Nach verschiedenen Jobs und einem Studium der Biologie und Meereswissenschaften entschied sich Claudio Rüber, Medizin zu studieren und sich zum Psychiater ausbilden zu lassen. Heute ist er Oberarzt bei den Städtischen Gesundheitsdiensten, arbeitet im Ambulatorium Badenerstrasse und behandelt vor allem Abhängigkeitserkrankungen.
«Es geht um die Versorgung von Menschen, die Mühe haben, klassische medizinische Angebote der Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen. Dass diese Menschen medizinisch gut begleitet sind, ist ein zentraler Auftrag des Stadtärztlichen Dienstes. Deshalb finde ich diese Arbeit so wichtig», erklärt Claudio Rüber.
Mehr über seine anspruchsvolle und bereichernde Arbeit erfahren Sie in unserem Podcast.
Moderation: Sven Bratschi
Gast: Claudio Rüber
Sven Bratschi
Arbeiten für die Stadt Zürich. Hier erfahrt ihr die Geschichten hinter den Berufen. Neue Folge, neuer Beruf bei der Stadt Zürich.
Ich bin Sven Bratschi und möchte herausfinden, was die gut 34 000 Mitarbeitenden der Stadt Zürich täglich leisten. Heute geht es um einen Beruf, den viele kennen, bei dem aber nur wenige wirklich wissen, was dahintersteckt: Psychiatrie.
Nicht in einer Privatklinik, nicht im Spital, sondern bei der Stadt Zürich. Herzlich willkommen, Claudio Rüber.
Claudio Rüber
Guten Morgen. Hallo Sven.
Sven Bratschi
Schön, bist du da. Wir fangen direkt an: Was war als Kind dein Traumberuf?
Claudio Rüber
Ich glaube, ich hatte als Kind keinen Traumberuf. Zumindest hatte ich keine klassische Vorstellung davon, was ich einmal werden wollte. Oder ich erinnere mich nicht mehr daran.
Sven Bratschi
Dafür hast du mir im Vorgespräch gesagt, dass du später ziemlich lange sehr klar wusstest, was du machen wolltest. Du hast dich zuerst für Wirtschaft interessiert, mit dem Ziel, später Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Dann kam es aber anders.
Claudio Rüber
Genau. Dann habe ich mich für Biologie entschieden.
Sven Bratschi:
Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten. Was hat dich an diesen beiden Bereichen fasziniert? Fangen wir mit der Wirtschaftswissenschaft an.
Claudio Rüber
Ich hatte im Gymnasium einen unglaublich guten Lehrer, der uns für dieses Fach begeistert hat. Es war das erste Fach, das mir etwas über das gesellschaftliche Leben beigebracht hat.
Im Unterschied zu Deutsch, Englisch, Französisch oder Mathematik hatte ich plötzlich das Gefühl: Jetzt verstehe ich, wie die Gesellschaft funktioniert.
Sven Bratschi
Und was hat dich an der Biologie fasziniert?
Claudio Rüber
Ich glaube, es waren zwei Freunde, die mich mit ihrer Begeisterung angesteckt haben. Dazu kam eine längere Reise nach Mexiko und in einige mittelamerikanische Länder.
Als ich zurückkam, hatte ich einfach Lust, etwas anderes zu machen. So wurde es Biologie. Rückblickend war das die beste Entscheidung.
Sven Bratschi
Dann kamen noch die Meereswissenschaften dazu. Du hast das Studium in Spanien begonnen. Auch das wirkt wieder ziemlich wild.
Claudio Rüber
Damals konnte man noch Erasmus-Austauschjahre machen, und das hat mich fasziniert. Ich interessierte mich für Meeresbiologie und suchte eine Universität, an der man das studieren konnte. Am liebsten an einem Ort mit Wellen, am Atlantik, mit etwas Beachlife.
Sven Bratschi
Ist dieses Beachlife immer noch ein Traum?
Claudio Rüber
In den Ferien sehr gerne, jederzeit. Aber sonst lebe ich gerne in der Schweiz. Genauer gesagt: sehr gerne in der Stadt Zürich.
