Du hast zwei fixe Studientage pro Woche, arbeitest Teilzeit in der ICT und in einer Aushilfsanstellung im Rettungsdienst. Wie schaffst du es, alles zu vereinbaren?
Früher war ich kein Planungsmensch, inzwischen hilft mir eine klare Struktur: To-do-Listen, feste Lernzeiten und fixe Tage geben mir den nötigen Überblick. Dabei bekomme ich grosse Unterstützung aus meinem Umfeld, das meinen Weg unterstützt und mich motiviert. Der Übergang «weg von der Strasse» war für mich kein einfacher Entscheid. Ich bin zwar bei SRZ noch in einer Aushilfsanstellung als Rettungssanitäter, konnte aber in den letzten Monaten aufgrund meiner zeitlichen Ressourcen keine Schicht übernehmen. Aber es tut gut, zu wissen, dass ich weiterhin auf andere Weise dazu beitrage, Leben zu retten.
Gibt es Schnittstellen zwischen deinem ICT-Job und der Arbeit als Rettungssanitäter?
Obwohl ICT und Rettungsdienst auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, gibt es Synergien. Bei der Mitwirkung an einem neuen Notrufabfragesystem für die Einsatzleitzentrale 144/118 übersetze ich Praxiswissen aus dem Rettungsdienst in die Software: Welche Informationen sind dringend, welche besonders wichtig? So wird die Applikation praxisnah und nutzendenfreundlich.
Welche Tipps würdest du Menschen geben, die mehrere Tätigkeiten gleichzeitig meistern möchten oder einen Wechsel anstreben?
Ich rate, sich auf das zu konzentrieren, was einen wirklich interessiert und Freude macht. Wichtig ist, nicht aufzugeben und aktiv nach Wegen zu suchen, um Herausforderungen zu meistern – Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Kleine Rückschläge sollte man hinnehmen und trotzdem weitermachen.