Der Foxtrail «Neptun» führt die Teilnehmenden zu Rätselstationen entlang der städtischen Gewässer. Er wurde entwickelt, nachdem der Schweizer Heimatschutz die Stadt und den Kanton Zürich 2020 für die gemeinsame Pflege und Weiterentwicklung der Fluss- und Seeufer mit dem Schulthess Gartenpreis auszeichnete.
Der Trail ist buchbar über foxtrail.ch. Er startet beim Hauptbahnhof Zürich und dauert 2 bis 3 Stunden.
- Glacium – Grundwasserpegel
- Reflexio – Vertikalbegrünung
- Platanora – Baumriesen
- Ypsilon – Zeitreise
- Herbalis – Alpenpflanzen
- Stercorum – Brückenheld
- Terraductus – Infoscreen
- Intersellum – Blickwurf
- Hydrolabium – Wasserlabyrinth
- Alcedora – Eisvogel
- Castor – Biberbaum
- Frigovia – Cool City
- Ascensio – Fischtreppe
- Aquatorium – Wasserturm
- Chiroptera – Hieroglyphentafel
- Ursaqua – Kleiner Wasserfall
- Mundus – Tierkreiszeichen
- Fossa – Wasserweiche
- Rana – Springbrunnenfrosch
- Crux – Hochwasser
- Exemplum – Bronzemodell
- Terminus – Schlussposten
Apropos Eis: Zürich liegt am nördlichen Ende des Zürichsees am Ausfluss der Limmat, in dem weiten, vom Linthgletscher der letzten Eiszeit geformten Tal. Vor 20'000 Jahren lag die Gletscherzunge im Raum Zürich und formierte hier jenen ausgeprägten Moränenwall, dessen bekannteste Erhebung der heutige Lindenhofhügel darstellt.
In der Nacheiszeit war es vor allem die Sihl, die den späteren Siedlungsraum prägte. Sie bildete bei der Mündung in die Limmat eine riesige Deltalandschaft – die Ebene des heutigen Sihlfelds. Zeitweise durchbrach sie zudem den Moränenwall und schüttete ein Delta in den Zürichsee auf, das den Untergrund der heutigen City bildet. Die Aufschüttung von Geschiebe an der Mündung in die Limmat führte zu einem Rückstau von Limmat und See. Durch dieses Stauen des Sees wurde das Gebiet der heutigen Innenstadt dauerhaft unter Wasser gesetzt.
Fassaden- bzw. Vertikalbegrünungen, wie die prächtige Wisteria am Landesmuseum, leisten einen wichtigen Beitrag zur Hitzeminderung, Luftqualität und Biodiversität in der Stadt.
Mit dem Programm Stadtgrün berät und fördert die Stadt Zürich privates Engagement in den folgenden Bereichen: Vertikalbegrünung, Dachbegrünung, ökologische Aufwertung, Entsiegelung, Baumpflanzung und Baumerhalt.
Auf öffentlichem Grund in der Stadt Zürich stehen rund 70 000 Bäume: einerseits in Strassen, andererseits in Grünanlagen, wie Park- und Schulanlagen, Friedhöfen, Sportanlagen sowie städtischen Liegenschaften. Hinzu kommen schätzungsweise gleich viele Bäume auf Privatgrund.
Mit dem Wasser aus den Gebirgen gelangen auch Pflanzensamen in tiefere Lagen und siedeln sich teilweise in Städten an, etwa das Alpen-Greiskraut (Senecio alpinus (L.) Scop.)
Für den See und die drei Flüsse auf Zürcher Stadtgebiet (Limmat, Sihl und Glatt) gibt es Leitbilder, an denen sich die städtische Verwaltung bei der Planung und Entwicklung dieser wertvollen Freiraumstrukturen orientiert.
So haben Kanton und Stadt Zürich etwa auch den Flussraum der Sihl seit 2001 in mehreren Etappen aufgewertet und gleichzeitig das Ufer als Erholungsraum für die Bevölkerung erschlossen, etwa bei der Gessnerallee und der Postterrasse.
Zudem wurden und werden weitere Schutzmassnahmen gegen Hochwasser umgesetzt sowie die Biodiversität gefördert.
Welche Tier- und Pflanzenarten lassen sich auf dem Gebiet der Stadt Zürich entdecken?