Sven Bratschi
Dann kam während des Meereswissenschaftsstudiums aber nochmals etwas dazwischen.
Claudio Rüber
Ja. Schon vor dem Austauschjahr in den Meereswissenschaften hatte ich mich im Biologiestudium stärker auf Humanphysiologie konzentriert. Irgendwann dachte ich: Medizin wäre eigentlich auch noch spannend.
Als ich mit dem Bachelor zurückkam, stellte sich die Frage: Mache ich einen Master in Humanphysiologie auf dem biologischen Weg oder gehe ich direkt Richtung Medizin?
Dann meldete ich mich für den Numerus Clausus an und entschied mich schliesslich für Medizin.
Sven Bratschi
Weisst du noch, wie dein Umfeld reagiert hat, als du gesagt hast: Ich beginne nochmals ein neues Studium?
Claudio Rüber
Ich erinnere mich nicht mehr sehr genau. Nur daran, dass eine Kollegin, die mit mir Biologie studiert hatte, ein Jahr später genau dasselbe machte.
Sie fand das offenbar ebenfalls eine gute Entscheidung. Wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen. Auch sie fragte sich, was sie später mit dem biologischen Weg machen würde: Forschung? Privatwirtschaft?
Am Ende war für uns beide ausschlaggebend, dass wir lieber mit Menschen arbeiten wollten.
Sven Bratschi
Heute arbeitest du seit mehreren Jahren sehr direkt mit Menschen. Nach deinem Medizinstudium bist du bei der Stadt Zürich in die Suchtbehandlung eingestiegen.
Ich stelle mir vor: Wenn man als junger Arzt oder junge Ärztin direkt nach dem Studium in die Suchtbehandlung geht, ist das einer der intensivsten Orte, an denen man starten kann.
Claudio Rüber
Es war nicht ganz meine erste Arbeitsstelle. Ich machte zuerst einen kleinen Umweg über die Orthopädie und kam dann etwa drei Jahre nach dem Studium zum Stadtärztlichen Dienst.
Dort stieg ich in die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen ein, konkret in die Heroinabgabe der Stadt Zürich. Das war ein steiler, aber sehr lehrreicher Einstieg.
Sven Bratschi
Was lernt man dort?
Claudio Rüber
Man lernt, dass die Medizin, die man aus der Hausarztpraxis oder aus dem Spital kennt, nicht die einzige Form von Medizin ist.
Es gibt auch eine Medizin, die etwas an Kriegsmedizin erinnert. Sie läuft nicht immer konventionell ab. Man sieht Dinge, die man sonst vielleicht nie sehen würde.
Sven Bratschi
Was trifft man dort für Menschen?
Claudio Rüber
Man trifft Menschen, die nicht gleich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können wie andere. Menschen, denen es schwerfällt, Termine wahrzunehmen, regelmässig zu arbeiten oder auf ihre Gesundheit zu achten.
Entsprechend begegnet man auch Krankheitsbildern, die man sonst seltener sieht. Zum Beispiel jahrzehntelange Wunden, die nie verheilen, weil die betroffene Person nicht in der Lage ist, die nötige Selbstfürsorge aufzubringen.
Sven Bratschi
Du wolltest mit Menschen arbeiten und ihnen helfen. Dann kommst du in diesen Beruf und siehst, dass manche Menschen diese Hilfe gar nicht richtig annehmen können. Oder dass sie das, was du ihnen verschreibst oder empfiehlst, nicht umsetzen. Was hat das mit dir gemacht?
Claudio Rüber
Das war eine sehr erfrischende Lehre für mich.
Ich merkte, dass Medizin nicht so funktioniert, dass der Arzt etwas sagt und die Patientin oder der Patient einfach Ja und Amen sagt. Nur weil der Doktor etwas empfiehlt, heisst das noch lange nicht, dass es so umgesetzt wird. Es kann ganz anders laufen.
Sven Bratschi
Muss man dann akzeptieren, dass es anders läuft?
Claudio Rüber
Ja, unbedingt. Was will man sonst machen? Menschen dürfen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Auch dann, wenn wir nicht einverstanden sind oder etwas anderes vorschlagen würden.
