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Säuglinge mit Schreien als Problem (TIKSS)
Sprechstunden für Säuglinge mit Schreien als Problem
TIKSS – Triemli Interventionskonzept für Säuglinge mit Schreien als Problem
In den ersten drei bis vier Lebensmonaten zeigt sich bei allen Säuglingen die höchste Schreidauer ihrer gesamten Entwicklung. In den meisten Fällen ist - nach einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung und dem Ausschluss einer medizinischen Erkrankung - eine Beratung und gegebenenfalls eine Intervention des Kinderarztes ausreichend. Häufig hilft auch die Betreuung durch die Mütter- und Väterberatung. Für Eltern mit einem exzessiv schreienden Säugling, bei welchen diese ambulanten Therapien erfolglos bleiben, soll mit dem TIKSS eine stationäre Behandlung angeboten werden.
Das TIKSS beinhaltet die folgenden Ziele:
- Gewissheit geben über den körperlichen Gesundheitszustandes des Kindes
- Entlastung anbieten
- Gemeinsame Entwicklung einer Feinfühligkeit gegenüber den geäusserten Signalen des Kindes, damit sie interpretiert und beantwortet werden können.
Die Zuweisung zur stationären Aufnahme erfolgt in der Regel durch den/dei behandelnde(n) Kinderarzt/-ärztin oder die Mütter- und Väterberatung. Die Eltern werden anschliessend zu einem Erstgespräch in die ambulante Sprechstunde eingeladen. Nach diesem Gespräch wird entschieden, ob eine stationäre Aufnahme in das TIKSS indiziert ist.
Die stationäre Behandlung dauert in der Regel 3-5 Tage und gliedert sich in eine Beobachtungs-, Interventions sowie Evaluationsphase. Das interdisziplinäre Behandlungsteam besteht aus einer Bezugsperson aus dem Bereich Pflege, aus je einem/einer VertreterIn des ärztlichen Teams, des Psychologieteams und des Physiotherapieteams.
Vor dem Austritt findet ein Abschlussgespräch statt. Idealerweise nehmen an diesem Gespräch auch der/die einweisende Kinderarzt/-ärztin oder die einweisende Fachperson teil, womit der umfassende Informationsaustausch ermöglicht wird. Falls dies nicht möglich ist, wird der Kinderarzt, die Kinderärztin durch den Abteilungsarzt und die Mütterberatung durch die Bezugspflege über die Hospitalisation und die eingeleiteten Massnahmen informiert.
Weitere telefonische Kontakte, welche die Bezugsperson mit den Eltern in den ersten Wochen nach Spitalaustritt führt, dienen dazu, die Umsetzung und den Erfolg der Massnahmen gemeinsam zu diskutieren. Eine klinische Abschlusskontrolle findet vier Wochen nach Entlassung statt.
Kontakt, Anmeldung, TIKKS-Flyer
Für weitere Informationen sowie telefonische Anmeldungen bitten wir um Kontaktaufnahme über die Telefonnummer 044 / 466 24 02 (nur für Fachpersonen)

