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Zürich-Affoltern

Luftaufnahme Zürich-Affoltern (Bild BAZ DesAir)

Luftaufnahme Zürich-Affoltern (Bild BAZ DesAir)


In Zürich-Affoltern wird gebaut. Besonders das Bild nördlich und südlich der Bahnlinie verändert sich täglich. Damit die Veränderungen neue Qualitäten für den gesamten Stadtteil bringen, steuert und begleitet die Stadt Zürich Projekte und Planungen für Städtebau und Architektur, Freiraumentwicklung, Mobilität und das Leben im Quartier.


Kurzportrait Zürich-Affoltern

Affoltern Wehntalerstrasse 2002 (Bild BAZ DesAir) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Affoltern gehört zum Zürcher Stadtkreis 11 und grenzt an die Quartiere Seebach, Oerlikon, Höngg und, mit kleineren Abschnitten, auch an Wipkingen und Unterstrass. Im Norden stösst es an die Gemeindegrenze zu Regensdorf und Rümlang.

Die vier Glatttalgemeinden Oerlikon, Seebach, Schwamendingen und Affoltern gehören seit der zweiten Eingemeindung 1934 zur Stadt Zürich. Zwischen 1941 und 1973 wandelte sich Affoltern vom dörflichen Gebiet zum städtischen Wohnquartier. In dieser Zeit wuchs die Bevölkerung von unter 4'000 auf rund 18'000. 


Affoltern Ruggächer 2006 (Bild BAZ DesAir) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Die Zahl der Arbeitsplätze in Affoltern liegt bis heute bei rund 2'800. Affoltern erstreckt sich in West - Ost Richtung entlang der beiden Verkehrsachsen der Wehntalerstrasse und der Furttallinie. Das Quartier ist in Neu-Affoltern, Unter- und Oberaffoltern unterteilt.

Affoltern kennt zwei Extreme: Es ist ein nach wie vor ländlicher Stadtteil am äussersten Rand der Stadt Zürich - und zugleich zentraler und gut erreichbarer Wohnstandort im Kern der Agglomeration Zürich mit direktem Autobahnanschluss


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Wohnungs- und Bevölkerungsentwicklung

Ende des Jahres 2006 lebten in Zürich-Affoltern 18'793 Menschen, der Wohnungsbestand belief sich auf 9'248 Wohnungen. In den nächsten Monaten und Jahren wird dieser beachtlich wachsen. Die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner wird im Verlauf der nächsten Jahre voraussichtlich um etwa 4'800 Personen zunehmen. Dann werden in Affoltern um die 23'600 Menschen wohnen.


Die Städtebauliche Entwicklung in Affoltern

Die ABZ-Siedlung im Quartierplangebiet Ruggächer: Blick im April 2006 von Norden her. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Eines der grössten Entwicklungsgebiete für den Wohnungsbau in der Stadt Zürich schliesst sich an Unter-Affoltern an, nördlich und südlich der Bahngleise der Furttallinie. Die ersten neuen Wohnungen sind seit März 2007 bezugsbereit. In den nächsten Jahren wird es insgesamt etwa 4'500 neue Affoltemer und Affoltemerinnen geben.

Die Areale nördlich der Bahngleise waren bisher von Industrie- und Gewerbenutzung und Landwirtschaft geprägt.


ABZ Siedlung Im Dezember 2006 kurz vor der Fertigstellung vom Bahnhof aus fotografiert. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Im Quartierplangebiet Ruggächer, im Gebiet Aspholz Nord und Wolfswinkel entstehen heute vorwiegend Wohnbebauungen mit halböffentlichen und öffentlichen Freiräumen. Bedarfsweise werden parallel dazu die notwendigen Schulplätze und Kinderkrippen geschaffen.

Südlich der Bahngleise wird das Quartierplangebiet In Büngerten im bestehenden Siedlungsgebiet umgenutzt, erhalten und ergänzt. Ein Augenmerk der Stadt Zürich liegt auf der Schaffung und Gestaltung öffentlicher Räume und Durchgänge. Die Parks in den Quartierplangebieten In Büngerten und Ruggächer sind Beispiele dafür. Des Weiteren bleibt auf dem CeCe Areal neben der neuen Wohnüberbauung die alte Ofenhalle für Quartiernutzungen und Detailhandel erhalten. Die Geschichte des CeCe Areals und andere interessante historische Informationen zu Affoltern kann man, illustriert mit Fotos und alten Plänen, in der Buchreihe Baukultur nachlesen.

Der Grossteil der Bautätigkeit konzentriert sich rund um Unter-Affoltern, da die grössten Flächen und Umnutzungsgebiete zur Verfügung stehen. Aber auch in Ober-Affoltern und Neu-Affoltern wird geplant und gebaut. Ein Beispiel hierfür ist die Stiftung Alterswohnen (SWA) auf dem "Areal Frieden", welche an der Wehntalerstrasse 93 weitere Alterswohnungen realisiert. Zudem entstehen hier eine Kinderkrippe mit 48 Betreuungsplätzen und ein Eltern-Kind-Zentrum.


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Schwerpunkte der Quartierentwicklung

Skizze von Affoltern: Die Analyse von Siedlung und Freiraum in Affoltern (Patrick Gmür Architekten, Christophe Girot 2004) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Angesichts der baulichen Entwicklungsdynamik durch private EigentümerInnen und Baugenossenschaften hat das Amt für Städtebau im Jahr 2004 gemeinsam mit Fachleuten Vorstellungen für die Zukunft skizziert. Denn Affoltern sollte seinen eigenen Charakter behalten und noch attraktiver werden. Das Ergebnis ist in Form der Schwerpunkte für die Quartierentwicklung festgehalten - Leitbilder für Städtebau und öffentlichen Raum wurden skizziert.


