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Das Labor
40 Jahre Dendrochronologie in Zürich
Das Labor für Dendrochronologie der Stadt Zürich ist ein Kulturträger der besonderen Art: Es gehörte zu den weltweit ersten Labors, die für die Anwendung der Dendrochronologie in der Archäologie gegründet wurden.
Gegründet wurde das Labor 1969 unter Leitung von Ulrich Ruoff. In diesen vier Jahrzehnten wurden weit über 40.000 Holzproben in unserem Labor gemessen. Auch heute kommen jedes Jahr viele weitere hundert Proben dazu.
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Messgerät mit mechanischer Rechnungsmaschine (ca. 1974)
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Jahrringsequenzen können auch am Bildschirm direkt digital erfasst werden (2008)
Pfahlbauten und Vorgeschichte
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Holzpfähle am Seeboden, vor der Beprobung durch die Tauchequipe
Von Beginn an lag der Schwerpunkt auf der intensiven Zusammenarbeit mit der Zürcher Taucharchäologie. Die Erforschung der «Pfahlbauten» an den Schweizer Seeufern bildet noch immer einen Schwerpunkt unserer Arbeit.
Der stetig wachsende Fundus jahrgenauer Daten erlaubt uns heute einen detaillierten Blick sowohl in die langfristigen Entwicklungen, als auch in kürzeste Prozesse und Dynamiken in der Vorgeschichte.
Häuser, Kunst, Historie
Langjährige intensive Zusammenarbeit mit der Haus- und Geschichtsforschung ermöglichte es uns, viele exakte Daten zur Regionalgeschichte verschiedener Landschaften in der Nordostschweiz zu gewinnen.
Besondere Sorgfalt und Erfahrung verlangen auch historische Kunstobjekte. Immer häufiger suchen Kunsthändler die Sicherheit einer unabhängigen Datierung.
Ein hölzernes Kulturarchiv
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Blick ins Lager: Die Proben werden in Kisten verpackt und im Dunkeln gelagert
Über diesen langen Zeitraum vielfältiger Betätigung hinweg, wurde ein beachtliches Archiv von Holzproben aufgebaut, denn in den meisten Fällen verbleibt eine Probe der gemessenen Hölzer im Labor. Neben den gemessenen Hölzern lagern hier auch eine Reihe nicht untersuchter Hölzer.
Diese Proben für die Zukunft zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe: Holz ist eine Art natürliche Festplatte. Es speichert in seinem Gewebe Informationen über seine klimatischen und ökologischen Lebensumstände. Das Erkenntnispotential ist noch lange nicht ausgeschöpft und es wird mit dem Fortgang der Forschung stetig grösser. Damit zukünftige Forschergenerationen auf diese einmaligen Datenträger zugreifen können, führen wir ein
Lager und überprüfen regelmässig den Zustand der Proben.
Aktivitätszentren
Unser Datenbestand und unsere aktuellen Projekte konzentrieren sich auf die Nordostschweiz mit den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Zug, Thurgau, St. Gallen, Glarus, Schwyz, Luzern, Aargau, Basel und Nidwalden.


