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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: In aufgeräumter Stimmung
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Vorsteher Industrielle Betriebe Andres Türler
Das neue Jahr habe ich nicht mit - in Worten gefassten - Vorsätzen
begonnen, sondern mit Taten. Endlich ist es mir gelungen, mein Büro
aufzuräumen und unseren Estrich zu entrümpeln. Immer wieder hatte
ich mir vorgenommen und sogar meiner Familie angekündigt, diese
Arbeit einmal während einer sitzungsfreien Zeit anzupacken, aber
jedes Mal bin ich an meinen inneren Widerständen gescheitert. Dies
nicht nur, weil ich mir während der Ferien schönere Aufenthaltsorte
vorstellen kann als den düsteren, staubigen Raum auf dem Dachboden
oder die kühle Atmosphäre im Büro, sondern auch, weil dieser Akt
verschiedenste Erinnerungen weckt und man sich - will man das Ziel
des aufgeräumten Zustandes wirklich erreichen - schliesslich von
vielem trennen muss.
Meine Entrümpelungs-Aktion hat sich aber schliesslich als
heilsames Erlebnis herausgestellt. Ich habe Dinge wieder gefunden,
die ich schon längst verloren geglaubt hatte, und auf der anderen
Seite bin ich auf Sachen gestossen, die sich inzwischen von selbst
erledigt haben. Je stärker ich mich in die Aufgabe kniete, desto
weniger Überwindung kostete mich die Trennung von vermeintlich
Unentbehrlichem und desto stärker stellte sich ein Gefühl der
Erleichterung ein. Nach vielen gescheiterten Anläufen schaffte ich
es endlich, mich von allem Krimskrams zu befreien und das noch
Gebrauchte wiederauffindbar zu versorgen.
Den Auftrieb, den mir der Ballastabwurf verliehen hat, möchte
ich für das politische Jahr 2009 nutzen. Da ist wieder Platz für
neue Ideen, neue Ansätze und neue Vorhaben, aber auch die Hoffnung,
dass es mit dem Aufräumen diverser Geschäfte bis zum Ende der
Legislatur noch klappt.
Andres Türler,
Vorsteher Industrielle Betriebe

