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Stadträtin Claudia Nielsen

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Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements

Stadträtin Claudia Nielsen

Als Stadträtin präge ich die Gesundheits-, Alters- und Umweltpolitik der Stadt Zürich. Ich setze mich für eine hohe Lebensqualität in Zürich ein, konkret:

  • Für einen sparsamen und respektvollen Umgang mit unserer Umwelt: Die 2000-Watt-Gesellschaft soll Realität werden.
  • Für eine optimale Gesundheitsversorgung und Pflege, die allen zugute kommt.
  • Für vielfältige und gute Wohn- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen.

Mir ist wichtig, dass die Stadt Zürich hochstehende Leistungen für ihre Bevölkerung erbringt. Dafür setzen sich in meinem Gesundheits- und Umweltdepartement Tag für Tag rund 6700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.


100 Tage - Stark für die Schwachen

24. August 2010

Stadträtin Claudia Nielsen packt an

Hundert Tage im Amt, Zeit für eine erste Bilanz: Ich habe von meinem Vorgänger Robert Neukomm ein sehr gut aufgestelltes Departement übernehmen dürfen. Es gibt also keinen Anlass, alles anders zu machen. Doch ich bringe einen neuen Blickwinkel auf Bestehendes ein und stelle Fragen. Daraus ergeben sich auch Ideen für Verbesserungen. Mir ist wichtig, solche Ideen gemeinsam mit meinem Team zu entwickeln.

Ich habe in diesen hundert Tagen kranke, alte oder verwahrloste Menschen in Situationen erlebt, die ich mir zuvor nicht hatte vorstellen können. Umso mehr orientiere ich mich in der Führung meines Departements an meinem Motto: "Die Stärke der Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen." Daran wird sich auch die Arbeit von mir und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern messen - dies sind unsere wichtigen Themen:

 

  • Erarbeitung einer Altersstrategie, welche auch in Zukunft den Bedürfnissen und der grösseren Vielfalt des Alters entspricht.
  • Eine lustvolle und wirksame Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft.
  • Eine qualitativ hoch stehende, starke öffentliche Gesundheitsversorgung.

Was die Bevölkerung von mir erwarten kann? Dass ich offen und ehrlich bleibe, dass ich aufmerksam zuhöre und das Gespräch suche. Und ich packe gerne an!


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Vom Notfall zur Nachkontrolle: Ein Spitaltag im Stadtspital Triemli

17. August 2010

Als Begleiterin eines fiktiven Patienten bin ich durch die Abteilungen geführt worden und in die komplexe Spitalwelt eingetaucht.
Ich bin stolz und beeindruckt.
Ich bin beeindruckt von den hier arbeitenden Menschen, welche bei aller Technik Menschen bleiben, wie die Chirurgin, welche empathisch und professionell operiert.
Ich bin beeindruckt von der optimierten Zusammenarbeit der sehr spezialisierten Disziplinen, welche Hand in Hand arbeiten. Ruhig und Aufmerksam wird auch in belastenden Situationen schnell und kompetent eine effektive Lösung für den Patienten gefunden. Gerne zitiere ich den designierten medizinischen Direktor Dr. Zollinger, der vor dem Schockraum – wo Menschen in akuter Lebensgefahr behandelt werden - sagte: „Hier haben wir keine Zeit für Hektik.“

In Erinnerung bleibt mir die Begegnung mit einem dementen Patienten, der listig sagte, er hätte vom Nachbarn Kaffee ergattern können und ob er doch schon heute Nachmittag mit der Tochter heim dürfe.
Wie in der Politik braucht es zeitweise eine dicke Haut, um mit all den Eindrücken umzugehen. Ob ich wohl noch vom offenen Bauch und den piependen Maschinen träumen werde?




