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Medienmitteilungen

Gesundheits- und Umweltdepartement

6. März 2009

Gemeinsame Notfallpraxis in Zürich eröffnet

Stadtspital Waid und die Hausärzteschaft spannen zusammen

Am Stadtspital Waid in Zürich ist eine neue Notfallpraxis in Betrieb genommen worden, die gemeinsam von Spital- und Hausärztinnen und -ärzten betrieben wird. In der neuen Praxis werden Patientinnen und Patienten mit einfacheren medizinischen Problemen ohne grosse Wartezeiten behandelt. Die komplexeren Fälle werden weiterhin in der Spital-Notfallstation versorgt, die dank der neuen Zusammenarbeit mit der Hausärzteschaft wirksam entlastet werden kann. Die gemeinsame Notfallpraxis ist ein Pilotprojekt aus dem strategischen Prozess Gesundheitsnetz 2025. Dieses strebt eine langfristige Entwicklung der Zürcher Gesundheitsversorgung durch die bessere Nutzung von Synergien an.

Seit Jahren verzeichnet die Notfallstation des Stadtspitals Waid eine markante Zunahme
an Patientinnen und Patienten. Allein im letzten Jahr stiegen die behandelten Notfälle von
15 209 auf 16 431 an, was einer Zunahme von acht Prozent entspricht. Bereits in den drei
Jahren zuvor wurden Wachstumsraten zwischen fünf und sechs Prozent verzeichnet.
Gemäss Spitaldirektor Rolf Gilgen führte diese Entwicklung zu häufigeren Überlastungen
der Notfallstation und zu Wartezeiten. Man habe deshalb nach Möglichkeiten gesucht, das
Personal zu entlasten. Erfahrungen haben gezeigt, dass rund ein Drittel der «Selbsteinweisenden
» nicht auf die kostenintensive Infrastruktur einer Spitalnotfallstation angewiesen
wären, sondern auch in einer Hausarztpraxis effizient versorgt werden könnten. Die
Tatsache, dass sich immer mehr Patienten direkt auf die Notfallstationen der Spitäler begeben,
bereitet auch den Hausärztinnen und Hausärzten Sorgen, wie Beat de Roche,
Präsident des Ärzteverbands der Bezirke Zürich und Dietikon «ZüriMed» bestätigt. Zudem
sei der Notfalldienst, zu dem Hausärztinnen und Hausärzte rechtlich verpflichtet
sind, mit den Jahren zunehmend unattraktiver geworden. Mit der neuen, gemeinsam mit
Gesundheits- und Umweltdepartement
Stadtspital Waid Zürich
Spitaldirektion
Tièchestrasse 99
8037 Zürich
Tel.: 044 366 22 11
spital@waid.zuerich.ch
Seit Jahren verzeichnet die Notfallstation des Stadtspitals Waid eine markante Zunahme an Patientinnen und Patienten. Allein im letzten Jahr stiegen die behandelten Notfälle von 15 209 auf 16 431 an, was einer Zunahme von acht Prozent entspricht. Bereits in den drei Jahren zuvor wurden Wachstumsraten zwischen fünf und sechs Prozent verzeichnet. Gemäss Spitaldirektor Rolf Gilgen führte diese Entwicklung zu häufigeren Überlastungen der Notfallstation und zu Wartezeiten. Man habe deshalb nach Möglichkeiten gesucht, das Personal zu entlasten. Erfahrungen haben gezeigt, dass rund ein Drittel der «Selbsteinweisenden » nicht auf die kostenintensive Infrastruktur einer Spitalnotfallstation angewiesen wären, sondern auch in einer Hausarztpraxis effizient versorgt werden könnten. Die Tatsache, dass sich immer mehr Patienten direkt auf die Notfallstationen der Spitäler begeben, bereitet auch den Hausärztinnen und Hausärzten Sorgen, wie Beat de Roche, Präsident des Ärzteverbands der Bezirke Zürich und Dietikon «ZüriMed» bestätigt. Zudem sei der Notfalldienst, zu dem Hausärztinnen und Hausärzte rechtlich verpflichtet sind, mit den Jahren zunehmend unattraktiver geworden. Mit der neuen, gemeinsam mit dem Spital betriebenen Notfallpraxis entstehen für die Hausärztinnen und Hausärzte neue Möglichkeiten. Sie können wählen, ob sie ihren Notfalldienst «klassisch» in ihrer eigenen Praxis oder in der Spitalpraxis leisten wollen. Das Stadtspital Waid hat mit «ZüriMed» einen Rahmenvertrag abgeschlossen, der die Personalplanung und das Einsatzkonzept regelt. Mit insgesamt 40 Hausärztinnen und Hausärzten (18 Frauen, 22 Männer), die im Turnus Dienst leisten, wurden Einzelarbeitsverträge abgeschlossen. Die Notfallpraxis ist 365 Tage im Jahr von 10.00 bis 22.30 Uhr geöffnet. Ausserhalb der Öffnungszeiten der Notfallpraxis werden alle Notfälle in der Spital-Notfallstation behandelt.

Mit dem neuen Konzept sollen die Patientinnen und Patienten schneller, besser und kosteneffizienter versorgt werden. Die Notfallpraxis Waid verkörpert unsere Philosophie, die Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln in idealer Weise. Es ist eine neue grenzüberschreitende Kooperationsform, die dem Bedürfnis der ambulanten Ärzteschaft nach Alternativen im Notfalldienst entspricht. Sie entlastet die Notfallstation und berücksichtigt das veränderte Patientenverhalten. Eine klassische Win-win-Situation für alle Beteiligten, freut sich Stadtrat Robert Neukomm.

Das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie und das Institut für Hausarztmedizin an der Universität Zürich werden das Projekt wissenschaftlich begleiten und auswerten. Die Stadt Zürich investiert rund 1,9 Millionen Franken in einen Neubau für die Praxisräume. Diese Mittel werden durch den Betrieb der Praxis sukzessive verzinst und amortisiert. Die neuen Räume können Ende Jahr bezogen werden. Bis dann wird die neue Notfallpraxis in provisorischen Räumlichkeiten in der Nähe der Notfallstation betrieben.  




Thema: Gesundheit

Organisationseinheit: Stadtspital Waid

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