 Die Idee der Fitnessmeile: ein durchgehender Weg entlang der Bahnlinie könnte die vorhandenen Sportanlagen verbinden. - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Was die rechte Seeuferpromenade für das Zentrum von Zürich ist, könnte die "Nordküste" für Affoltern werden, der grosse zusammenhängende Erholungsraum im Norden des Siedlungsgebietes. Eine Fitnessmeile begleitet die Bahnlinie und verbindet Affoltern mit Oerlikon und Seebach. Die Wehntalerstrasse verwandelt sich in einen von Bäumen gesäumten Boulevard. Der Zehntenhausplatz und der Bahnhof werden wieder zu attraktiven Orten der Begegnung. Siedlungen und Schulanlagen sind gut miteinander vernetzt, neue Siedlungen von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität entstehen.

Seit der Veröffentlichung der Schwerpunkte ist einiges passiert, mehrere Projekte sind seither in Angriff genommen worden.


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Freiräume und öffentliche Räume

Katzenseen (Foto: Georg Aerni 2003) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Katzenseen (Foto: Georg Aerni 2003)

Die bisherigen und neuen Bewohnerinnen und Bewohner Affolterns benötigen Naherholungsräume. Dazu gehören die Velo- und Fusswegverbindungen, Sportanlagen, Quartierparks und das  bekannte Naturschutzgebiet der Katzenseen. Erholung findet auch in den land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebieten statt - in Affoltern befinden sich mehrere Bauernhöfe und der grösste Anteil an Wiesen- und Ackerland in der Stadt Zürich. Grün Stadt Zürich erarbeitet seit September 2006 das Landschaftsentwicklungskonzept Hönggerberg Affoltern, um die Bedürfnisse für Naherholung, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft miteinander zu koordinieren.


Fussballtore (Foto: Georg Aerni 2003) - grosse Darstellung in neuem Fenster

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Die Idee der "Fitnessmeile" aus den Schwerpunkten der Quartierentwicklung soll als zentrales Projekt für den öffentlichen Raum in Angriff genommen werden. Sie soll dereinst vom Katzensee bis zum Opfikerpark verlaufen und als roter Faden die Stadtteile verbinden.

Im Februar 2005 realisierte die Stadt ein Pilotprojekt des Plan Lumière Zürich in Zürich-Affoltern. Mehrere bewegliche "Lichthalme" sind in verschiedenen öffentlichen Räumen gruppiert und geben dort ihr blaues Licht ab, zum Beispiel am S-Bahnhof Affoltern.


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Mobilität

Wehntalerstrasse am Zehntenhausplatz

Wenn ein Quartier sich so stark verändert, wie dies in Affoltern der Fall ist, steht die Frage nach Verkehrslösungen im Vordergrund. Auf der Grundlage des Verkehrsrichtplans nimmt das Tiefbauamt in Zürich-Affoltern verschiedene Verkehrsprojekte in Angriff. Zentral ist die Erschliessung der Neubaugebiete und die Gestaltung der Mühlackerstrasse.

Andere Verkehrsprojekte unterliegen vorwiegend der Zuständigkeit von Bund und Kanton, beispielsweise der Ausbau des Nordrings, die Überdeckung des Nordrings im Bereich Katzenseestrasse und der Strassenraum der Wehntalerstrasse. In diesen übergeordneten Planungen vertritt die Stadt Zürich die Interessen Affolterns.

Mit der Aufwertung und Gestaltung des Bahnhofs Affoltern, der Begegnungszone "In Böden" und des Zehntenhausplatzes soll ein attraktives Zentrum in Affoltern entstehen. Die Verkehrsbetriebe Zürich haben im Sommer 2006 das Liniennetz 2025 erstmals präsentiert. Im Hinblick auf die markante Siedlungsentwicklung wird die VBZ das Feinverteilernetz in Affoltern langfristig anpassen und bis 2015 das Angebotskonzept umsetzen.

Stadtrat Martin Waser, das Tiefbauamt, die Verkehrsbetrieben Zürich und das Amt für Städtebau, haben die Bevölkerung im Januar 2007 zu einem Informationsabend eingeladen, Rund 350 Personen haben an der Veranstaltung "Verkehr in Affoltern" teilgenommen.


Leben in Affoltern

In Zürich-Affoltern wird nicht nur gebaut. Die "Alt-AffoltemerInnen" und NeuzuzügerInnen engagieren sich auch für ein lebendiges Quartierleben. Das Gremium besteht seit 2003 aus VertreterInnen von Quartierverein, Gewerbeverein, Gemeinschaftszentrum Affoltern und Gemeinwesenarbeit Zürich Nord.

Die "Kerngruppe Affoltern" setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Quartierbelange in die bauliche Entwicklung Affolterns einfliessen. Affoltern hat ein eigenständiges Kultur-, Gastronomie- und Freizeitangebot. Obwohl das Zentrum von Zürich, Oerlikon und die "Science City" am Hönggerberg nicht weit weg sind. Ein junges Beispiel ist der KuBaA, der Kulturbahnhof im alten Bahnhof Affoltern, der seit 2006 von einem Verein als Veranstaltungsort und Bar für junge Erwachsene betrieben wird.

Die Gemeinwesenarbeit der Stadt Zürich in Zürich-Affoltern ist zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Quartierangebot in Affoltern.


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