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Meine Position zu WLAN in der Stadt

30. Juli 2010

Nach wie vor stehe ich dem Anliegen nach einem drahtlosen Zugang zum Internet mit viel Sympathie gegenüber. Blicken wir zurück: unter dem Titel "Was Zürich braucht" hat die SP öffentlich nach Ideen für unsere Stadt gesucht. Die Forderung nach Gratis-Internet fand am meisten Stimmen. Aufgrund der Idee von Rinaldo Cajochen und Ennio Cadau erarbeiteten SP-Gemeinderat Davy Graf und ich im Februar ein Postulat, welches im März vom Stadtrat abgelehnt wurde. Im Postulat schlugen wir einen diskriminierungsfreien Zugang im Sinne des Service Public vor, dass die Stadt eine koordinierende Aufgabe übernehmen könnte und dass die Bedenken um die Strahlung ernst zu nehmen sind.

Inzwischen bin ich selber Stadträtin und zuständig für Gesundheit und Umwelt, nicht aber für die elektronische Versorgung der Stadt. Und freue mich, in einem kollegialen Gremium zu sitzen, wo gute Zusammenarbeit gross geschrieben wird. Ich trage die Entscheide des Gesamtstadtrates selbstverständlich mit.

Doch ich versichere: Ich versuche, mich hinter den Kulissen dafür stark zu machen, dass die Stadt Zürich im Bereich der elektronischen Kommunikation ein paar Schritte vorwärts machen wird.

 




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ZWZ AG: Wenn Politik eine heisse Sache ist

29. Juni 2010

Stadträtin Nielsen in der ZWZ

Es war ein richtiger Hochsommertag. Die ganze Stadt war in Flanier- und Einkaufslaune. Und ich durfte als Stellvertreterin für diese Stadt ebenfalls einkaufen: Für 3.4 Millionen einen 40-Prozent-Anteil der grössten Waschküche Zürichs, der ZWZ AG. Die ZWZ wäscht täglich bis zu 32 Tonnen Wäsche und sorgt so für hygienisch saubere Spitalwäsche und Berufskleider. Das ist eine lohnende Investition. Und es war eine heisse Übergabe an jenem Dienstag. Nein, es gab keine Verfolgungsjagd und keinen Agentenkrimi um einen schwarzen Koffer voller Geld, wie Sie sich jetzt vielleicht vorstellen.

Heiss war es in der grossen Halle der ZWZ während der feierlichen Übergabe vom bisherigen Besitzer, dem Kanton Zürich, an das neue Besitzertrio Universitätsspital, Kantonsspital Winterthur und Stadt Zürich. Zwar waren all die hochmodernen Maschinen abgestellt. Dennoch herrschten Temperaturen um 40 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, dass es nur so triefte. Meine Bewunderung für die 220 Menschen, die hier Tag für Tag hart arbeiten!

Ich freue mich, dass die Stadt Zürich nun die Verantwortung für diese Arbeitsplätze mitträgt. Und zugleich die Wäscheversorgung der Stadtspitäler Waid und Triemli sowie der Pflegezentren sichert. Mit kurzen Transportwegen, ökologisch sinnvoll und dank Menschen, die im Kreis 5 ihrer Arbeit nachgehen können. Und sollte ich als Politikerin jemals eine weisse Weste dringend nötig haben: Dann wende ich mich an Herrn Schmutz, den Chef der ZWZ ‑ der tatsächlich so heisst!


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Zürcher Umwelttage

29. Mai 2010

Zürcher Umwelttage: Stadträtin Nielsen im Gespräch

Am Samstag besuchte ich die Zürcher Umwelttage. Sie standen ganz im Zeichen des Uno-Jahres der Biodiversität. Persönlich schätze ich die Artenvielfalt nicht zuletzt beim Essen: Ich kaufe regelmässig spezielle Früchte- und Gemüsesorten aus biologischem Anbau auf dem Markt.

An den Umwelttagen traf ich fröhliche Angestellte aus verschiedenen Abteilungen der Stadt Zürich in Aktion: Im Gespräch mit der Bevölkerung, beim Anbieten von kühlem Kräuter-Eistee oder mit Tipps für den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Selber aktiv wurde ich unter anderem beim Energierechner, wo mich meinen jährlichen Energieverbrauch berechnen liess. Nach meinen Eingaben zu Wohnsituation, Konsum- und Mobilitätsverhalten spuckte der Rechner das Ergebnis aus: 3875 Watt Dauerleistung pro Jahr. Damit liege ich zwar klar unter dem Durchschnitt von 6000 Watt, aber auch noch weit weg vom Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft. Packen wir es also an!


