. Ersetzen Sie Schokoriegel durch Früchte.
  • Sparen Sie Kalorien: Trinken Sie Wasser, Tee oder künstlich gesüsste Getränke statt Fruchtsäfte oder Süssgetränke.
  • Bewegen Sie sich regelmässig. Nur so lässt sich eine Gewichtsreduktion über längere Zeit halten.
  • Abnehmen braucht Zeit: ½ bis 1 kg pro Woche genügen. Der Erfolg von «Schnelldiäten» ist meist von kurzer Dauer.


Fit durch Bewegung

Bereits eine halbe Stunde Bewegung bei mittlerer Intensität täglich genügt, um körperlichen und psychischen Beschwerden vorzubeugen und die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit günstig zu beeinflussen.

Mittlere Intensität bedeutet, dass Sie etwas ausser Atem, aber nicht unbedingt ins Schwitzen kommen. Sie müssen die 30 Minuten nicht am Stück absolvieren. Jede körperliche Betätigung von mindestens 10 Minuten kann zusammengezählt werden. Ideal sind zügiges Gehen, Fahrrad fahren, Treppensteigen, Gartenarbeit und ähnliches mehr.


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Vermeiden Sie Stress!

Wenn wir «im Stress sind», befindet sich unser Körper in einer gesteigerten Aktionsbereitschaft. Der Blutdruck ist erhöht, das Herz schlägt schneller und die Aufmerksamkeit nimmt zu. Diese Vorgänge werden durch den sympathischen Teil des vegetativen Nervensystems gesteuert. Stress kann durch körperliche, emotionale oder äussere Umstände ausgelöst werden.

Negativer und positiver Stress

Ein gewisses Mass an «Stress» macht das Leben spannend und kann positiv und gesund sein. Zu viel Stress belastet. Menschen, die unter «negativem» Stress leiden, sind angespannt, ungeduldig, aggressiv und stehen ständig unter Zeitdruck. Sie scheinen ein höheres Herzinfarktrisiko aufzuweisen. Stresshormone wirken besonders bei Herzpatienten als direkter Risikofaktor auf den Krankheitsverlauf.

Sie können etwas dagegen tun

Es gibt kein allgemein gültiges Rezept. Wichtig für den Stressabbau sind Entspannung und Bewegung. Finden Sie die für Sie beste Entspannungsmethode, sei dies Meditation, Sport, Musik oder ein gutes Buch. Nehmen Sie Anzeichen von Stress ernst und lernen Sie, damit umzugehen.


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Klinik für Kardiologie

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