Dann muss man gemeinsam einen anderen Weg finden. Einen Weg, der vielleicht nicht dem Lehrbuch entspricht und nicht konventionell ist, aber trotzdem zum bestmöglichen Ergebnis führt.
Sven Bratschi
Also ist es auch hier ein Geben und Nehmen, ein gemeinsames Arbeiten.
Claudio Rüber
Ja, genau.
Sven Bratschi
Ich nehme an, man sieht sehr viel und ist oft mit schwierigen Situationen konfrontiert. Wie funktioniert Abgrenzung in diesem Beruf?
Claudio Rüber
Ich bin kein grosser Fan des Begriffs Abgrenzung. Ich finde, wir sind eher Spezialisten darin, uns zu involvieren.
Menschen verstehen unter Abgrenzung Verschiedenes. Was meinst du damit?
Sven Bratschi
Dass man eine gewisse Trennung schafft. Natürlich nie zu 100 Prozent, aber eine Trennung zwischen Arbeit, Privatleben und Freizeit.
Claudio Rüber
Wenn man mit dieser räumlichen Trennung Mühe hat, wohnt man vielleicht besser nicht mitten in der Stadt. Denn dann begegnet man Patientinnen und Patienten auch auf der Strasse und wird an die Arbeit erinnert.
Das andere ist die mentale Ebene: Dass man in der Freizeit oder nachts nicht ständig an die Arbeit denkt und sie einen nicht verfolgt.
In der Psychiatrie ist es deshalb sehr wichtig, das eigene Handeln und die eigene Wirkung auf Patientinnen und Patienten in Supervisionen zu besprechen. Man muss die eigenen Haltungen, Gedanken und Entscheidungen hinterfragen können. So merkt man, ob man auf einem guten Weg ist.
Sven Bratschi
Gibt es eine Geschichte aus dieser Zeit, die dir bis heute im Kopf geblieben ist?
Claudio Rüber
Ja. Meine erste Reanimation in der Heroinabgabe.
Ein Patient, der inzwischen verstorben ist, brach zusammen, bewegte sich nicht mehr und atmete nicht mehr. Ich versuchte, seinen Puls zu fühlen, und merkte, dass ich keinen Puls fand. Es war hektisch.
Zu Beginn der Wiederbelebung kam er durch den Schmerzreiz ziemlich schnell wieder zu sich. Rückblickend war mir klar: In dieser Hektik hätte ich seinen Puls gar nicht zuverlässig spüren können. Seine Arme und Beine waren durch jahrzehntelangen intravenösen Drogenkonsum so stark vernarbt, dass man dort kaum einen Puls hätte ertasten können.
Das war eine wichtige Lehre für mich. Vor mir lag nicht einfach ein Mensch, der auf der Strasse zusammengebrochen war. Es war ein Mensch mit einer ganz anderen Geschichte und einem stark gezeichneten Körper.
Er hat die Situation gut überstanden. Für mich war es eine prägende Erfahrung.
Sven Bratschi
Vielleicht müssen wir den Schmerzreiz kurz erklären. Was genau ist damit gemeint?
Claudio Rüber
Der Patient hatte vermutlich eine Überdosis Heroin. Möglicherweise hatte er zu schnell hintereinander konsumiert oder zusätzlich etwas eingenommen, von dem wir nichts wussten.
Wenn jemand zu viele Opioide konsumiert hat, kann er in einen Zustand geraten, in dem er sehr tief schläft oder nicht mehr ausreichend atmet. Durch einen intensiven Schmerzreiz kann man Menschen manchmal wieder aufwecken.
In diesem Fall wachte der Patient auf, als wir bei der Herzmassage sehr stark auf seinen Brustkorb drücken mussten. Das ist natürlich schmerzhaft. Dieser Schmerzreiz hat ihn wieder zu Bewusstsein gebracht.
Sven Bratschi
Heute arbeitest du als Oberarzt im Ambulatorium Badenerstrasse. Ich glaube, das müssen wir kurz erklären. Ist das ein Angebot für Menschen, die sonst nicht in der Lage sind, ein klassisches Angebot wahrzunehmen?
