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Nuklearmedizin

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Leitender Arzt

Dr. Frank Günther Füchsel
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Was ist Nuklearmedizin?

Die Nuklearmedizin wendet radioaktive Isotope (Nuklide) zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken an.

Die Verfahren der Nuklearmedizin basieren auf der Indikatortechnik, welche die stabilen Elemente in Molekülen durch ihre radioaktiven Isotope ersetzt (Radiopharmaka). Mit kernphysikalischen Strahlungsmessgeräten registrieren wir die Aktivitätsmeldung markierter Verbindungen und setzen diese zur Analyse von Kreislauf- und Stoffwechselprozessen ein. Organanreicherungen der verschiedenen Radiopharmaka ermöglichen eine Funktionsdiagnostik nahezu aller Organsysteme.

Bei der inneren Diagnostik unterscheiden wir einerseits Messungen, bei denen ein im Innern des menschlichen Körpers befindliches Radiopharmakon an der Körperfläche registriert wird (Radiojodtest, Szintigraphie). Andererseits Messungen, bei denen wir Proben von Körperausscheidungen oder entnommene Blutproben im Labor messen (in-vitro-Diagnostik, Nierenclearance).

Bei der Therapie reichern wir das Radiopharmakon im zu bestrahlenden Gewebe an.

Vorteile:
Eine geringe Strahlenbelastung (vergleichbar mit Röntgenuntersuchungen) und die geringe Belästigung des Patienten während der Untersuchungen (bis zu einer Stunde ruhig liegen).

Die Nuklearmedizin ist eine medizinisch und physikalisch-technisch orientierte Disziplin. So arbeiten Nuklearmediziner und medizinisch-technische Assistenten, Radiochemiker, Biochemiker, Medizinphysiker, Elektroniker und Informatiker bei der Durchführung der Untersuchungen, aber auch bei der Entwicklung neuer Methoden, eng zusammen. Die schnelle Entwicklung der modernen Rechentechniik macht es möglich, so komplizierte Verfahren wie die single-photon-emission-computer-tomography (SPECT) oder positron-emission -tomography (PET) in den vergangen 15 Jahren schrittweise einzuführen.

Die Nuklearmedizin ist neben der Röntgen-Computer-Tomographie und der Magnet-Resonanz-Tomographie ein wichtiges Teilgebiet in der bildgebenden Diagnostik. Sie liefert primäre und/oder zusätzliche diagnostische Ergebnisse und bildet so einen wichtigen Mosaikstein im gesamten Diagnostikbild.


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Welche Untersuchungen bieten wir an?

Im Stadtspital Waid leben wir in enger fachlicher Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen im Haus ((Link Kardiologie, Memory-Klinik, Chirurgie)) und den benachbarten Spitälern (Universitätsspital und Triemlispital) nahezu das gesamte Spektrum der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie.

Schilddrüse

  • Hormontherapie, Thyreostase, Schilddrüsendiagnostik
    - Szintigraphie
    - Sonographie
    - Feinnadelpunktion
    - Labor
    - Beratung
    - Nachsorge: Schilddrüsenkarzinom

Hirn

  • Hirn-SPECT
    - Durchblutung (CBF)
    - Rezeptoren 
    - Benzodiazepinrezeptoren
    - Dopamintransport (FP-CIT)
    - Rezeptor Liganden (IBZM)
  • Peripheres postganglionäres sympathisches System (MIBG)
  • Zisternographie
  • Liquorfistel
  • Ventilprüfung bei Shunts
  • Shuntmessung bei Hirntumoren

Lunge

  • Ventilations-/Perfusions-Szintigraphie
  • Perfusions-Szintigraphie
  • Ventilations-Szintigraphie
  • Perfusions-Szintigraphie quantitativ (Operabilitätsabklärung)
  • Recht-/Link-Shunt

Niere/Nebenniere

  • Nierenfunktionsszintigraphie (Hippuran/MAG3)
  • Globale Clearance
  • Seitengetrennte Clearance
  • Transplantat-Kontrolle (MAG3/Hippuran)
  • Statistisches Nierenszintigramm (DMSA)
  • Niere Säuglinge (MAG3/Hippuran)
  • Nebennierenmark und - tumore
  • Nebennierenrinde und -tumore

Kreislauf

  • Myokardperfusion
  • Lymphszintigraphie (statisch/dynamisch)
  • Thromboselokalisation
  • Herz-Shunt-Bestimmung
  • Herz: Herzbinnenraum-Szintigraphie (MUGA-Scan)

Skelett

  • Ganzkörper-Skelett-Szintigramm
  • 3-Phasen-Skelettszintigraphie
  • Knochenmarkszintigraphie

Gastrointestinaltrakt

  • Speicheldrüsenfunktion
  • Magenentleerung
  • Oesophagusfunktion
  • Meckel’sches-Divertikel
  • Erythrozytenszinitraphie (Haemangiome, Blutungsquelle)
  • Leberperfusionsszinitigraphie
  • Hepatobiliäre Szintigraphie (dynamisch)
  • Gastroösophagelae Refluxszintigraphie / bronchiale Aspiration

Entzündungsszintigraphie

  • Nanocoll
  • Anti-Granulozyten AK

Tumor-Szintigraphie

  • 123J MIBG (Phäochromozytom / Neuroblastom)
  • 99m Tc-MIBI
  • 201TI-Chlorid
  • Somatostatin-Rezeptoren (Octreotide)

Diverse Organe

  • Sentinel Lymphknoten (Melanom, Mamma-Ca, Prostata-Ca, Vulva-Ca, HNO-Tumore)
  • Funktion peritoneo-venöser Shunt (LeVeen)

Labor

  • Schillingfest mit/ohne Intrinsic-Factor
  • SeHCAT - Test (Se-Homotaurocholsäure)

Therapien

  • Radio-Jod-Therapie
  • Radiosynoviorthesen
  • Schmerzhafte Knochenmetastasen (Mamma-Ca, Prostata-Ca)
  • Myeloprolipheratives Syndrom / 32P

Hämatologie/retikulohistiozytäres System

  • Blut-, Erythrozyten-, Plasmavolumen
  • Eisenkinetik
  • Eisenresorption
  • Thrombozytenszintigraphie
  • Knochenmarkszintigraphie
  • Leber-/Milzszintigraphie
  • RHS-Szintigraphie

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Nützliche Vorbereitungen und vorherige Abklärungen

Voruntersuchungen (Befunde und Bilder, OP-Berichte, Pathologiebefunde)
Medikamentenliste Labor (bei Schilddrüse: TSH basal, fT3, fT4, Antikörper, Entzündungslabor)


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In der Regel sofort per Telefon oder Fax
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Fax 044 366 22 71  
Oder per Post

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Institut für Radiologie und Nuklearmedizin

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Tièchestrasse 99
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8037 Zürich
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Fax 044 366 26 76

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