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Mai 2009

Persönlich-Kolumne: Für bessere Lebensqualität

Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich

Ruth Genner, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

Ruth Genner, Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

Bis vor wenigen Tagen erlebten wir eine unhaltbare Situation: Nationale Autobahnabschnitte wurden quer durch die Wohngebiete von Zürich verbunden! Das 40 Jahre geltende Konzept «Westtangente» richtete die Autoverkehrskapazitäten der Stadt Zürich auf den innerstädtischen Verkehr und den grossen Durchgangsverkehr aus.

Jetzt wurde der Durchgangsverkehr auf die Westumfahrung bzw. durch den Uetlibergtunnel verlagert. Mit verschiedenen Begleitmassnahmen haben wir deshalb die Strassenkapazitäten in Zürich dem innerstädtischen Verkehr angepasst.

Diese Begleit- oder flankierenden Massnahmen sind wichtig für unsere Lebensqualität. Sie zeigen auch den beispielhaften Umgang unserer Verkehrsplaner mit dem knappen öffentlichen Raum. In Zürich sollen alle gut vorwärts kommen: zu Fuss oder mit Gehhilfen, auf dem Velo oder mit Tram und Bus. Oder im Auto für den notwendigen innerstädtischen Verkehr, beispielsweise fürs Gewerbe oder für Taxifahrer.

Der öffentliche Raum ist aber mehr als Verkehrsfläche. Spazieren, Einkaufen, Entspannen oder ein Mittagsbrot verzehren, zusammen diskutieren oder Spielen: Die Stadt ist auch Lebensraum. Seit einigen Jahren wird das Angebot an Plätzen oder Grünanlagen erhöht. Wir schaffen unzählige Nischen, wo Leben draussen stattfinden kann.

Nebst dem Recht, von aussen direkt in die Stadt Zürich zu fahren, gibt es auch das Recht, in der Stadt Zürich zu leben. Der städtische Alltag ist an vielen Orten noch immer geprägt durch Verkehrslärm oder Abgase. Als Stadträtin setze ich  mich dafür ein, dass Zürcherinnen und Zürcher, und ganz besonders Kinder, in einer gesunden Umgebung leben können. Mir ist klar, dass es noch viel zu tun gibt, zum Beispiel an der Rosengartenstrasse. Die Begleitmassnahmen zur Westumfahrung sind ein wichtiges Zeichen für die hohe Lebensqualität in Zürich.

Ruth Genner,
Vorsteherin Tiefbau- und Entsorgungsdepartement


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