Claudio Rüber
Nicht nur. Ein Ambulatorium ist grundsätzlich ein Angebot für alle. Wenn jemand eine Behandlung braucht, kann er oder sie sich dort melden.
Wir betreuen aber auch viele Menschen, die in betreuten Wohnheimen der Stadt Zürich wohnen. Zudem arbeiten wir eng mit den Sozialzentren zusammen und bieten dort Sprechstunden vor Ort an.
Die Mitarbeitenden der Sozialzentren können uns niederschwellig Personen vorstellen, wenn sie merken, dass Klient*innen medizinische, psychologische oder psychiatrische Unterstützung brauchen. So erhalten diese Menschen Zugang zu Hilfe.
Sven Bratschi
Was sind das grundsätzlich für Menschen? Du hast gesagt, alle können kommen. Aber wer kommt hauptsächlich zu euch?
Claudio Rüber
In den Sozialzentren sind es Menschen, die bereits an ein Sozialzentrum angebunden sind. Zum Beispiel durch wirtschaftliche Hilfe oder eine Beistandschaft.
In Gesprächen mit den Mitarbeitenden zeigen sich manchmal Fragestellungen, die eher in Richtung Psychologie oder Psychiatrie gehen und über die klassische soziale Arbeit hinausgehen.
Dank der guten Zusammenarbeit können wir dann einsteigen und in einem ersten Gespräch abklären, was los ist, ob wir helfen können und welche Fragen im Raum stehen. Je nachdem behandeln wir die Person anschliessend bei uns im Ambulatorium weiter oder vermitteln sie an eine geeignete Stelle.
Sven Bratschi
Kannst du konkreter sagen, mit welchen Themen du zu tun hast?
Claudio Rüber
Im Grunde mit dem ganzen Spektrum der Psychiatrie. Also mit Diagnosen wie Angststörungen, Depressionen oder Schizophrenie.
Gerade in der Zusammenarbeit mit den Sozialzentren kommen auch sozialversicherungsrechtliche Fragen dazu. Manchmal geht es um Anfragen der IV oder der SVA. Dann müssen Personen psychiatrisch oder medizinisch beurteilt werden, damit eine fachliche Einschätzung oder ein Bericht vorliegt.
Sven Bratschi
Was gefällt dir an diesem Beruf?
Claudio Rüber
Am meisten gefällt mir das Gespräch mit den Menschen.
Sven Bratschi
Du bist jetzt wieder zurück bei der Stadt Zürich. Was gefällt dir an ihr als Arbeitgeberin?
Claudio Rüber
Ich war lange bei der Stadt Zürich, danach vier Jahre an der Psychiatrischen Universitätsklinik und bin nun wieder zur Stadt Zürich zurückgekehrt.
Der Stadtärztliche Dienst ist sehr vielfältig. Er arbeitet mit unglaublich vielen Institutionen zusammen, innerhalb der Stadt Zürich und auch mit Einrichtungen ausserhalb der städtischen Verwaltung, die im Raum Zürich tätig sind.
Das macht die Arbeit sehr interessant. Man kommt etwas weg von der Psychiatrie im engeren Sinn und macht vieles darüber hinaus.
Sven Bratschi
Dir gefällt also vor allem die Breite der Aufgabe?
Claudio Rüber
Ja, die Breite und die Vielfalt.
Und ich finde, es ist eine wichtige Aufgabe. Mir liegt am Herzen, dass die Vernetzung der verschiedenen Institutionen gut funktioniert.
Gleichzeitig geht es um die Versorgung von Menschen im Raum Zürich, die Mühe haben, klassische Angebote der Medizin und Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen. Dass diese Menschen gut versorgt sind, ist ein zentraler Auftrag des Stadtärztlichen Dienstes. Deshalb finde ich diese Arbeit so wichtig.
Sven Bratschi
Wenn viele Menschen «Psychiatrie» hören, haben sie sofort ein klares Bild im Kopf. Es gibt wahrscheinlich viele Vorurteile. Gibt es welche, die dich besonders nerven?
