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2010
Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen (DRG). Auswirkungen auf die geriatrische Versorgung durch Spitex und Pflegeheime
10. Zürcher Geriatrieforum Waid - 2. Juli 2010
Das heutige Gesundheitswesen ist äusserst komplex. In der Praxis besteht eine enge Verflechtung von ambulanten Diensten, Spital-Dienstleistungen und Institutionen der Langzeitbetreuung. Veränderungen an einem Ort wirken sich auf die Dienstleistungen an einem anderen Ort aus.
Bis 2010 soll die Spitalfinanzierung auf eine neue Basis gestellt werden. Als Grundlage werden neu Fallpauschalen auf der Basis von Diagnose-bezognenen Gruppen, so genannte DRG, eingeführt. Für uns stellt sich die Frage, ob die Spitäler auch mit der Fallpauschalen-Finanzierung noch in der Lage sein werden, polymorbide, gebrechliche, hochbetagte Patientinnen und Patienten so zu behandeln, wie ihre gesundheitlichen Bedürfnisse es verlangen. Ein Blick über die Grenze nach Deutschland gibt Aufschluss darüber, welche Auswirkungen die Einführung von DRG dort zur Folge hatte.
Des Weiteren interessiert uns, wie sich die geplante Änderung der Spitalfinanzierung auf andere Institutionen der geriatrischen Versorgungskette auswirken wird: Zum Beispiel bei nachbehandelnden Institutionen, die im Altersbereich tätig sind, wie Spitex-Dienste sowie Pflege- und Altersheime. Werden diese Institutionen in Zukunft vermehrt Betreuungs-, Pflege- und Rehabilitationslasten tragen müssen? Wie können sie sich auf die neue Situation vorbereiten? Genügt ein quantitativer Ausbau oder braucht es qualitative Anpassungen? Wie sieht die Versorgung durch Spitex und Pflegeheime in zehn bis zwanzig Jaren aus?
Das 10. Geriatrieforum bleibt auch in dieser Jubiläumsveranstaltung seinen Prinzipien treu: Es richtet den Blick auf das Gesamtsystem und stellt die gesundheitlichen Bedürfnisse der geriatrischen Patientinnen und Patienten ins Zentrum.

