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Die Anlagenstrategie im Detail

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Zukunftsentwicklung sicherstellen, Produktivität erhöhen, Potenzial nutzen

Garage Hardau 1969

Die Stadtentwicklung, das öV-Angebot und die rückwärtige VBZ-Infrastruktur sind eng miteinander verknüpft. Die Stadtentwicklung und das öV-Angebot beeinflussen sich gegenseitig. Dies sieht man gut am Tram Zürich-West, welches in Zürich West einen Bauboom ausgelöst hat. Steigt aber das Angebot, steigen auch die Anzahl Fahrzeuge. Und diese müssen abgestellt und unterhalten werden. Trotz eines markanten Leistungsausbaus in den letzten 40 Jahren wurden die Depot- und Garagenanlagen seit 1969 nicht mehr erweitert, 1997 wurde sogar das Tramdepot Burgwies stillgelegt.

Die Anlagenstrategie teilt sich in fünf strategische Stossrichtungen:

  1. Basis für die Anlagenstrategie ist die Angebotsstrategie 2025. In den nächsten Jahren werden das Tram Zürich-West und die Tramverbindung Hardbrücke in Betrieb genommen. Bis im Jahr 2025 rechnen die VBZ mit einer Fahrgastzunahme von +25%.
  2. Der Trend zu längeren Fahrzeugen setzt sich fort: Die klare Ausrichtung auf 43-m-Tramfahrzeuge schafft eine verbindliche Planungsgrundlage und in den nächsten Jahren werden zusätzliche Doppelgelenktrolleybusse eingesetzt. Diese Flottenstrategie bedingt mehr Abstellplatz.
  3. Kurze Wege zum Einsatzort sind von zentraler Bedeutung, sie erhöhen die Wirtschaftlichkeit. Die VBZ sind mit ihren Anlagen im Moment gut und zentral aufgestellt, diese Einsatzstrategie soll bestehen bleiben.
  4. Strategie für Instandhaltung und Unterhalt: Neue Fahrzeugtechnologien verändern die Unterhaltsmethoden. Eine Konzentration auf Kompetenzzentren wird geprüft, denn sie könnte Durchlaufzeiten verkürzen und die Produktivität erhöhen.
  5. Schliesslich versucht die Anlagenstrategie durch kluge Investitionen das Potenzial der der bestehenden Anlagen wirtschaftlicher zu nutzen.

Die Analysen haben bis jetzt gezeigt, dass die bestehenden VBZ-Areale das Potenzial aufweisen, die Entwicklungen bis zur Realisierung der Tramtangente Rosengarten (geplant auf 2020) mit gezielten Ausbaumassnahmen aufzunehmen bzw. zu bewältigen. Ein neues Tramdepot wird erst danach fällig, dieses soll an der Aargauerstrasse zu liegen kommen. Für die Umsetzung der Strategie sind zusätzlich zum normalen Unterhalt gezielte Investitionen in die Anlagen von 80 Mio. Franken notwendig. Die VBZ rechnen, dass sie mit diesen Investitionen die Produktivität im rückwärtigen Dienst um 10 Prozent steigern und die Betriebsfläche um 5000 m2 vergrössern können. Zur konkreten Umsetzung der Anlagenstrategie sind für die verschiedenen VBZ-Areale folgende Massnahmen geplant:

  • Zentralwerkstatt: Ausbau der Abstellkapazität für 25 bis 40 Trams.
  • Depot Oerlikon: Vollwertiges Tramdepot (Erweiterungsbau in der Ausführung)
  • Depot Irchel: Vollwertiges Tramdepot
  • Depot Kalkbreite: Vollwertiges Tramdepot mit der Möglichkeit, die Aussenanlage auch für die Abstellung von Trolleybussen nutzen zu können.
  • Depot Hard: Tram-Abstellanlage mit reduzierter Instandhaltung (Neubau geplant)
  • Depot Wollishofen: Tram-Abstellanlage mit reduzierter Instandhaltung. Die Anlage soll zudem für eine teilweise Nutzung durch Busse ausgelegt werden.
  • Garage Hardau: Abstellanlage Bus & Trolleybus, Ausbau der Werkstatt Bus & Trolleybus für Doppelgelenkbusse
  • Garage Hagenholz: Abstellanlage Bus, aus städtebaulichen Überlegungen prüft die Stadt eine lokale Verschiebung der Garage. Je nach den künftigen Rahmenbedingungen bleibt die Werkstatt Bus bestehen oder wird in die Hardau verlegt.
  • Garage Sonnental: Abstellanlage Bus

Damit Zürich auch in Zukunft lebenswert bleibt, braucht es einen gut funktionierenden öffentlichen Verkehr. Und dieser ist darauf angewiesen, die Fahrzeuge zentral und möglichst ökonomisch abstellen zu können. Dieses Ziel verfolgt die VBZ-Anlagenstrategie.



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