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Gesundes Bauen

KBOB/IPB_Merkblatt 2004/1: Gutes Innenraumklima ist planbar


Gesundes Bauen schafft die baulichen Voraussetzungen für schadstoffarme Innenräume und behagliches Raumklima. Während des Bauprozesses können Arbeitnehmende und Bewohner auch angrenzender Liegenschaften Schadstoffen ausgesetzt werden.

  • Beim Bauprozess müssen Schutzmassnahmen getroffen werden zur Verhinderung von Staubbildung durch Baumaschinen.
  • Beim Umbauen und Renovieren dürfen mit Schadstoffen belastete Baustoffe, wie z.B. asbesthaltige Materialien nicht unsachgemäss bearbeitet oder abgebrochen werden. In Bauten mit Baujahr vor 1990 empfiehlt es sich, Gebäudevoruntersuchungen durchführen zu lassen, um allfällig vorhandene belastete Baustoffe frühzeitig zu erkennen und anschliessend fachgerecht auszubauen.
  • Beim Verarbeiten von Chemikalien können gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden. Es sind deshalb Schutzmassnahmen zu ergreifen.


Massnahmen

Zur Einschränkung von Einwirkungen aus der Umgebung müssen planerische Massnahmen geprüft werden. Schadstoffemissionen in Innenräumen sollen weitgehend vermieden werden.

  • Aussenlärm und je nach Gebäudenutzung mangelnder Schallschutz innerhalb des Gebäudes können Stresserkrankungen fördern.
  • Direkte Auswirkung auf die Behaglichkeit der zukünftigen Nutzerinnen haben ausreichender Luftaustausch, angenehme Raumtemperaturen und gemässigte Luftfeuchtigkeit. Übermässige Feuchtigkeit, aber auch staubtrockene Luft, überheizte Räume, Zugluft- oder Geruchsprobleme sind unerwünscht.
  • Mit Lüftungsanlagen können luftdichte Gebäude ständig mit der notwendigen Frischluft versorgt werden. Pollen und Staub aus der Aussenluft können durch Filter reduziert werden. Lüftungsanlagen müssen sorgfältig geplant, ausgeführt und gewartet werden. Ebenso wichtig ist eine gute Information und Instruktion der Nutzer.
  • Tageslicht und Sicht ins Freie beeinflussen den Tagesrhythmus.
  • Entscheidend für das Innenraumklima sind bauphysikalisch korrekt erstellte und gut wärmegedämmte Konstruktionen, ein wirksamer Sonnenschutz und die Wahl emissionsarmer Baustoffe und Bauchemikalien. Zur Überprüfung der konkreten Umsetzung ist eine gute Baustellenkontrolle unerlässlich.
  • MINERGIE-ECO steht neben geringem Bedarf an Betriebsenergie als Label für eine gesunde Bauweise. Schliessen Sie mit den Planerinnen Zielvereinbarungen ab zu maximal zulässigen Gehalt an Formaldehyd und Gesamtbelastung an flüchtigen organischen Verbindungen in der Raumluft .


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Stadt Zürich
Umwelt- und Gesundheitsschutz
Energietechnik und Bauhygiene

Gesundes Bauen
Walchestrasse 31
Postfach 3251
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Telefon044 412 43 60
Fax044 363 78 50



Umwelt / Bauen

Aspekte zum gesunden Bauen finden Sie auch unter Umwelt
Lärm
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Elektrosmog
und bei UGZ Baubewilligungen
Asbestsanierung
Lufttechnische Anlagen
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