Claudio Rüber
Am meisten nerven mich nicht Vorurteile gegenüber der Psychiatrie, sondern Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen.
Vorurteile gegenüber der Psychiatrie kann ich eher einordnen. Da gibt es oft Aufklärungsbedarf. Viele Menschen haben keine vertieften Kenntnisse über das Fach und bilden sich trotzdem eine Meinung. Das ist nachvollziehbar, denn wir alle bilden uns Meinungen zu Themen, die wir nicht im Detail kennen.
Wenn man darüber spricht, kann man vieles klären.
Sven Bratschi
Welche Vorurteile meinst du zum Beispiel?
Claudio Rüber
Zum Beispiel die Vorstellung, die Psychiatrie sperre Menschen ein, behandle sie gegen ihren Willen oder lege ihnen mit Elektroschocks das Gehirn lahm. Oder die Annahme, Psychopharmaka würden Menschen nur betäuben.
Das sind typische Vorurteile gegenüber der Psychiatrie. Solche Dinge kann man erklären und einordnen.
Sven Bratschi
Spannend finde ich, dass dich Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen stärker stören.
Claudio Rüber
Ja, weil es dort um Personen geht. Nicht um ein Fachgebiet oder eine Disziplin, sondern um Menschen.
Bei solchen Vorurteilen bin ich persönlich sensibler.
Sven Bratschi
Warum?
Claudio Rüber
Weil ich grundsätzlich finde, dass Vorurteile gegenüber Menschen problematisch sind, egal welchen Hintergrund oder welche Geschichte jemand mitbringt.
Natürlich entstehen Vorurteile im Kopf oft automatisch. Aber als Gesellschaft haben wir die Aufgabe, sie nicht einfach auszusprechen oder weiterzuverbreiten, wenn wir damit anderen Menschen schaden, sie beleidigen oder abwerten.
Es geht darum, respektvoll miteinander umzugehen, unabhängig davon, was jemand mitbringt.
Sven Bratschi
Dein Lebensweg führte von Wirtschaft über Biologie und Meereswissenschaften bis zur Medizin und Psychiatrie. Ein sehr bunter Weg. Würdest du alles wieder genauso machen?
Claudio Rüber
Du hast gesehen: Ich hatte sehr viele Jobs. Nicht jeden davon würde ich wieder machen.
Sven Bratschi
Was würdest du jungen Menschen mitgeben, die noch nicht genau wissen, was sie wollen?
Claudio Rüber
Dass sie es auch nicht wissen müssen. Sie sollen es herausfinden.
Sven Bratschi
Wie meinst du das?
Claudio Rüber
Indem sie sich bewegen. Vorwärts, seitwärts oder meinetwegen auch rückwärts. Hauptsache, sie bleiben nicht stehen.
Ich glaube nicht, dass es hilft, einfach stillzusitzen und darauf zu warten, bis die zündende Idee kommt. Mein Weg war eher, kleine Schritte in irgendeine Richtung zu machen und zu schauen, was einem unterwegs begegnet.
Sven Bratschi
Und wie sieht deine eigene Bewegung in Zukunft aus? Weisst du das schon?
Claudio Rüber
Ich setze einfach einen Fuss vor den anderen und schaue, in welche Richtung es geht.
Sven Bratschi
Also noch kein grosser Plan für die Zukunft?
Claudio Rüber
Ich habe erst vor sechs Monaten einen neuen Job angefangen. Ausserdem habe ich eine wachsende Familie. Im Moment ist das genug Bewegung in meinem Leben.
Sven Bratschi
Sehr gut. Claudio Rüber, vielen Dank für das Gespräch und für den Einblick in deinen Lebensweg. Er zeigt, dass das Leben manchmal ein ziemlich bunter Weg sein kann.
Claudio Rüber
Ich danke dir für das Interview und das Gespräch. Es hat mich sehr gefreut.
Sven Bratschi
Wenn ihr mehr über die vielfältigen Berufe der Stadt Zürich erfahren möchtet, dann schaltet beim nächsten Mal wieder ein.
Danke fürs Zuhören und bis bald.