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Zum Tag der Nachbarn am 28. Mai 2010

28. Mai 2010

Selber habe ich das Glück, im Kreis 4 in einer aktiven Nachbarschaft zu leben. Wir schwatzen auf der Treppe, trinken auf der Terrasse Kaffee, unterstützen und helfen uns gegenseitig aus – die einen mehr, die anderen weniger. Diese lebendige Nachbarschaft tut gut, und ich würde sie allen wünschen. Das Gesundheits- und Umweltdepartement will die aktive Nachbarschaft fördern. Wer jung und mobil ist, braucht das weniger. Aber wer älter ist, ist stärker auf die Nachbarschaft angewiesen. Darum unterstützen wir den Tag der Nachbarn, der in ganz Europa in über 1000 Städten und Gemeinden gefeiert wird – so auch in Zürich, wo viele Nachbarschaftsfeste stattfinden.
Und mit dem Wettbewerb "aktive Nachbarschaft" fördern wir gemeinsame Aktivitäten: Bewohnerinnen und Bewohner von Zürich entwickelten zusammen ihre eigenen Nachbarschaftsprojekte. Am 28. Mai, dem Tag der Nachbarn, darf ich persönlich den drei prämierten Teams ihre Preise übergeben. Ihre Projekte werden unter www.stadt-zuerich.ch/nachbarschaft veröffentlicht.
Übrigens: Nicht nur wir von der Stadt können etwas tun. Auch Sie können Ihre Nachbarschaft pflegen! Wenn Sie das nächste Mal umziehen, dann laden Sie doch Ihre Nachbarinnen und Nachbarn zu einem Apéro ein, auch wenn die Zügelkisten noch nicht alle ausgepackt sind. Nutzen Sie gemeinsam den Garten oder Hinterhof, oder tragen Sie mal die schwere Tasche der Nachbarin. Für uns alle sind soziale Netzwerke ein Gewinn an Lebensqualität – ältere Menschen können gar darauf angewiesen sein.


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Zu den Vorfällen im Pflegezentrum Entlisberg

20. Mai 2010

Das erste grosse Thema meiner ersten Amtswoche war mir schon aus Medien und Parteisitzungen bekannt: die Vorfälle im Pflegezentrum Entlisberg, als vier Mitarbeiterinnen entwürdigende Handyfilme von Bewohnenden machten. Man kann sich nicht vorstellen, wie die Täterinnen so etwas tun konnten. Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende und Öffentlichkeit: Alle waren schockiert. Als ich nun die Akten studierte, steigerte sich meine Fassungslosigkeit ob den Fakten nochmals.
Ich bin froh, hat mein Vorgänger, Stadtrat Robert Neukomm, damals sofort und entschlossen gehandelt. Er setzte sich für eine schonungslose Aufklärung der Vorfälle ein. Auch die Geschäftsprüfungskommission des Gemeinderats schaute genau hin. In ihrem Bericht, der in meiner ersten Amtswoche erschien, gab sie Empfehlungen ab, damit solche Vorfälle in Zukunft wirkungsvoller verhindert werden können. Stadtrat, Gemeinderat und die Verwaltung nahmen die Vorfälle nicht auf die leichte Schulter.
Meine Aufgabe wird es nun sein, zu überwachen, dass die Erkenntnisse aus den Vorkommnissen in den Pflegezentren zu Verbesserungen führen. Ich bin überzeugt, dass wir die Sicherheit, Würde und Geborgenheit der Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegezentren gewährleisten können. Ich bin sicher: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegezentren, aber auch Bewohner und ihre Angehörigen, schauen heute genauer hin und handeln rascher, wenn sie Mängel vermuten. Diese grössere Sensibilität ist vielleicht das einzig Gute an dieser unwürdigen Geschichte.


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