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Medienmitteilungen
28. Juli 2011
Windpark Surselva: altaventa plant Zusammenarbeit mit ewz.
In der Surselva soll der grösste Windpark der Schweiz entstehen. Jetzt hat die Initiantin altaventa ag mit ewz einen idealen Partner gefunden: Nach den Sommerferien entscheidet der Zürcher Stadtrat über die definitive Beteiligung am Windprojekt.Das Projekt bringt frischen Wind in die Schweizer Energie-Landschaft: Die altaventa ag plant in der Surselva einen Windpark, der so viel erneuerbare Energie produziert, dass damit jeder Privathaushalt im Kanton Graubünden mit Strom versorgt werden könnte. Noch steckt das Projekt in der Planungsphase: Mit dem Baubeginn der ersten Windenergie-Anlage ist ab 2012 zu rechnen. Insgesamt sind mindestens 40 Anlagen geplant. Mit Standorten auf über 2'400 Metern über Meer wird der Windpark einer der höchstgelegenen in Europa sein. Bestätigt der Zürcher Stadtrat die Beteiligung nach den Sommerferien, so wird ewz definitiv Partner des Windparks.
Standort dreifach geeignet.
Seit Oktober 2010 steht ein Mast zur Windmessung auf
dem Gemeindegebiet von Lumbrein GR. Ein zweiter wird in diesen
Tagen auf dem Gebiet von Obersaxen GR installiert. Die bisherigen
Messungen bestätigen eine ideale Lage für effiziente alternative
Energiegewinnung. «Für den Standort spricht neben dem Wind und der
guten Zufahrtsmöglichkeit auch die grosse Distanz zu bewohnten
Gebieten», erklärt Andy Imfeld, Geschäftsführer der altaventa ag.
Nächste aussagekräftige Messresultate erwartet man noch vor dem
Winter 2011. Dann wird konkret, wie viele Windenergie-Anlagen mit
welcher Leistung an welcher Position gebaut werden. Für die
Herausforderungen des Pionierprojekts bringt altaventa ag
Fachwissen aus über 30 realisierten Windprojekten im In- und
Ausland mit.
Starke Partnerschaft mit ewz.
Internationale Erfahrung mit Windenergie bringt auch
ewz ein. Das Unternehmen besitzt in Deutschland fünf Windparks mit
30 Windenergie-Anlagen, ist am norwegischen Windpark Hog-Jæren
beteiligt und plant mit Partnern im Jura zwei Windparks. «Wir
freuen uns darauf, unser Fachwissen und unsere Erfahrungen bei
diesem anspruchsvollen Windprojekt einbringen zu dürfen», erklärt
Bruno Hürlimann, Leiter Erneuerbare Energie und Energieeffizienz
bei ewz. Der neue Partner für den Windpark in der Surselva ist
stark in der Region verankert. ewz besitzt eigene Wasserkraftwerke
in Mittelbünden und im Bergell, ist an Wasserkraftwerken beteiligt,
versorgt Teile des Kantons Graubünden mit Strom, betreibt
verschiedene Verteilnetze und beschäftigt im Kanton Graubünden über
100 Mitarbeitende.
Verankerung und Perspektive für die Surselva.
Wertschöpfung und Arbeitsplätze langfristig in die
Surselva zu bringen, ist ein erklärtes Ziel des Projekts. Die
Entwicklung, die Bauleitung und der Betrieb der Windenergie-Anlagen
werden in enger Zusammenarbeit mit der Region umgesetzt. Das
schätzt auch der Gemeindepräsident von Lumbrein, Guisep Casanova:
«Randregionen sind auf fortschrittliche Projekte angewiesen. Wir
wollen vor allem unseren jungen Leuten attraktive Arbeit bieten
können.» Zu einem späteren Zeitpunkt sind weitere Partnerschaften
mit den Gemeinden und mit kleinen lokalen Elektrizitätswerken
vorgesehen.
Gespräch mit Region und Umweltverbänden.
Grundsätzlich ziehen Umweltverbände und
Landschaftsschützer konzentrierte Windparks einzelnen
Windenergie-Anlagen vor. Trotzdem stellen sie einen Eingriff in die
Landschaft dar, die man für die Gewinnung von Windenergie in Kauf
nehmen muss. Umso wichtiger ist es, Anregungen von Experten und
Bedürfnisse von Betroffenen ins Projekt einzubeziehen. Schon in der
Abklärungsphase hat altaventa ag den Runden Tisch ins Leben
gerufen, an dem sich regelmässig Vertreter aller tangierten
Gemeinden, Alpgenossenschaften, Skigebiete, Umweltverbände und
politische Entscheidungsträger von Region und Kanton zum Projekt
austauschen.

