Die Begabungs- und Begabtenförderung an der Schule Buchwiesen setzt bei den Interessen und Stärken der Kinder an. Eine wichtige Frage dabei ist: Wofür interessierst du dich?
Aus den Antworten entstehen ganz unterschiedliche Projekte. Manche Kinder schreiben, andere forschen oder gestalten. Gemeinsam haben sie, dass sie ihren eigenen Interessen nachgehen und dabei neue Fähigkeiten entwickeln.
Fachperson für Begabungs- und Begabtenförderung (BBF) Aynur Akalin begleitet die Schüler*innen auf diesem Weg. Im Mittelpunkt stehen nicht möglichst viele Aufgaben, sondern individuelle Lernprozesse. Die Projekte werden gemeinsam mit den Kindern entwickelt und dokumentiert – im Unterricht ebenso wie im Lernjournal.
Romi und Charlotte möchten ihre Schule ein Stück näher zusammenbringen. Gemeinsam mit zwei weiteren Freundinnen planen sie eine Schüler*innen-Zeitung.
Noch befinden sie sich in der Konzeptphase. Welche Themen interessieren die Schüler*innen? Wie soll die Zeitung heissen? Antworten darauf wollen sie nicht allein finden. Mit einer Umfrage sammeln sie Ideen aus der ganzen Schule.
Rätsel, Witze und spannende Geschichten sollen später genauso dazugehören wie Beiträge aus dem Schulalltag.
Auf die Idee brachte sie die Fachperson BBF. Während Romi besonders gerne schreibt, bringt Charlotte ihr Wissen in anderen Bereichen ein. Gemeinsam entsteht so ein Projekt, in das die Kinder ihre unterschiedlichen Stärken einbringen.
Am Ende soll die Zeitung kostenlos an alle Klassen verteilt werden.
Konstantin interessiert sich für Chemie, den menschlichen Körper und Gifte.
Deshalb beschäftigt er sich mit dem Blauen Eisenhut – der giftigsten Pflanze Europas.
In seinem Projekt baut er die komplexe Molekülstruktur des Pflanzengifts nach und erklärt gleichzeitig, wie das Gift im menschlichen Körper wirkt.
Auf das Thema aufmerksam wurde er durch ein Buch seiner Mutter. Heute verbindet er seine Begeisterung für Naturwissenschaften mit einem eigenen Forschungsprojekt.
Anja arbeitet am liebsten kreativ. Für ihr Projekt baut sie einen Pferdestall. Die Pferde modelliert sie aus Knetmasse, für Stall und Umgebung verwendet sie Karton und Farben.
Das Projekt verbindet ihre Leidenschaft für Pferde mit ihrem räumlichen Vorstellungsvermögen und ihrer Freude am Gestalten.
Ich mache einen Pferdestall und dort sind verschiedene Pferde drin. Ich habe gerade eine Tür gemacht, dort können sie rausgehen.
Ich benötige sicher Karton, Knete und Farbe.
Meine Freundin, sie heisst Ida, kennt jemanden, der reitet. Ich durfte es einmal ausprobieren. Es war ziemlich wackelig.
Ich kann besonders gut, mir etwas im Kopf vorstellen, was ich nachher umsetzen werde.