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Gleichstellungspreis
Gleichstellungspreis 2011 für LoRa-Frauenredaktion
Auf Vorschlag der Gleichstellungspreis-Jury verllieh der Stadtrat den Gleichstellungspreis 2011 an die Frauenredaktion des Lokalradios LoRa.
Die Preis-Übergabe fand am 14. November an einer Feier im Stadthaus Zürich statt.
Der Stadtrat würdigt mit dem Gleichstellungspreis der Stadt Zürich einmal pro Jahr ausserordentliche Leistungen auf dem Gebiet der Gleichstellung von Frau und Mann. Der Gleichstellungspreis ist ein Förderpreis. Zusätzlich kann der Stadtrat auch einen Anerkennungspreis, die «Susanna-Orelli-Auszeichnung», vergeben.
Förderpreis
Der Förderpreis beträgt 20‘000 Franken und ist für nicht-staatliche Organisationen, Gruppierungen oder Einzelpersonen aus dem Non-Profitbereich vorgesehen. Der Preis kann zum Beispiel für Projekte verliehen werden, die das Rollenspektrum von Jungen und Mädchen vergrössern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern oder zum Abbau geschlechtsspezifischer Diskriminierungen beitragen.
Anerkennungspreis «Susanna-Orelli-Auszeichnung»
Der Anerkennungspreis mit dem Namen «Susanna-Orelli-Auszeichnung» kann an Unternehmen oder Einzelpersonen aus der Privatwirtschaft, die sich in besonderem Masse für die Gleichstellung einsetzen, vergeben werden. Die Auszeichnung erinnert an die Zürcher Pionierin Susanna Orelli, die vor über 100 Jahren für eine Besserstellung der weiblichen Angestellten kämpfte.
Bedingungen
Voraussetzung für den Förderpreis wie den Anerkennungspreis sind Wohn- bzw. Firmensitz in der Stadt Zürich und Aktivitäten mit Bezug zur Stadt Zürich.
Für Förderpreis wie Anerkennungspreis kann eine eigene Bewerbung eingereicht werden oder es kann eine andere Person, Gruppe, Firma dafür vorgeschlagen werden.
mögliche Themen
Preiswürdig sind Aktivitäten (Projekte oder andauernde Leistungen), die zur Gleichstellung von Frau und Mann in der Stadt Zürich beitragen. Dies können zum Beispiel Aktivitäten auf folgenden Gebieten sein:
- Wirtschaft/Arbeit: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, familienfreundliche Personalpolitik, Lohngleichheit, gerechte Verteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit, Förderung einer ausgewogenen Geschlechterverteilung im Kader, Qualifizierungsmassnahmen für Migrantinnen
- Aus- und Weiterbildung: gendersensibler Unterricht oder Lehrmittel, Förderung einer breiten Berufswahl bei Mädchen und Jungen, betriebliche Weiterbildungsmassnahmen zur Förderung der Gleichstellung
- Mädchen- und Bubenarbeit: Projekte, die den Handlungsspielraum von Mädchen und Jungen erweitern sowie gängige Rollenmuster hinterfragen
- Abbau von Gewalt: Bekämpfung von häuslicher Gewalt, Präventionsmassnahmen gegen sexuelle Belästigung, geschlechtsspezifische Gewaltprävention bei Mädchen und Jungen, Förderung von Frauenrechten
- Medien/Kultur: kritische Auseinandersetzung mit gängigen Frauen- und Männerbildern sowie mit Sexismus in Sprache und Werbung
- Politik: Förderung einer ausgewogenen Partizipation von Frauen und Männern
Jury
Eine Jury überprüft die eingegangenen Bewerbungen und unterbreitet dem Stadtrat Vorschläge für die Auszeichnungen. Sie steht zurzeit unter dem Vorsitz von Stadtrat Gerold Lauber. Die Jurymitglieder sind Fachleute und Persönlichkeiten, die sich für die Gleichstellung von Frau und Mann engagieren. Sie werden vom Stadtrat gewählt.
Sekretariat
Das Sekretariat des Gleichstellungspreises wird von der Fachstelle für Gleichstellung geführt. Sie leitet die eingegangenen Bewerbungen an die Jury weiter, koordiniert die Sitzungen und organisiert die Feier.

