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Badangestellte sorgen für Sicherheit

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In Zürichs Hallenbädern sorgen 40 Mitarbeitende für einen reibungslosen Betrieb. Im Sommer wird das Team in den Freibädern mit weiteren 130 Personen professionell unterstützt. Ihre wichtigsten Aufgaben, neben Arbeiten im Hygienebereich, Technik und der Kundenbetreuung, ist die Überwachung des Badebetriebs, um sofort für professionelle Hilfe zur Stelle zu sein.

Die Badangestellten leisten durchschnittlich 7'000 Hilfeleistungen pro Jahr, davon rund 40 lebensrettende Einsätze. Die Sicherheit der Badegäste hat für das Sportamt höchste Priorität. Deshalb wendet die Stadt Zürich jährlich Millionen von Franken für den baulichen Unterhalt auf, um die Infrastruktur sicher zu halten.

Sicherheit zu gewährleisten zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Badangestellten. Jede Badeanlage verfügt über einen Notfallrucksack. In diesem sind ein Defibrillator, Sauerstoffflaschen, Halskragen und viele weitere Hilfsmittel vorhanden. Die Angestellten nehmen regelmässig an anspruchsvollen Ausbildungen und Trainings teil, damit sie bei einem Notfall kompetent und fit reagieren können.


Ausbildung

Das Sportamt verfügt über ein wegweisendes Ausbildungskonzept für Badangestellte. Neue Mitarbeitende werden unabhängig ihrer Qualifikationen und ihres Leistungsausweises zu einer Prüfung aufgeboten. Dieser Test ist Bedingung für eine Anstellung. Während dem Jahr werden alle Badangestellten 1 bis 3 Tage geschult. Zusätzlich überprüfen sie mit einem speziellen Handbuch regelmässig ihr Wissen im Selbststudium. Die Ausbildung ist in folgende fünf Hauptbereiche gegliedert:

  • Bergung und Rettung
  • Hygiene (Umgebungshygiene, Wasseraufbereitung)
  • Kundenbetreuung/Kasse
  • Sanität
  • Wassersport  


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Ausbildungskontrolle

Die Leistungsziele werden kontinuierlich mittels praktischer Prüfungen überwacht.

Monatliche Ausbildungskontrolle
Diese Kontrolle wird nach exakt definierten Vorgaben in der jeweiligen Badeanlage realitätsnah durchgeführt. Sie hat zum Ziel die allgemeine Fitness und die Rettungskompetenz auf hohem Niveau zu erhalten und umfasst folgende Inhalte:

  • Distanzschwimmen
  • Tauchen
  • Anlagespezifischer Rettungsparcours mit Herzmassage sowie Anwendung von Sauerstoff und Defibrillator (AED)

Jährliche Ausbildungskontrolle
Die gesamtheitliche Ausbildungskontrolle findet jeweils Ende Mai anlässlich der «Badi-Cup» Qualifikation statt. Der gesamte Ausbildungsstand wird in allen Hauptbereichen mittels praktischen und theoretischen Prüfungen getestet. Der öffentliche Wettkampf zwischen den Badi-Teams findet im August statt.

Die Massnahmen für Sicherheit gehen in der Stadt Zürich über die Norm des Verbandes Hallen- und Freibäder VHF hinaus. In den Zürcher Badeanlagen wird im Vergleich überdurchschnittlich viel Aufsichtspersonal eingesetzt, die Schulung ist intensiver und die Mindestanforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit sind landesweit überdurchschnittlich. 


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Berufsbild Fachmann / Fachfrau Badeanlagen

Die Interessensgemeinschaft für die Berufsausbildung von Badfachleuten der Schweiz (igba) bietet dreistufige Ausbildungen an. Das Sportamt hat die Entwicklung massgeblich unterstützt.


