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Medienmitteilungen
26. Januar 2010
Geothermie-Erkundungsbohrung erfolgreich im Kristallin.
Seit dem 10. November 2009 erforscht ewz im Triemli-Quartier mit einer Erkundungsbohrung den Untergrund von Zürich. Die Bohrung soll Aufschluss darüber geben, ob sich der Zürcher Untergrund für die Nutzung von Erdwärme eignen könnte. Am 24. Januar 2010 wurde das Grundgebirge (Kristallin) nach 75 Bohrtagen und ohne unangenehme Nebenerscheinungen wie Erschütterungen, Lärm oder Unfälle in einer Tiefe von 2'434 Meter erreicht. Vorgesehen ist, tiefer ins Kristallin zu bohren, um weitere Erkenntnisse über dieses zu erhalten. Allerdings braucht es keine Bohrung bis auf 3200 Meter wie ursprünglich erwartet, denn die Ergebnisse werden auch bei geringerer Tiefe für eine Beurteilung ausreichen.
Die bisher vorgefundenen Gesteinsformationen entsprechen in ihrer Abfolge grundsätzlich den prognostizierten Formationen. Die Mächtigkeit der unteren Süsswasser-Molasse war jedoch geringer und weicht von der Prognose (1'200 Meter) um rund 260 Meter (940 Meter) ab. Dadurch traten die nachfolgenden Schichten oberflächennaher auf als angenommen. Am Schluss musste vor dem Kristallin noch mit einer Schicht aus dem Permokarbon von unbekannter Mächtigkeit gerechnet werden. Dies hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Die einzelnen Schichten werden nun im Detail untersucht.
Zur Zeit bestehen wenig Hinweise, dass Wasser in genügender Temperatur und Menge für eine Wärmenutzung vorhanden ist. Es ist erwartet worden, dass vor allem im Malm oder im Muschelkalk wasserdurchlässige Schichten gefunden werden könnten. Die definitiven Ergebnisse für eine geothermische Nutzung werden nach der Auswertung der noch nicht abgeschlossenen Messungen und Tests erwartet. Der Stadtrat wird in den nächsten Wochen entscheiden, ob eine zweite Bohrung ausgeführt werden soll. Mit dem Abteufen der Erkundungsbohrung bis ins Kristallin wurde das Hauptziel der Erkundungsbohrung, den Untergrund der Stadt Zürich zu erforschen, erfolgreich erfüllt.
Erfreulich ist, dass ewz diese Bohrung in einem stark besiedelten Gebiet ohne nennenswerte Probleme durchführen konnte. ewz ist allen Anwohnerinnen und Anwohnern für die Offenheit und das Verständnis diesem Projekt gegenüber sehr dankbar.