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Schulraumprognosen
Entwicklung der Anzahl Schülerinnen und Schüler
Im Schuljahr 2011/12 besuchen etwas mehr als 26'500 Kinder und Jugendliche die Volksschule der Stadt Zürich. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um rund 350 Kinder. Im gleichen Zeitraum hat die Anzahl der Abteilungen um 16 zugenommen.
Die Gesamtzahl von Kindern und Jugendlichen, die eine Regelklasse der Volksschule oder einen städtischen Kindergarten besuchen, dürfte in den nächsten Jahren schrittweise weiter zunehmen.
Die stärkste Zunahme wird in den Jahren zwischen 2013 und 2015 erwartet. Ein Teil der Zunahme ist auf die starke Wohnbautätigkeit zurückzuführen, ein anderer Teil darauf, dass von 2014 bis 2020 aufgrund der Verschiebung des Einschulungstermins jeweils etwas grössere Jahrgänge das Kindergarten- und etwas später auch das Schulalter erreichen werden.
Veränderung SchülerInnenzahlen (inkl. KG) im Vergleich zum Vorjahr 1%
Mittelfristige Entwicklung SchülerInnenzahlen (inkl. KG): Prognose 2015/16 6%
Langfristige Entwicklung SchülerInnenzahlen (inkl. KG): Prognose 2019/20 11%
Handlungsbedarf
Handlungsbedarf Zürich-Affoltern
In Unteraffoltern wird im Einzugsgebiet der Schulen Im Isengrind, Pavillonschule Ruggächer und Schulhaus Blumenfeld bis 2019/20 ein weiterer starker Anstieg der Anzahl PrimarschülerInnen erwartet.
Mit der Aufstockung der zwei Pavillons Ruggächer und der Bereitstellung des Pavillons Im Isengrind können die Schulraumbedürfnisse für das nächste Schuljahr abgedeckt werden.
Die Schulanlage Blumenfeld inkl. Sporthalle ist im AFP (Aufgaben- und Finanzplan) als bewilligt enthalten. Sie wird im Frühling 2016 fertiggestellt. Bis zur Eröffnung der Schule Blumenfeld müssen allenfalls nochmals zusätzliche Klassen untergebracht werden.
Entwicklungsgebiet Zürich-West
Im Entwicklungsgebiet Zürich-West wird sowohl mittel- wie auch langfristig mit einer starken Zunahme der Anzahl Schülerinnen gerechnet. Allein in den nächsten beiden Jahren werden insgesamt rund 680 Wohnungen erstellt. Nach dem Bezug der Wohnungen im Hard Turm Park und im Toni-Areal sowie der Überbauungen Coop- und Maag-Areal ist mit einem Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen.
Weitere 600 Wohnungen dürften zwischen 2014 und 2018 dazukommen. Schulraumplanerisch entscheidend ist insbesondere die Terminierung der Wohnungen beim Stadion Hardturm. Hier wird die Stiftung «Wohnungen für kinderreiche Familien» 50 Wohnungen realisieren.
Auf dem gleichen Areal werden 115 weitere Wohnungen der städtischen Liegenschaftenverwaltung entstehen. Entsprechend ist mit einem deutlichen Zuwachs der Kinderzahlen zu rechnen. Aus Sicht Schulraumplanung ist entscheidend, dass der Schulraum im Quartier Zürich West zum Zeitpunkt des Bezugs der Wohnungen bereit steht.
Gebietsentwicklung Manegg
Das Entwicklungsgebiet Manegg liegt auf Wollishofer Boden, wird aber in schulraumplanerischer Hinsicht auf das Quartier Leimbach ausgerichtet. Hier sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1‘000 Wohnungen entstehen.
Für die Kinder (Kindergarten, Unterstufe und Mittelstufe) aus dem Entwicklungsgebiet Manegg soll auf dem Areal selbst das Schulhaus «Allmend» realisiert werden. Die wachsenden Schülerzahlen im übrigen Gebiet Leimbachs werden im Schulhaus Leimbach / Bruederwies aufgefangen.
Gebietsentwicklung Letzi / Zollfreilager
Ab ca. 2016 ist im Gebiet des ehemaligen Zollfreilagers mit umfangreicher Wohnbautätigkeit zu rechnen; geplant sind mehr als 1000 Wohnungen. Die Strategie geht davon aus, dass zusätzliche SchülerInnen in einem ersten Schritt in den bestehenden Gebäuden untergebracht werden können, welche als Übergangslösung mit Pavillonbauten ergänzt werden. Langfristig ist eine neue Schulanlage notwendig.
Sobald die Umsetzung der Gebietsentwicklung Letzi konkret wird und nähere Details bekannt sind, muss die Schulraumstrategie für das Gebiet Zollfreilager überprüft und allenfalls angepasst werden. Insbesondere ist die Terminierung der definitiven Schulanlage zu klären.
Strategie Schwamendingen West
Im Schulkreis Schwamendingen besteht aufgrund verschiedener Einflussfaktoren eine anspruchsvolle Ausgangslage bzgl. der Schulraumplanung:
- Einhausung Schwamendingen 2015 – 2020. Es wird eine Erneuerung und Verdichtung der angrenzenden Genossenschaften entlang des Autobahnteilstückes erwartet.
- Entwicklungsgebiet Leutschenbach-Mitte / Thurgauerstrasse. Es ist mit zahlreichen zusätzlichen Wohnungen zu rechnen, was einen zusätzlichen Bedarf nach Schulraum auslöst. Auf dem Areal Thurgauerstrasse befindet sich auch ein Reservestandort für ein Schulhaus.
- Mit dem Bezug der Siedlung «Mehr als Wohnen» wird voraussichtlich die Kapazitätsgrenze des Schulhaus Leutschenbach erreicht. Zudem steigt mit dem Ausbau der Siedlung «Am Glattbogen» der Bedarf an Kindergarten- und Primarschulraum weiter an.
Damit Schulraum am rechten Ort und in geeignetem Umfang geplant werden kann, wird unter der Federführung der IMMO eine Strategie Schwamendingen West erstellt.
Erweiterung Tagesstrukturen
Der Ausbau der Tagesstrukturen ist die grosse Herausforderung der Volksschule für die nächsten Jahre. Es ist davon auszugehen, dass bis 2020 rund 10'000 zusätzliche Betreuungsplätze bereitgestellt werden müssen. Dies ist nur möglich, indem einerseits in den bestehenden Räumen zusätzliche Plätze angeboten werden und andererseits zusätzlicher Raum bereitgestellt wird. Der Ausbau ist in hohem Mass kostenrelevant.
Pavillonplanung
Aktuell bestehen auf den städtischen Schulanlagen total 30 Pavillons. Angesichts des hohen Raumdruckes durch die Entwicklung der SchülerInnenzahlen und durch den steigenden Raumbedarf pro Abteilung sollen auch in Zukunft bei Bedarf neue Pavillons angeschafft werden können.
Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass in den nächsten acht Jahren an bis zu 25 Standorten Pavillons notwendig sind. Ein kleiner Teil davon kann durch Verschiebungen bereitgestellt werden.

