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Jahresprogramm
Jahresprogramm 2010
bis 17. Januar 2010
WELT - BILDER 3 / WORLD IMAGES 3
Peter Bialobrzeski, Andrea Gohl, Maia Gusberti, Jitka
Hanzlová, Arno Hassler, Alfredo Jaar, Andreas Seibert, Guy
Tillim
Welche Weltbilder kommen in den Bildwelten von Künstlerinnen und
Künstlern zum Ausdruck? Wie entstehen im Medium der Fotografie
individuelle Weltbilder, und was macht ihre Eigenart aus? Mit
dieser Fragestellung setzt sich die Ausstellungs- und
Publikationsreihe Welt – Bilder / World Images auseinander. Nach
2005 und 2007 präsentiert nun auch die dritte Ausstellung eine
vielfältige Konstellation exemplarischer Künstlerpositionen mit
neuen Arbeiten. Die ausgestellten Bilder sind Übersetzungen von der
Welt in die Welt der Fotografie. Als Sehhilfen dienen sie der
Rückübersetzung von der Welt der Fotografie in die Welt, die uns
täglich umgibt, in ihrer verwirrenden Gleichzeitigkeit von
Ungleichem. Fotografie wird hier als «Weltbildung» verstanden:
Künstlerische Bilder ergänzen, vertiefen und verändern unser
Weltwissen.
Kuratoren: Andreas Fiedler und Simon Maurer
5. Februar - 5. April 2010
Ian Anüll
RIEN NE VA PLUS
Der weit gereiste Künstler Ian Anüll (*1948) reagiert mit
Leichtigkeit und wachem Verstand auf materielle und geistige
Fundstücke. Mit den für ihn typischen Umdrehungen, Rückführungen
und Bedeutungswechseln hinterfragt der Künstler festgefügte Werte
unserer Gesellschaft. Er hat für seine Ausstellung im Helmhaus
Zürich Videos, Fotografien, Installationen, Objekte, Collagen,
Malereien und Schallplatten aus den letzten 25 Jahren
zusammengestellt und neu komponiert. Zu sehen sind auch neue und
ältere, noch nie gezeigte Arbeiten. Ian Anüll präsentiert damit
wichtige Grundpfeiler seines Kosmos. Zur Ausstellung erscheint in
der edition fink, Verlag für zeitgenössische Kunst, Zürich, ein
Buch mit zahlreichen Abbildungen und vier verschiedenen
Textbeiträgen.
Kuratorin: Eva Wagner
30. April - 27. Juni 2010
AZB for ever
Die Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer als
Organismus
Sozusagen vor der Haustür Zürichs hat sich auf dem Gaswerkareal
in Schlieren vor über 25 Jahren die Arbeitsgemeinschaft Zürcher
Bildhauer niedergelassen und sich inzwischen bedeutend erweitert.
Der Verein zählt heute 31 Mitglieder; zur Gründergeneration sind
ausgewählte junge Bildhauerinnen und Bildhauer hinzugekommen. Die
in ihrer Art schweizweit einmalige, selbstorganisierte
Künstlergemeinschaft ist mit nichts weniger als der Kultur der
Bildhauerei befasst und bringt diesen traditionsreichen Begriff in
Bewegung. Ausserdem widmet sie sich dem Umbau der
denkmalgeschützten Gebäude in Ateliers. In der Ausstellung AZB for
ever ist jedes Mitglied mit einem Hauptwerk oder einer Werkgruppe
vertreten. Die Skulpturen, Plastiken, Installationen und
Zeichnungen stehen exemplarisch für die jeweilige künstlerische
Eigenständigkeit. Zwischen den Werken entstehen Dialoge über
Themen, Materialien, Raumauffassungen, Arbeits- und Denkweisen. In
den vielfältigen Querbezügen zeigen sich Gemeinsamkeiten und
Widersprüche. Skulptur manifestiert sich als dynamische Gattung.
Und der Verein als vitaler Organismus.
