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Medienmitteilungen
Polizeidepartement
8. Februar 2010
Kreis 5: Workshop-Teilnehmer befürworten ein Tag-/ Nachtregime
35 Organisationen sind beim Mitwirkungsprozess dabei
Mit einem Tag-/Nachtregime könnten der Verkehr und die Immissionen im Stadtkreis 5 vermindert werden. Zu diesem Fazit sind die Teilnehmenden der drei Workshops «Verkehr + Gestaltung innerer Kreis 5» gekommen. Vertreterinnen und Vertreter von rund 35 verschiedenen Organisationen haben unter Federführung der Dienstabteilung Verkehr und des Tiefbauamts der Stadt Zürich in konstruktivem Rahmen die Grundlagen für eine realisierbare Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sowie für eine gestalterische Aufwertung der Strassenräume gelegt.
Ein Tag-/Nachtregime soll es für den westlichen Teil des
inneren Kreises 5 (Gebiet innerhalb des Perimeters Sihlquai,
Hardstrasse, SBB-Gleisanlage) sein – so jedenfalls lautet der
Tenor der Workshop-Teilnehmenden. Für das Tagregime (03.00 Uhr
bis 22.00) sind im Vergleich zur heutigen Situation bei sieben
Strassenzügen die Fahrtrichtungen zu ändern. Damit wird der
Ausweichverkehr aus dem Quartier auf die Hauptstrassen geleitet.
Die Erreichbarkeit ist für Quartierbewohner beziehungsweise für
das Gewerbe (u.a. auch Zufahrten zu Restaurants) nach wie vor
gewährleistet und problemlos. Vom Nachtregime (22.00 bis 03.00
Uhr) im Perimeter
Limmatstrasse/Langstrasse/Gleisfeld/Hardstrasse, das nur der
Anwohnerschaft sowie (wo nötig) Zulieferern die Zufahrt erlaubt,
versprechen sich die Workshop-Teilnehmenden, dass in den
Nachtstunden der unerwünschte Parksuchverkehr effektiv
unterbunden werden kann. Damit dieses Nachtregime Wirkung zeigt,
sind in einigen wenigen Strassenzügen Regimeänderungen im
Vergleich zum Tagregime vorzunehmen. Zudem sind Barrieren oder
versenkbare Poller sowie bewachte Zufahrtspforten einzurichten.
Überdies sind im ganzen Geviert Bestrebungen im Gange, die
Gestaltung des Strassenraumes zu verbessern. So stiessen etwa die
Aufwertungsideen für den Platz an der Ecke
Langstrasse/Josefstrasse auf breite Zustimmung. Ebenfalls positiv
bewertet haben die Teilnehmenden eine Ausweitung der
Begegnungszone an der Josefstrasse zwischen Luisenstrasse und
Röntgenplatz.
Mehr Räume für Fussgängerinnen und Fussgänger
Nebst der Unterbindung des Ausweichverkehrs standen der
Fuss- und der Veloverkehr im Mittelpunkt der Workshops, wobei vor
allem die Umsetzung der im kommunalen Verkehrsplan enthaltenen
Verbindungen erstrebenswert ist. Die Aufenthalts- und
Fortbewegungsqualität für Fussgängerinnen und Fussgänger kann in
erster Linie mit gestalterischen Massnahmen verbessert werden.
Für Velofahrende soll ein engmaschiges Veloroutennetz entstehen:
u.a. durch Öffnen von Einbahnstrassen für Velofahrende im
Gegenverkehr. Eine weitere Aufwertung könnte darin bestehen, dass
beispielsweise die Mattengasse als Veloverbindung aufgenommen
wird – als Alternative zu der von Velofahrenden unattraktiv und
problematisch zu befahrenden Langstrasse.
Ausschreibung mit Betroffenen vorbereiten
Die involvierten Verwaltungsstellen haben wertvolle
Hinweise und Inputs erhalten, welche Bedürfnisse für die
Workshop-Teilnehmenden entscheidend sind, damit eine
realisierbare Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sowie eine
gestalterische Aufwertung der Strassenräume erzielt werden kann.
Die Anliegen und Wünsche der einzelnen Anspruchsgruppen fliessen
nun bei der weiteren Planung ein. Um den Anliegen der
Bewohnerinnen und Bewohner sowie dem Gewerbe im betreffenden
Gebiet gerecht zu werden, wird für die detaillierte Vorbereitung
der verkehrlichen Ausschreibung zusätzlich eine mit den örtlichen
Verhältnissen bestens vertraute Begleitgruppe eingesetzt.
Die gestalterische Aufwertung der Strassenräume erfolgt im
Rahmen von dringend notwendigen Tiefbauarbeiten oder auch mittels
Strassenprojekten. Für die verkehrlichen Massnahmen ist eine
öffentliche Ausschreibung zwingend notwendig. Da gegen diese
Ausschreibung Rechtsmittel ergriffen werden können, steht zum
heutigen Zeitpunkt nicht fest, wann eine Verbesserung der
Verkehrsverhältnisse wirklich umgesetzt werden kann.
Thema: Bauen, Bevölkerung
Organisationseinheit: Dienstabteilung Verkehr

