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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Doppelter Frühling
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Finanzvorstand Martin Vollenwyder
Dieses Jahr freue ich mich doppelt auf den Frühling. Nein, nicht weil mir das Skifahren ver-leidet wäre, nein, sondern einerseits weil der Winter doch verhältnismässig kalt war, anderseits aber vor allem weil der Wahlkampf endlich vorbei ist. Die Medien erzählen zwar dauernd der Wahlkampf sei flau, doch wer direkt beteiligt ist, weiss, dass dauernd irgendwelche zusätzlichen Auftritte und Interviews - mit den leider ewig gleichen Fragen - zu absolvieren sind. Vor allem bekommt man in Wahlkampfzeiten den Eindruck, dass in unserer Stadt alles nur negativ ist. Alle Parteien sehen sich gezwungen zu erklären, dass bis jetzt sehr viel schlecht gelaufen sei und ganz dringend Abhilfe geschaffen werden müsse. Getraut man sich auch einmal zu sagen, dass das eine oder andere doch gar nicht so im Argen liege, ist man sofort ein Schönfärber oder gar jemand der die Probleme nicht sieht.Da ich schon viele Wahlkämpfe miterlebt habe, hoffe ich sehr, dass wir auch diesmal nach geschlagener Schlacht wieder das Verbindende und Positive unserer Stadt sehen. Persönlich wäre es mir wichtig, dass das dynamische Element, das in den vergangenen acht Jahren in der Stadt zu verspüren war, erhalten bleibt und nicht eine Blockade wie in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entsteht. Ich wünsche mir also ein Parlament, in dem die konstruktiven Kräfte die Oberhand haben, damit sich Zürich auch weiterhin positiv entwickelt.Ich hoffe sehr, dass diejenigen, die diese Zeilen lesen und noch nicht gewählt haben, sich noch an die Urne begeben, denn letztlich hängt es vom aktiven Mitwirken der Bevölkerung ab, dass sich etwas bewegt.
Martin Vollenwyder,
Vorsteher Finanzdepartement

