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Standpunkte
Als Vorsteherin des Hochbaudepartements bin ich Managerin
und Politikerin.
Wichtig für die Führung sind klare Standpunkte. Klare
Meinungen zu Fragen, die sich uns tagtäglich stellen.
Selbstverständlich habe ich meinen politischen Hintergrund, mein
Weltbild, auf dem ich meine Standpunkte erarbeite.
Als Vorsteherin höre ich zu:
Ich habe ein offenes Ohr für die Anfragen meiner
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
meiner Kollegen und Kolleginnen im Stadtrat, den
Parlamentsmitgliedern und den Menschen, die in Zürich wohnen,
arbeiten und ihre Freizeit verbringen.
Standpunkte zu haben und sie zu vertreten ist mir wichtig.
Ich will sie offen legen und zur Diskussion
stellen:
Kongresshaus
Das bestehende Kongresshaus genügt den heutigen Anforderungen
nicht mehr, Zürich braucht ein neues Kongresszentrum. Bereits im
nächsten Jahr werden dem Gemeinderat neue Standorte und ein
mögliches Vorgehen präsentiert. (Dezember 2008)
Nachhaltigkeit
Zürich soll eine nachhaltige Stadt werden! Mit den
«7-Meilenschritten» hat sich das Hochbaudepartement selber
ökologischen Baustandards verpflichtet. Ein gutes Beispiel für
nachhaltiges Bauen ist das Stadtspital Triemli, das bis 2018 zum
2000-Watt Spital wird. (Dezember 2008)
Planen und Bauen
In Zürich finden Veränderungen statt. Laufende Planungen
werden sorgfältig im Dialog mit der Bevölkerung vorangetrieben.
Zürich bleibt aber auch Zürich. In vielen Stadtkreisen geht es
nicht um Veränderungen, sondern um die Pflege der Substanz.
(Dezember 2008)
Spitzenarchitektur
Mit Spitzenarchitektur sind nicht weltberühmte Gebäude
gemeint, sondern solche, die in ihrer Funktionalität wie in ihrem
Äusseren überzeugen. Spitzenarchitektur soll ein Begriff werden,
unter dem sich die breite Bevölkerung etwas Zweckdienliches und
Ästhetisches vorstellen kann. (Dezember 2008)
Wohnpolitik
Der Bedarf an Wohnraum ist im attraktiven Zürich gross. Für
Durchschnittsverdienende besteht kein Notstand, sehr günstige
Wohnungen für Familien sind jedoch rar. Seit 100 Jahren baut die
Stadt eigene Wohnsiedlungen und unterstützt gemeinnützige
Genossenschaften. (Dezember 2008)
Gleichstellungspolitik
Nach wie vor gibt es immer noch grosse Unterschiede zwischen
Mann und Frau in der Berufswelt. Im Hochbaudepartement wurde der
Frauenteil - auch in Kaderpositionen - massiv angehoben. In der
Zukunft sollten Mann und Frau nicht mehr zwischen dem «Entweder
Kinder oder Beruf» entscheiden müssen. (Dezember 2008)
Kunsthaus-Erweiterung
Damit das Kunsthaus Zürich seine ständig wachsende Sammlung
attraktiver präsentieren kann, soll es einen Erweiterungsbau
erhalten. Das geplante Projekt fügt sich in die übergeordnete
Entwicklungsplanung Hochschulgebiet Zürich Zentrum ein. (Januar
2009)
«Die Verdichtung darf nicht auf Kosten der Wohnqualität
gehen»
Erstmals wurden im Raumkonzept Schweiz die Funktionen und
Aufgaben der Städte und Metropolitanräume definiert. Kathrin
Martelli, Vorsteherin des Hochbaudepartements der Stadt Zürich und
Präsidentin der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU), setzt
auf die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Damit die Stimme
der Städte vernehmlicher wird, solle man nicht neue Strukturen
schaffen, sondern das Lobbying verstärken. (März 2008)
Ein Interview mit Katrin Martelli und Pieter Poldervaart im Forum
Raumentwicklung