Kuratoren: Jürg Altherr, Kathrin Frauenfelder, Simon M
24. Juli - 5. September 2010
Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich
2010
Das Helmhaus Zürich präsentiert jährlich Arbeiten von
Künstlerinnen und Künstlern, die sich um Werk- und
Atelierstipendien der Stadt Zürich bewerben. Die Jurierung erfolgt
vor den Originalwerken derjenigen Künstlerinnen und Künstler, die
sich für eine zweite Juryrunde qualifizieren konnten. Das
Präsidialdepartement vergibt dieses Jahr Ateliers in Genua,
Kunming, New York, Paris, San Francisco und Varanasi und zum
zweiten Mal nach 2009 ein Stipendium für Kunstvermittlung. Die Jury
besteht aus drei Mitgliedern der Kommission für Bildende Kunst und
zwei Gastjuroren.
Organisation: Eva Wagner und Mitglieder der Kommission für
Bildende Kunst der Stadt Zürich
24. September - 14. November 2010
Klaudia Schifferle
Tatjana Gerhard
Klaudia Schifferle (* 1955 in Zürich) malt und zeichnet, plastiziert und dichtet in einem Atelier in der Roten Fabrik an der Seestrasse in Zürich. Es entstehen parallel Familien von Werken: kopfüber im Raum schwebende Figuren, deren Inneres sich explosiv in Lineamenten veräussert. Stille, nahezu ungegenständliche Landschaften. Heftige Markerzeichnungen vor Ölhintergrund. Realistische Fabeltiere. Vorzeitlich vielköpfige Zementskulpturen, mal roh, dann mit greller Farbe überschüttet. Von innen ferngesteuerte Einlinienzeichnungen.
Lange, seit 2004, hat man nicht mehr viel von dieser fragilen Künstlerin gesehen. Nach unruhigen Jahren in der Zürcher Bewegung und internationalem künstlerischem Ruhm zog sich Klaudia Schifferle 1988 nach Mailand aus dem Verkehr, kehrte darauf im Tessin in die Stille ein − und erfindet sich seit ihrer Rückkehr nach Zürich im Jahr 2002 neu und erneut. Weit aus- und eingegriffen ins Leben hat sie. Was ist aus ihr geworden, aus ihren vielen Leben?
Klaudia Schifferles koboldartige, mehräugige Gestalten konterkarieren Gnomen, geister- und hexenartige Geschöpfe der um eine Generation jüngeren Malerin Tatjana Gerhard (* 1974 in Zürich). Zwischen Tagtraum und Albtraum changierende Dramen gerinnen in Gerhards Ölmalerei zu zweideutigen Schlüsselmomenten. Maskiert und entblösst zugleich, finden sich ihre Figuren auf bühnenhaftem Gelände exponiert wieder. Kindhaftes und Greises verschmelzen, Macht kippt in Ohnmacht und wieder zurück. Die archaische Emotionalität, die Abgründigkeit von Gerhards Bildern berühren uns alle an wunden Punkten.
Die Künstlerin mit kroatischen Wurzeln ist im Wallis
aufgewachsen, lebt in Dübendorf und ist dabei, nach Gent (Belgien)
umzuziehen. Die Präsentation im Helmhaus Zürich ist ihr erster
grösserer Auftritt im institutionellen Rahmen. Die Ausstellungen
von Klaudia Schifferle und von Tatjana Gerhard sind zwei sich
ergänzende Einzelausstellungen.
Kurator: Simon Maurer
3. Dezember 2010 - 16. Januar 2011
Wenn die Nacht am dunkelsten ist, kommt der Tag
Kunstszene Zürich 2010/2011
Im Dreijahresrhythmus zeigen sich die Kunstszenen Zürichs der Öffentlichkeit: unjuriert (wie zuletzt in den Jahren 2003 und 2007 im Toni-Areal, organisiert vom Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Abteilung Kultur), indem KünstlerInnen ihre Ateliertüren öffnen und somit der Bevölkerung ungefiltert Einblick in die Produktion ihrer Kunst geben («raumsprung – interlokal 2009», organisiert von KünstlerInnen in Zusammenarbeit mit Künstlerverbänden, Arbeitsgemeinschaften und der Stadt Zürich) und schliesslich in institutioneller Regie. Bekannte und unbekannte exemplarische Exponenten aus den Zürcher Kunstszenen zeigen, was tagein, nachtaus in Zürcher Ateliers und Werkplätzen entwickelt wird: eine Ausstellung für Entdeckerinnen und Kenner, für Neugierige und Begeisterungsfreudige.
Jahresprogramm 2009
24. Oktober 2008 bis 18. Januar 2009
Roman Signer – Projektionen
16 Jahre nach Roman Signers erstem Auftritt 1992 mit einer
Installation in einem Stockwerk des Helmhaus Zürich kehrt der
mittlerweile weltweit gefragte Künstler im Jahr seines 70.
Geburtstags mit einem Kernthema seines Werks und mit Arbeiten aus
dem Jahr 1993 bis heute ins Helmhaus zurück: zeigt erstmals an die
dreissig Videofilme (und voraussichtlich zwei Super-8 Filme)
zeitgleich in allen verdunkelten Sälen des Helmhaus Zürich.
Sinnfällig wird dabei Signers Umgang mit Zeit, mit Bewegung und
Stillstand, mit Materie, mit Verdichtung und Zerstreuung, mit
Philosophie, mit Werden und Vergehen. Der Titel steht für den
visionären, prospektiven Charakter seiner Arbeit, die sich
schliesslich - und meist recht plangemäss - nach seinen
Vorstellungen realisiert. Die bewegten Bilderfindungen, die Roman
Signer in seinen Arbeiten antizipiert und realisiert, kommen im
parallel erscheinenden Buch zum Stillstand, das vom Zürcher
Graphiker Peter Zimmermann gestaltet und im Steidl Verlag,
Göttingen, und im Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich,
erscheint.
Kurator: Simon Maurer
6. Februar bis 29. März 2009
Boden und Wand Wand und Fenster
Zeit
Polly Apfelbaum, Katharina Grosse, Bruno Jakob, Adrian
Schiess, Christine Streuli, Niele Toroni, Duane Zaloudek
Der Titel beschreibt das Programm der Ausstellung und
zugleich Eigenschaften der ausgestellten Werke. Boden und Wand,
Wand und Fenster sind die konkreten Orte künstlerischer
Intervention, werden von den Arbeiten angesprochen und bilden im
Zusammenspiel einen spezifischen Erfahrungsraum abstrakter Malerei.
Zu entdecken sind Gemälde, aber auch Installationen, Videos und
Objekte, neue und ältere Arbeiten, die in der Ausstellung räumlich
verschränkt präsentiert werden. Beteiligt sind europäische und
amerikanische Künstlerinnen und Künstler verschiedener
Generationen, gemeinsam ist ihnen das Interesse an einer
entgrenzten, transmedialen Malerei. Die Erkundung und künstlerische
Entfaltung der inneren Komplexität des Mediums Malerei, zu der auch
die Suche nach Bezugspunkten mit anderen Medien gehört, verbindet
die Künstlerinnen und Künstler. Kurator: Roman Kurzmeyer
17. April bis 14. Juni 2009
Daniel Schwartz
TRAVELLING THROUGH THE EYE OF HISTORY
Ansichten aus dem Hinterland der Kriege
Im Westen Chinas folgte Daniel Schwartz 1987/1988 der
Grossen Mauer in ihrer gesamten Länge und ihr Ende in Xinjiang
wurde nun zum Ausgangspunkt einer neuen fotografischen Arbeit in
Zentralasien. Im Jahr 2007 abgeschlossen, weist diese über
Afghanistan hinaus in den Iran, aber auch nach Kashmir hinüber;
umfasst demnach das Terrain, das nach dem 11. September 2001
plötzlich als Krisenbogen wahrgenommen wurde. Kulturelle oder
politische Kontexte liegen indessen auch den Siebdruck-Wortbildern
zugrunde, die Schwartz ausgewählten Fotografien beistellt oder als
eigenständige Werke zeigt. Zur Ausstellung erscheint beim Londoner
Verlag Thames and Hudson das Künstlerbuch “Travelling through the
Eye of History”.
