Navigation - Zürich - ein kulturelles Zentrum




Mexiko: Teotihuacan

Stuckkopf in der Ausstellung "Buddhas Paradies"

Geheimnisvolle Pyramidenstadt

Werner Abegg Saal
21. Februar bis 30. Mai 2010


Teotihuacan war einst die grösste Stadt im präkolumbischen Amerika – eine kosmopolitische Metropole mit einzigartigen Monumentalbauten. Zwischen 100 und 650 n. Chr., also bereits rund 1000 Jahre vor den Azteken, war die Stadt eine kulturelle und wirtschaftliche Grossmacht, die den gesamten mesoamerikanischen Raum beeinflusste.

Eine breite Prozessionsstrasse bildete die Hauptachse der schachbrettartig angelegten Stadt. Sie verband die beiden gewaltigsten Bauwerke Mittelamerikas: die Pyramide der Sonne und die Pyramide des Mondes. Diese wurden von zahlreichen Tempelplattformen und Palastkomplexen flankiert. Malereien mit reichhaltiger Symbolik, in kräftigen Farben auf den noch feuchten Putz aufgetragen, schmückten ihre Wände. Die Stadt war unterteilt in Wohnbereiche und Handwerksviertel, aber auch in Quartiere, in denen Menschen aus anderen Gebieten Mexikos wohnten, die viel von ihrer heimatlichen Kultur beibehalten hatten.

Die Blütezeit von Teotihuacan währte über 500 Jahre, bis es im 7. Jahrhundert zu einer verheerenden Brandkatastrophe kam, welche den Niedergang der Pyramidenstadt einleitete. Zur Zeit der Azteken, im 15. und 16. Jahrhundert, lag die Stadt schon seit fast einem Jahrtausend in Trümmern. Die Azteken waren es, die diesem geheimnisvollen Ort den Namen gaben: Teotihuacan, der Ort, «an dem man zu Gott wird». Gemäss ihrer Schöpfungsmythologie wurde hier die Welt erschaffen.

Die Ausstellung präsentiert rund 450 Objekte aus Mexiko: farbenprächtige Wandmalereien, kostbare Tongefässe, Steinskulpturen, aus Obsidian geschnittene Figuren und wunderbaren Schmuck. Die Schau ermöglicht zudem einen ersten Blick auf kürzlich entdeckte, spektakuläre Funde wie die prachtvollen Opfergaben aus der Sonnen- und Mondpyramide sowie aus dem Tempel der Gefiederten Schlange.

Und dennoch: Nur ein winziger Bruchteil von Teotihuacan ist bis jetzt erforscht. Noch immer umweht ein Hauch des Rätselhaften diesen Ort.

Mit dieser grandiosen Sonderausstellung feiert Mexiko im Jahr 2010 das 200-Jahr-Jubiläum seiner Unabhängigkeit und das 100-Jahr-Jubiläum der mexikanischen Revolution.

Mit Unterstützung der Vontobel-Stiftung und von Thomas Schmidheiny


Teotihuacan, Mondpyramide

Die Ausstellung wurde konzipiert vom Consejo Nacional para la Cultura y las Artes und dem Instituto Nacional de Antropología e Historia, Mexiko, mit Unterstützung der Fundación Televisa A.C.
Eine Gemeinschaftsproduktion des Musée du quai Branly, Paris, mit dem Museum Rietberg Zürich und dem Martin-Gropius-Bau, Berlin.

Hinweis
Mexiko-Fest im Rieterpark am Wochenende des  8. und 9. Mai 2010


Seite drucken    nach oben


Weitere Informationen

Öffentliche Führungen

Mittwoch, 18 Uhr
Donnerstag, 12.15 Uhr
Sonntag, 11 Uhr

Weitergehende Informationen

RailAway

RailAway Aktion

20% Ermässigung auf die Hin- und Rückfahrt nach Zürich HB, den Transfer und den Eintritt

Neu erschienen

Patolli: ein aztekisches Brettspiel

Patolli
Ein aztekisches Brettspiel

Weitere Informationen und Bestellung