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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Zusätzliche Wohnungen
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Finanzvorsteher Martin Vollenwyder
In jüngster Zeit wird viel über die Wohnungsknappheit in Zürich
geschrieben. Die Wohnungssuchenden beklagen sich über die
Mietpreise, die wegen der hohen Nachfrage teilweise ansteigen
werden. Teilweise darum, weil eine grosse Zahl der Wohnungen in der
Stadt Zürich nach wie vor durch Genossenschaften angeboten werden,
die auch zahlreiche Neubauten realisieren beziehungsweise
realisieren möchten.
Ähnlich sieht es bei institutionellen Investoren aus,
insbesondere bei den Pensionskassen, die allerdings auf eine
gewisse Mindestrendite angewiesen sind, wollen sie ihren
Versicherten auch in Zukunft die Rente garantieren. Leider ist es
aber zur Zeit in Zürich so, dass neue Überbauungen durch
Einsprachen oder Rekurse blockiert sind und damit tausende
benötigter Wohnungen verspätet auf den trockenen Wohnungsmarkt
kommen.
Umso dringender ist es, dass die Rekurse abgelehnt werden
beziehungsweise die Referenden scheitern. Am 30. November 2008
haben die Stadtzürcher Stimmberechtigten die Möglichkeit, mit einem
JA zu den Teilrevisionen und Zonenplanänderungen bei der
Kronenwiese und beim Zollfreilager wichtige Weichen für den
Wohnungsbau zu stellen. Auf dem Areal des bisherigen Zollfreilagers
können dann rund tausend Wohnungen gebaut werden, anstelle eines
eigentlich schon bewilligten Bürohauskomplexes.
Zürich braucht zusätzliche Wohnungen in allen
Preiskategorien, darum hoffe ich auch, dass die Rekurse,
insbesondere gegen das Projekt Ringling sowie das Projekt
Rautistrasse durch die Justiz rasch bearbeitet werden, damit dann
auch die Genossenschaften (Ringling) und die Stadt (Rautistrasse)
die Neubauten zügig realisieren können.
Martin Vollenwyder,
Vorsteher Finanzdepartement