Kurator: Simon Maurer
4. Juli bis 16. August 2009
Werk- und Atelierstipendien der Stadt
Zürich
Das Helmhaus Zürich präsentiert jährlich Arbeiten von
Künstlerinnen und Künstlern, die sich um Werk- und
Atelierstipendien der Stadt Zürich bewerben. Die Jurierung erfolgt
vor den Originalwerken derjenigen Künstlerinnen und Künstler, die
sich für eine zweite Juryrunde qualifizieren konnten. Das
Präsidialdepartement vergibt dieses Jahr Ateliers in Genua, Kairo,
Kunming, New York, Paris und San Francisco. Die Jury besteht aus
drei Mitgliedern der Kommission für Bildende Kunst und zwei
Gastjuroren.
Organisation: Eva Wagner und Mitglieder der Kommission für
Bildende Kunst der Stadt Zürich
6. September bis 25. Oktober 2009
Lange Nacht der Museen: 5. September 2009
Ursula Biemann Hannes Rickli
Ursula Biemann
Videogeografien
Die investigativen Videoessays von Ursula Biemann setzen sich
mit Themen der Mobilität und der Migration auseinander. Bestehende
und eigens generierte Wissensquellen organisiert die Zürcherin zu
vielstimmigen ästhetischen Montagen. In einer Art künstlerischer
Feldforschung untersucht sie umstrittene Territorien der Welt und
formuliert komplexe humane Geografien, mit all ihren Nebenwirkungen
und undokumentierten Bewegungen.
Kurator: Simon Maurer
Hannes Rickli
Videogramme
Der Zürcher Künstler Hannes Rickli untersucht in seiner
Arbeit Bruchstellen der Alltagsästhetik. Der Ausstellung
"Videogramme" liegt wissenschaftliches, audiovisuelles Material aus
der Verhaltensforschung bei Insekten und Fischen zu Grunde. Der
Transfer in den Kunstraum legt ein Potenzial möglicher Erzählungen
frei: Naturwissenschaftliche und künstlerische Argumente
überschneiden sich und geraten miteinander in ein produktives
Spannungsverhältnis.
Kurator: Simon Maurer
13. November 2009 bis 17. Januar 2010
WELT – BILDER
3
Wie sehen Künstlerinnen und Künstler, die mit den Mitteln der
Fotografie arbeiten, die Welt? Welche Weltbilder kommen in ihren
Bildwelten zum Ausdruck? Acht exemplarische Positionen stehen für
individuelle WELT – BILDER: individuell in ihrer
künstlerischen Ausdrucksweise, spezifisch in ihrer Thematik und
ihrer sozialen und geographischen Situierung. Die Ausstellungreihe
der WELT – BILDER, die wir 2005 begonnen haben, wird nun
fortgesetzt. Die Bücher, die im Verlag für moderne Kunst Nürnberg
zu Teil eins und zwei erschienen sind, werden ergänzt um einen
dritten Band.
Kuratoren: Andreas Fiedler und Simon Maurer.
Änderungen vorbehalten
Jahresprogramm 2008
23. Februar bis 20. April 2008
Manon - Eine Person
Mythen sind oft schlecht erforscht. Zum ersten Mal wird hier
das Werk der Zürcher Performance-, Foto-, Objekt- und
Installationskünstlerin Manon im Überblick präsentiert. Mit
Arbeiten, die sie berühmt gemacht haben, aber auch mit bisher
unveröffentlichten und neuen Werken. Manon, die sich selber
inszeniert, in Rollen schlüpft und die Masken wieder abstreift:
Anfangs rebellisch, später reflektiert, befragt sie in ihrer Kunst
modellhaft eigene und fremde Identitäten im Dreieck zwischen
Repräsentation, Projektion und Identifikation. Ihr Werk schillert
in der Ambivalenz von Dominanz und Unterwerfung, von Stärke und
Schwäche, von Schau und Scheu. Die Ausstellung und ein parallel
dazu im Verlag Scheidegger& Spiess, Zürich, erscheinendes Buch
weisen Manon auch für ein jüngeres Publikum als Pionierfigur aus.