Das Buch «Neue Stadtfauna – 700 Tierarten der Stadt Zürich» gibt einen Überblick zur Tierwelt und deren Entwicklung in der Stadt Zürich (Autoren/Herausgeber: Stefan Ineichen, Max Ruckstuhl, Stefan Hose, Hauptverlag, 2022).
Das Standardwerk «Flora der Stadt Zürich» bietet viele Informationen zur regionalen Pflanzenwelt. (Autor: Elias Landolt, Birkhäuser Verlag/Springer Basel AG, 2001).
Die Biodiversität in der Stadt Zürich auch langfristig zu erhalten und zu fördern, ist Aufgabe der Fachplanung Stadtnatur. Einen spannenden Einblick in dieses Thema bietet noch bis 3. Januar 2027 die Ausstellung «Vernetzte Natur – Lebenswerte Stadt» inklusive Rahmenprogramm in der Stadtgärtnerei Zürich.
In der Schweiz wurde der Biber in den 1970er Jahren wieder angesiedelt. Seither nimmt der Bestand stetig zu. In Zürich leben aktuell Biberfamilien an der Limmat, der Sihl, der Glatt, und am Leutschenbach. Nagespuren lassen sich an vielen weiteren Gewässern entdecken. Mit etwas Glück sind in der Dämmerung auch Tierbeobachtungen möglich.
Zürcher Seewasser wird zukünftig die Innenstadt heizen und kühlen. Dafür realisiert das ewz den Energieverbund CoolCity – einen der grössten Seewasserverbunde der Schweiz. Dieser Verbund wird dereinst mithilfe eines Tunnelverfahrens rund 500 Gebäude zwischen Hauptbahnhof und Bürkliplatz sowie zwischen Limmat und Schanzengraben mit Wärme und Kälte aus dem Zürichsee beliefern. Betrieben mit 100 Prozent erneuerbarer Energie, ist dieser Verbund für die Stadt Zürich ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel.
Der Alte Botanische Garten befindet sich im Zentrum von Zürich. Er wurde 1837 angelegt und besticht heute durch seine Sammlung an exotischen und alten Bäumen.
Das Völkerkundemuseum ist das drittälteste ethnologische Museum der Schweiz und eines der wenigen ethnologischen Universitätsmuseen im deutschsprachigen Raum.
In der Stadt Zürich sind 14 Fledermaus-Arten nachgewiesen, gut die Hälfte davon regelmässig. Einige Arten, wie beispielsweise Zwergfledermaus, Weissrandfledermaus oder Rauhautfledermaus, bevorzugen das Siedlungsgebiet. Sie profitieren vom warmen Stadtklima, vom vielfältigen Stadtgrün, der Ansammlung von Beuteinsekten an Strassenbeleuchtungen und den Versteckmöglichkeiten an Gebäuden.
An den Brücken über den städtischen Wasseradern ist zudem die Wasserfledermaus zuhause. Sie ist auf der Roten Liste der Fledermäuse und national geschützt.
Zürich ist die Stadt mit der höchsten Brunnendichte weltweit. Mehr als 1200 Brunnen verschönern die Stadt Zürich und aus allen sprudelt erstklassiges Trinkwasser. Rund 800 Trinkbrunnen sind am regulären Trinkwassernetz angeschlossen.
Lust, noch weitere Stadtmodelle Zürichs zu erkunden?
Im Haus zum Rech am Neumarkt 4 ist ein historisches Stadtmodell ausgestellt. Die Ausstellungsräume im Erdgeschoss sind öffentlich zugänglich, der Eintritt ist frei.
Ein weiteres Stadtmodell im Amtshaus IV zeigt das heutige Zürich im Massstab 1:1000. Sofern der Raum nicht durch Sitzungen oder Veranstaltungen belegt ist, kann das Stadtmodell von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr besichtigt werden.
Der Neptun-Foxtrail entstand als Zusammenarbeit von Kanton und Stadt Zürich.
Weitere Beteiligte:
- Alter Botanischer Garten der Universität Zürich
- Amt für Städtebau Zürich
- Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz
- Schweizer Heimatschutz
- Stadtarchiv Zürich
- Wasserversorgung Zürich
- #hallowasser
Projektleiterin Stab Direktion / Foxtrail Neptun
Grün Stadt Zürich
Projektleiterin Foxtrail Neptun
Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft