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Der Untergrund von Zürich.

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Grafik Geowatt, 2007

Vor dem Start der Erkundungsbohrung rechneten Geothermie-Experten am Standort im Triemli-Quartier mit einer Fördertemperatur bis 80 °C und mit einer Wärmeleistung von 200 bis 2'600 Kilowatt. Über die genaue Beschaffenheit und die Eigenschaften des Untergrundes im Raum Zürich lagen vor der Bohrung keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Die Erkundungsbohrung hat ergeben, dass die Temperatur im Untergurnd des Triemli-Quartiers pro 100 Meter Tiefe um 3.6 °C steigt und in einer Tiefe von 2708 Meter rund 100 °C beträgt. Diese Wärme wird nun mit einer tiefen Erdwärmesonde (TEWS) genutzt, die im Januar 2011 eingebaut wurde.


Wie fliesst Wasser durch Gestein?

Poren.
Gewissen Gesteinen wird die Wasserdurchlässigkeit in die Wiege gelegt, wie zum Beispiel dem Sandstein. Dieser entsteht, indem Sand auf natürliche Weise durch mineralische Wässer «zementiert» wird. Wo die Hohlräume zwischen den Sandkörnern nur unvollständig mit natürlichem Zement gefüllt werden, enthält der Sandstein feine Hohlräume, sogenannte Poren. Je grösser die Poren und je besser die Verbindung der Poren untereinander, desto wasserdurchlässiger ist der Sandstein.


Wasserdurchlässige Gesteinsschichten.

Klüfte.
Klüfte sind kleinere und grössere Bruchflächen im Fels. Sie entstehen, wenn der Fels in grösserer Tiefe durch tektonische Bewegungen deformiert wird und dabei bricht. Wo die Bewegungen die Bruchflächen zu Spalten erweitern, kann Wasser zirkulieren und die Spalten durch Verwitterungund Erosion ausweiten.


Karst.
Verkarstung ist ein Verwitterungsprozess, bei dem die Oberfläche von Kalkgestein durch fliessendes Wasser gelöst und erodiert wird. Wo Wasser dank Klüften und Spalten ins Gebirge eindringen kann, kommt es auch im Untergrund zu Verkarstung. Über längere Zeiträume hinweg können so imposante Höhlensysteme, wie beispielsweise das Hölloch im Muotatal, entstehen.


Störzonen.
Störzonen sind grossflächige Verwerfungen, Überschiebungen oder Bruchsysteme, die meist durch mehrere Gesteinsschichten hindurch verlaufen. Oft weisen sie eine erhöhte Wasserdurchlässigkeit auf und sind deshalb bei der Suche nach Thermalwasser besonders interessant.

Im nördlichen Teil des Kantons Zürich ist ein sogenannter «Permokarbon-Trog» in das Grundgebirge eingebettet; in diesem hat man grossräumige Störzonen gefunden. Es ist möglich, dass es einen solchen Trog mit Störzonen auch im Grundgebirge unter Zürich gibt.


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