Die bisher umfangreichste Publikation über Manon enthält alle
gültigen Arbeiten von 1973 bis heute, sowie Essays von fünf
namhaften AutorInnen. Kuratiert von Brigitte Ulmer in
Zusammenarbeit mit Simon Maurer. Das Projekt entsteht in
Zusammenarbeit mit dem Swiss Institute, New York . Ausstellung: 28.
April bis 13. Juni 2009, kuratiert von Gianni Jetzer.
16. Mai bis 13. Juli 2008
balls & brains
Anstösse zur Fussballkunst
Parallel zur UEFA EURO 2008 ist die Ausstellung vielschichtig
orientiert: Von Sport-, Kultur- und Reportagejournalisten und von
KünstlerInnen recherchierte Arbeiten über wenig ausgeleuchtete
Themen des Fussballs (es gibt sie!) sind mit Arbeiten in
traditionellen künstlerischen Medien kombiniert. Darüber hinaus
sind die BesucherInnen eingeladen, sich aktiv auf dem Spielfeld der
Ausstellung zu bewegen. Nachdenken, entdecken, schwitzen: Das alles
ist drin in diesem Organismus einer Ausstellung, die überdies von
Veranstaltungen theatralischer und hochprozentig ernster Art
flankiert wird und in ihrem Unterbau, in der Halles des Helmhaus,
das Public Viewing und eine vom Popkredit der Stadt Zürich
programmierte Kleinbühne mit beherbergt.
Kuratoren: Simon Maurer in Zusammenarbeit mit Daniel
Binggeli.
9. August bis 28. September
2008 Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich 2008
Seit 1993 präsentiert das Helmhaus Zürich Arbeiten von
Künstlerinnen und Künstlern, die sich um Werk und Atelierstipendien
der Stadt Zürich bewerben. Die Jurierung erfolgt vor den
Originalwerken derjenigen Künstlerinnen und Künstler, die sich für
eine zweite Juryrunde qualifizieren konnten. Das
Präsidialdepartement vergibt dieses Jahr Ateliers in Genua, Kunming
(China), Paris, New York, San Francisco und Varanasi (Indien).
Organisation: Eva Wagner und Mitglieder der Kommission für
Bildende Kunst der Stadt Zürich
24. Oktober 2008 bis 18. Januar 2009
Roman Signer: Projektionen
16 Jahre nach Roman Signers erstem Auftritt 1992 mit einer
Installation in einem Stockwerk des Helmhaus Zürich kehrt der
mittlerweile weltweit gefragte Künstler im Jahr seines 70.
Geburtstags mit einem Kernthema seines Werks und mit Arbeiten aus
dem Jahr 1993 bis heute ins Helmhaus zurück: zeigt erstmals an die
dreissig Videofilme (und voraussichtlich zwei Super-8 Filme)
zeitgleich in allen verdunkelten Sälen des Helmhaus Zürich.
Sinnfällig wird dabei Signers Umgang mit Zeit, mit Bewegung und
Stillstand, mit Materie, mit Verdichtung und Zerstreuung, mit
Philosophie, mit Werden und Vergehen. Der Titel steht für den
visionären, prospektiven Charakter seiner Arbeit, die sich
schliesslich - und meist recht plangemäss - nach seinen
Vorstellungen realisiert. Die bewegten Bilderfindungen, die Roman
Signer in seinen Arbeiten antizipiert und realisiert, kommen im
parallel erscheinenden Buch zum Stillstand, das vom Zürcher
Graphiker Peter Zimmermann gestaltet und im Steidl Verlag,
Göttingen, und im Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich,
erscheint.
Kurator: Simon Maurer