1. Arbeitsgebiet (Zielgruppen, Ansprechpartner, Kunden)

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen ist eine praxisorientierte Berufsperson mit breitem Fachwissen über das gesamte Spektrum der Badbranche (Freizeit, Sport, Gesundheit und Erholung). Er/Sie bietet Gewähr für einen sicheren, zeitgemässen und kundenorientierten Badebetrieb. Zu den Kunden gehören die gesamte Bevölkerung sowie öffentliche und private Institutionen (z.B. Vereinssport, Schulen, Gesundheitswesen, Unternehmen)

2. Wichtigste berufliche Handlungskompetenzen

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen ist fähig:

  • ein Team partizipativ zu führen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Er erkennt Probleme mit Kunden oder im Team und ist fähig, die richtigen Massnahmen einzu- leiten und umzusetzen.
  • die finanzielle Verantwortung für eine Badeanlagen oder einen Teil davon zu übernehmen. Er kann in seinem Bereich ein Qualitätskonzept umsetzen und die gesetzten Finanzziele mit Marketingmassnahmen stützen und mittels eines Kennzahlencockpits kontrollieren. Unfallgefahren (Badebetrieb, Hygiene, Anlagen, Installationen) zu erkennen und zu vermeiden und für eine wirkungsvolle Wasser- und Betriebsaufsicht, resp. eine erfolgreiche Wasserrettung Rettung zu sorgen.
  • die haustechnischen Anlagen und Installationen (Heizung, Lüftung, Wasseraufbereitung) nach ökologischen und ökonomischen Grundsätzen zu betreiben und zu unterhalten, diese ausser Betrieb zu nehmen und bei Störungen adäquate Massnahmen einzuleiten.
  • administrative Tätigkeiten so aufzubereiten, dass er/sie gegenüber Kunden, Mitarbeitenden und Vorgesetzten kompetent kommunizieren kann.

3. Berufsausübung (Arbeitsumfeld, Arbeitsbedingungen)

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen übt seine/ihre beruflichen Aktivitäten saisonal oder ganzjährig aus. Er/sie  arbeitet in einem Sommerbad (Becken, See und Fluss) hauptsächlich im Freien, im Hallenbad hingegen mehrheitlich in einem Gebäude mit stabilem Klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit).

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen kann sowohl in gesamtverantwortlicher Funktion für eine Badeanlage als auch in verantwortlicher Position für ein zugewiesenes Fachgebiet (z.B. Haustechnik, Hygiene, Aufsicht) tätig sein. Er/sie verfügt branchenübergreifendes Fachwissen und kann dieses richtig interpretieren und adäquat in der Praxis umsetzen.

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen entwickelt seine/ihre Kenntnisse und Kompetenzen ständig weiter und ist dazu verpflichtet, mindestens alle zwei Jahre die eigene Rettungskompetenz überprüfen zu lassen.

4. Beitrag des Berufes an Gesellschaft und Wirtschaft

Ein Fachmann/eine Fachfrau Badeanlagen leistet einen wertvollen Beitrag für eine gesunde und sinnvolle Freizeitgestaltung der Bevölkerung. Zusätzlich hilft er/sie mit, dem organisierten Breiten- und Spitzensport, dem Gesundheitswesen (Prävention, Rehabilitation) sowie dem Umweltschutz zeitgemässe Sportstätten anzubieten.

Berufsbezeichnung in der Bildungsmatrix igba

Niveau 1 Basiskurs
Badangestellte/r Badeanlagen mit igba Testat

Niveau 2 BAKU                                           
Badangestellte/r Badeanlagen mit igba Diplom

Niveau 3a Fachausweis
Fachangestellte/r Badeanlagen mit igba Diplom

Niveau 3b Berufsprüfung           
Fachmann / Fachfrau Badeanlagen mit eidgenössischem Fachausweis


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Anforderungen und Einstieg für Badangestellte beim Sportamt

Sicherheit und Hygiene haben in den Stadtzürcher Badeanlagen erste Priorität. Rund 170 Badangestellte sorgen Sommer und Winter für einen angenehmen, sicheren Betrieb. Wir freuen uns, wenn Sie uns unterstützen möchten.


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Weitere Informationen

Sportamt

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Kontakt

Sportamt

Abteilung Badeanlagen
Tödistrasse 48
Postfach 2108
8027 Zürich
Telefon 044 413 93 74

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