Bei bestimmten nicht dringlichen Notfalleinsätzen (Kategorie C) rücken bei Schutz & Rettung Zürich seit März 2024 Präklinische Fachspezialist*innen (PFS) aus. Die Gesundheitsdirektion Kanton Zürich erteilte Schutz & Rettung Zürich und den am Projekt beteiligten Rettungsdiensten die Bewilligung dazu.
Die Präklinischen Fachspezialist*innen sind allein, mit einem kleineren Fahrzeug und ohne Sondersignal unterwegs. Sie transportieren keine Patient*innen, haben aber durch die erweiterten Kompetenzen und zusätzlichen Materialien mehr Möglichkeiten, Patient*innen vor Ort zu untersuchen und zu behandeln.
Ihr Ziel ist, Patient*innen mit leichten Verletzungen oder Erkrankungen so weit medizinisch zu versorgen, dass sie zu Hause verbleiben können oder anschliessend selbst eine Ärzt*in oder eine Notfallpraxis aufsuchen könnten, ohne einen Rettungswagen zu beanspruchen. Sollte sich vor Ort herausstellen, dass doch ein Rettungswagen notwendig ist, so wird dieser aufgeboten.
Präklinische Fachspezialist*innen unterstützen auch bei der Organisation von Anschlusslösungen wie z. B. eine Überweisung an Hausärzt*innen oder eine Weiterbetreuung durch die Spitex.
Um die erforderlichen Fähigkeiten zu erwerben, existiert in der Präklinik keine klassische Aus- oder Weiterbildung. Bei Schutz & Rettung Zürich erwerben die PFS – alles ausgebildete, erfahrene dipl. Rettungssanitäter*innen HF – ihre Fähigkeiten durch unterschiedliche Weiterbildungen, Praktika und begleitetes Arbeiten in der Praxis. Daraus resultiert, dass der*die Arbeitgeber*in für den Kompetenzerwerb und die Kompetenzprüfung verantwortlich ist. Die Tätigkeit der PFS erfolgt in ärztlicher Delegation. Die ärztliche Leitung von SRZ überwacht die Arbeit der PFS und trägt auch die Verantwortung der delegierten Massnahmen. Der Ansatz ihres Handelns beruht auf einer breiten Anamnese und Abklärungen der Situation sowie einer erweiterten klinischen Untersuchung.
Die Mitarbeitenden sind eigenverantwortlich für ihre psychische und physische Verfassung, Schutz & Rettung Zürich unterstützt hierbei mit einem umfassenden Nachsorgekonzept – beispielsweise nach belastenden Einsätzen/Situationen.
Bei Schutz & Rettung Zürich (SRZ) rücken seit Anfang März 2024 bei bestimmten nicht dringlichen Notfalleinsätzen (Kategorie C) in der Stadt Zürich und in den 22 Vertragsgemeinden «Präklinische Fachspezialist*innen» (PFS) aus. Die Gesundheitsdirektion Kanton Zürich erteilte SRZ und den am Projekt beteiligten Rettungsdiensten Spital Bülach AG und Regio 144 AG die Bewilligung dazu. Präklinische Fachspezialist*innen sind erfahrene Dipl. Rettungssanitäter*innen HF, die zusätzlich einen mehrstufigen Kompetenzerwerb absolvieren.
Ihr Ziel ist, Patient*innen mit leichten Verletzungen oder Erkrankungen so weit medizinisch zu versorgen, dass sie zu Hause im gewohnten Umfeld verbleiben können oder dass sie anschliessend selbst eine Ärzt*in oder eine Notfallpraxis aufsuchen könnten, ohne einen Rettungswagen zu beanspruchen. PFS-Einsätze sind keine zusätzlichen Einsätze, sondern eine Anpassung der Einsatztaktik im Rettungsdienst: Wenn künftig PFS verfügbar sind, rücken diese aus – andernfalls bewältigen Rettungsdienst-Teams weiterhin solche Einsätze.
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