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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Fussballstadt Zürich
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Vorsteher Schul- und Sportdepartement Gerold Lauber
Es hätte an dieser Stelle ein kleiner Beitrag zur werden sollen.
Aus Aktualität habe ich diesen aufs Eis gelegt und mich für eine
kleine Referenz an Zürich als Fussballstadt entschieden. Wir
wissen: unsere Stadt ist bereits und für mindestens zwölf Monate
die Hochburg des europäischen Ice-Hockeys. Und nun hatten wir am
letzten Sonntag noch den grossen Fussballtag. Der FC Zürich wurde
Schweizermeister 2009, zum dritten Mal innert vier Jahren. Zürich
ist wieder Fussballstadt.
Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass GC, der
alte Stadtrivale, dem FCZ die Meisterkrone servierte; durch einen
ungefährdeten und verdienten Sieg über das grosse Basel. Es können
sich also alle Zürcherinnen und Zürcher freuen, speziell
diejenigen, welche nicht biologisch prädisponiert sind und entweder
als GC- oder FCZ-Fans geboren wurden. Natürlich hätte der FCZ es
auch noch später, im letzten Match und aus eigener Kraft richten
können. Doch für die Zürcher Volksseele hätte die Dramaturgie nicht
besser gestaltet werden können. Spannung ist gut, zuviel Risiko
manchmal schlecht. Es wurden schon Meistertitel in der letzten
Minute der Nachspielzeit vergeben.
Auch GC-Fans dürfen sich freuen und feiern. Leider waren im
Letzigrund am Sonntag nicht allzu viele Zuschauer anzutreffen. Für
das letzte Spiel und Derby am nächsten Freitag wünsche ich mir ein
ausverkauftes Stadion, attraktiven Fussball und eine friedliche
Stimmung. Die FCZ-Fans haben bereits etwas geübt und am
Sonntagabend die Hauptprobe bestanden. Freude und Ausgelassenheit
prägten das Bild, nicht Krawalle und Rabatz. Herrlich. So kann sich
eine friedliche, sportbegeisterte grosse Fanstadt Zürich auf die
Meisterfeier freuen, die für einmal nicht zwingend durch den
Nachtwächter ein abruptes Ende finden muss.
Gerold Lauber
Vorsteher Schul- und Sportdepartement

