Das eigene Altersbild und das in der Gesellschaft haben einen direkten Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit alter Menschen. Es wirkt auf den Körper, die Gefühle und das Verhalten. Die Befunde aus der Wissenschaft sind beeindruckend: Ältere Menschen mit einem positiven Altersbild leben im Durchschnitt 7,5 Jahre länger als diejenigen mit einem negativen Altersbild. Wer positiv über das Alter denkt, hat weniger Stress, einen niedrigeren Blutdruck, ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bessere Gedächtnisleistungen. Und solche Menschen berichten von einem höheren psychischen Wohlbefinden. Das Risiko für Depressionen sinkt, Motivation und Selbstbewusstsein steigen. Dies begünstigt ein Verhalten, das wiederum der Gesundheit dient – zum Beispiel gesunde Ernährung, Bewegung, die Pflege sozialer Beziehungen.
Das Projekt «Jedes Alter zählt» vom Healthy Longevity Center der Universität Zürich macht auf Alters- Diskriminierung aufmerksam. Alters-Diskriminierung bedeutet, dass Menschen wegen ihres Alters benachteiligt oder anders behandelt werden. Haben Sie solche Erfahrungen gemacht, können Sie dies auf einer Online-Plattform teilen. Sie unterstützen damit die Forschung und helfen, das Thema bekannter zu machen.
Alt werden lässt sich zwar nicht vermeiden, aber sehr wohl gestalten. Täglich neu und individuell. Dabei sind für jede Person andere Dinge besonders wichtig. Vielfältige Aktivitäten gehören dazu, aber auch die Möglichkeit zum Rückzug. Bei der Schaffung eines möglichst positiven Altersbildes geht es vor allem darum, die eigenen Ressourcen zu stärken – körperlich, geistig, emotional und sozial.