Rettungssanitäter*innen retten Leben, müssen innert Sekunden Entscheidungen treffen und brauchen stets einen Plan B im Hinterkopf. Das Fundament dafür legen sie in ihrer dreijährigen Ausbildung, in der Theorie und Praxis eng verknüpft sind. Nina Hess und Remo Eugster haben den Lehrgang im Frühling erfolgreich abgeschlossen und rücken seither offiziell als diplomierte Rettungssanitäterin bzw. diplomierter Rettungssanitäter aus.
Bereits wenige Monate nach dem Start ihrer Ausbildung erlebte Nina einen Einsatz, der in ihr auch Tage später noch Glücksgefühle auslöste: Eine Geburt, bei der das Neugeborene zunächst nicht atmete – bis es nach sofortiger Hilfe durch das Rettungsteam seinen ersten Schrei von sich gab. «Es war etwas vom Schönsten und Speziellsten, das ich je erlebt habe», meint sie strahlend. Auch Remo erinnert sich an ein prägendes Erlebnis. Eine junge Frau schwebte in akuter Lebensgefahr und es kam auf jede Minute an. Im Podcast nimmt er die Hörer*innen mit zurück in diesen Moment.
Auf die Frage bezüglich ihrer Berufswahl meint Nina, die zuvor in der Pflege gearbeitet hat, es sei einfach ein «inneres Gefühl» gewesen, das sie zum Rettungsdienst hingezogen habe. Remo ist gelernter Elektroinstallateur und war schon früh von der Blaulichtwelt fasziniert. Diese Begeisterung, kombiniert mit dem grossen Interesse an der Medizin, haben ihn dazu bewogen, den Weg in Richtung diplomierter Rettungssanitäter HF einzuschlagen. Sie beide scheinen ihre berufliche Passion gefunden zu haben und führen ihren Beruf mit Begeisterung aus – was im Gespräch kaum zu überhören ist. Remo unterstreicht dies mit folgenden Worten: «Ich gehe sehr gerne arbeiten – und am Abend komme ich mit einem guten Gefühl nach Hause.»
Im Gespräch erzählen die beiden Rettungsprofis ausserdem von den Herausforderungen beim Lernen und Trainieren, wie erstaunlich nahe sie in Fallbeispielen an realistische Ereignisse kamen, und sie erklären, was man im Training nicht üben kann. Und nicht zuletzt berichten sie von ihrer ersten Schicht. Diese sei vor allem mit grosser Freude und natürlich etwas Aufregung verbunden gewesen, sagt Nina mit einem Grinsen.
Den Blaulicht-Podcast «Sondersignal» gibt es auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Dazu zählen unter anderem Spotify und Apple Podcasts. Auf YouTube sind die veröffentlichten Folgen zudem als Videos zu finden.