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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Gut unterwegs
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Vorsteher der Industriellen Betriebe Andres Türler
Am 30. November wird in der Stadt Zürich über die Verankerung der
Nachhaltigkeit und der 2000-Watt-Gesellschaft in der
Gemeindeverordnung abgestimmt. Zürich vollzieht diesen Schritt als
erste Gemeinde der Schweiz. Der jährliche Energieverbrauch von
heute 6000 Watt pro Person soll auf 2000 Watt reduziert werden und
der CO2-Ausstoss soll von heute sechs Tonnen pro Person auf eine
Tonne sinken. Das ist ein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel, das
mit entsprechenden Massnahmen erreicht werden kann.
Richtungsweisend sind besonders energieeffiziente
Gebäudekonzepte wie nach dem Label „minergie-P“. Im Vergleich zu
einem üblichen Neubau von 1975 verbraucht ein Minergie-P-Neubau nur
noch rund einen Zehntel der Heizenergie und erfüllt damit bereits
weitgehend die Auflagen der 2000-Watt-Gesellschaft. Neben
Effizienzsteigerung und Stromsparen müs-sen wir auch in neue
Produktionsanlagen investieren, die Strom aus erneuerbaren Quellen
wie Erdwärme, Wind, Sonne oder Biomasse erzeugen. Das Geld hierfür
gewinnen wir unter anderem aus den Beteiligungen an
Kernenergieanlagen, die die Stadt heute besitzt. Damit soll die
Stromzukunft der Stadt auch gesichert sein, wenn unsere
Kernenergiebeteiligungen 2040 auslaufen und nicht mehr erneuert
werden.
Diese Massnahmen sind nachhaltig und schränken die
Lebensqualität ebenso wenig ein wie bewusstes Stromsparen im
Alltag. Oder wussten Sie, dass der Strom eines mittelgrossen
Kernkraftwerks eingespart werden könnte, wenn alle Bürogeräte nach
Gebrauch konsequent vom Netz getrennt anstatt auf standby gesetzt
würden, wenn sie nicht benutzt werden?
Die Nachfrage nach Standby-Killern und die Empfänglichkeit
für Energiespartipps am kürz-lich durchgeführten „Energyday“ des
ewz haben mich sehr gefreut und zeigen, dass wir in Zürich bereits
Richtung 2000-Watt-Gesellschaft unterwegs sind. Am 30. November
können wir diesen eingeschlagenen Weg mit einem Ja noch
unterstreichen.
Andres Türler,
Vorsteher Industrielle Betriebe

