Immer wieder geben sich Kriminelle am Telefon als Verwandte, Bekannte, Bankmitarbeitende oder als Polizei aus. Mit erfundenen, aber glaubwürdig klingenden Geschichten täuschen sie eine Notlage vor. Ihr Ziel ist immer dasselbe: Sie wollen an Ihr Geld oder an persönliche Informationen gelangen.
Wichtig zu wissen: Schockierende Nachrichten verbunden mit Geldforderungen sind immer Betrug. Legen Sie sofort auf.
Die Täter setzen bewusst auf Angst und Zeitdruck, damit Betroffene unüberlegt handeln. Bleiben Sie ruhig und beenden Sie das Gespräch.
Telefonbetrüger*innen behaupten häufig, Angehörige seien in einen Unfall verwickelt, verhaftet worden oder in grosser finanzieller Not. Manchmal heisst es auch, Ihr Geld auf der Bank sei nicht mehr sicher oder Ihr Computer habe ein schweres Problem. Die Anrufenden wirken oft sehr überzeugend und kennen manchmal sogar Ihren Namen.
Merken Sie sich folgende Grundregeln:
- Die Polizei verlangt am Telefon niemals Geld oder Wertgegenstände.
- Banken fragen am Telefon nie nach sensiblen Daten wie PIN oder Passwörtern.
- Weder Polizei noch Bank fordern Sie auf, Bargeld abzuheben, zu übergeben oder in Kryptowährungen einzuzahlen.
- Beachten Sie, dass Stimmen mithilfe künstlicher Intelligenz täuschend echt nachgeahmt werden können.
- Behörden bitten Sie nicht telefonisch um sofortige Hilfe in einem Ermittlungsverfahren.
- Seriöse Computerfachleute verlangen nie, dass Sie spontan eine Fernwartungssoftware installieren.
Wenn jemand am Telefon Geld, Wertsachen oder persönliche Daten fordert, handelt es sich um Betrug. Beenden Sie das Gespräch sofort.
Sie können selbst viel dazu beitragen, sich und Ihr Umfeld zu schützen:
- Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen – legen Sie einfach auf.
- Seien Sie misstrauisch und stellen Sie Fragen.
- Geben Sie Unbekannten keine persönlichen Informationen.
- Holen Sie eine zweite Meinung ein: Rufen Sie Angehörige, die Polizei oder Ihre Bank direkt über die offizielle Nummer an.
- Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld an fremde Personen.
- Speichern Sie wichtige Kontakte unter ihrem Namen im Telefon ab.
- Vertrauen Sie nicht der angezeigten Telefonnummer – sie kann gefälscht sein.
- Sprechen Sie mit Familie und Freunden über das Thema. Gemeinsam ist man besser geschützt.
Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten und rechtzeitig aufgelegt haben, können Sie den Vorfall der Polizei melden – auch ohne Anzeige zu erstatten. So helfen Sie, andere Menschen zu schützen.
Ist jedoch ein Schaden entstanden, machen Sie sich keine Vorwürfe und schämen Sie sich nicht. Betrüger*innen gehen sehr geschickt und überzeugend vor. Melden Sie sich umgehend bei der Polizei und schildern Sie genau, was passiert ist. Erstatten Sie zudem Strafanzeige, damit gegen die Täter ermittelt werden kann.
Quelle Artikel: Kantonspolizei Zürich