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Medienmitteilungen
14. Juli 2010
Utoquai erstrahlt in neuem Glanz
Seit dem 14. Juli lassen spezielle Lichtprojektoren den Utoquai in sanftem Licht leuchten. Die Stadt Zürich und Private setzen damit neue Massstäbe in der Beleuchtung von Häuserfassaden. Die neue Technik wurde inzwischen bereits von anderen Städten übernommen.
Die Häuserfassaden am Zürcher Utoquai sind nun allabendlich in ein warmes Licht getaucht. Bereits während der EURO 08 rückte eine neu entwickelte Beleuchtungstechnologie die markanten Gebäude entlang der Fanmeile ins rechte Licht. Nach den positiven Ergebnissen des damaligen Testbetriebs haben die Stadt Zürich und die privaten Hauseigentümer beschlossen, eine dauerhafte Fassadenbeleuchtung zu realisieren. Die Kosten wurden wie folgt geteilt: Die Stadt bezahlte 295 000 Franken für den Testbetrieb, die Eigentümer übernahmen die Kosten von 230 000 Franken für den heutigen, definitiven Betrieb.
Sparsamer, zielgerichteter Lichteinsatz dank neuster
Technologie
Beim Beleuchten des Utoquais haben die Stadt Zürich
und die Eigentümer neue Massstäbe beim Erarbeiten der Grundlagen
und der verwendeten Technik gesetzt. Im Rahmen eines Projekts der
Förderagentur für Innovation des Bundes hat die Zürcher Firma
Opticalight - auf der Basis einer Zusammenarbeit mit der Zürcher
Hochschule der Künste - speziell zu diesem Zweck geeignete Geräte
entwickelt. Diese leuchten die Gebäude nicht einfach an, sondern
projizieren das Licht über Masken an die Fassaden. Die Lichtführung
wird so scharf begrenzt und zielgerichtet eingesetzt. Dadurch kann
verhindert werden, dass Licht durch Fensteröffnungen in die Zimmer
hinein blendet oder ungehindert über die Dachkante in den
Nachthimmel abstrahlt.
Geringer Energieverbrauch
Der Energieverbrauch der Projektoren ist im
Vergleich zu herkömmlichen Lichtstrahlern gering: Die 300 Meter
lange Fassadenbeleuchtung am Utoquai verbraucht nicht mehr Energie
als drei durchschnittliche Haushaltstaubsauger. Inzwischen haben
auch einige andere Städte in Europa Interesse an der innovativen
Beleuchtungstechnologie aus Zürich bekundet. So wurde kürzlich das
alte Stadthaus in Berlin durch die Entwicklerfirma aus Zürich ins
rechte Licht gerückt. Weitere Projekte sind in Bearbeitung.
Meilenstein für den Plan Lumière
Mit der Beleuchtung der Hausfassaden am Utoquai ist
ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des Plan Lumière in der
Stadt Zürich erreicht. Zusammen mit der neuen Beleuchtung des
Stadelhoferplatzes und der kürzlich fertig gestellten Inszenierung
der Quaibrücke präsentiert sich das untere Seebecken nun in neuem
Licht. Weitere Projekte in der Umgebung sind in Bearbeitung. So
wird künftig der Münsterhof dezent in Szene gesetzt, und mit der
Neugestaltung des Sechseläutenplatzes erhält auch dieser zentrale
Stadtraum einen neuen nächtlichen Auftritt.
Thema: Bauen
Organisationseinheit: Hochbaudepartement

