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Oktober 2008

Persönlich-Kolumne: Zusätzliche Wohnungen

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

Finanzvorsteher Martin Vollenwyder

Finanzvorsteher Martin Vollenwyder

In jüngster Zeit wird viel über die Wohnungsknappheit in Zürich geschrieben. Die Wohnungssuchenden beklagen sich über die Mietpreise, die wegen der hohen Nachfrage teilweise ansteigen werden. Teilweise darum, weil eine grosse Zahl der Wohnungen in der Stadt Zürich nach wie vor durch Genossenschaften angeboten werden, die auch zahlreiche Neubauten realisieren beziehungsweise realisieren möchten.

Ähnlich sieht es bei institutionellen Investoren aus, insbesondere bei den Pensionskassen, die allerdings auf eine gewisse Mindestrendite angewiesen sind, wollen sie ihren Versicherten auch in Zukunft die Rente garantieren. Leider ist es aber zur Zeit in Zürich so, dass neue Überbauungen durch Einsprachen oder Rekurse blockiert sind und damit tausende benötigter Wohnungen verspätet auf den trockenen Wohnungsmarkt kommen.

Umso dringender ist es, dass die Rekurse abgelehnt werden beziehungsweise die Referenden scheitern. Am 30. November 2008 haben die Stadtzürcher Stimmberechtigten die Möglichkeit, mit einem JA zu den Teilrevisionen und Zonenplanänderungen bei der Kronenwiese und beim Zollfreilager wichtige Weichen für den Wohnungsbau zu stellen. Auf dem Areal des bisherigen Zollfreilagers können dann rund tausend Wohnungen gebaut werden, anstelle eines eigentlich schon bewilligten Bürohauskomplexes.

Zürich braucht zusätzliche Wohnungen in allen Preiskategorien, darum hoffe ich auch, dass die Rekurse, insbesondere gegen das Projekt Ringling sowie das Projekt Rautistrasse durch die Justiz rasch bearbeitet werden, damit dann auch die Genossenschaften (Ringling) und die Stadt (Rautistrasse) die Neubauten zügig realisieren können.

Martin Vollenwyder,
Vorsteher Finanzdepartement


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