Als ich nach einem unfallbedingten Spitalaufenthalt mehrere Wochen bei meiner Tochter lebte, wurde mir klar, dass das so nicht weitergehen kann. Ich entschied mich für einen Umzug ins Gesundheitszentrum Trotte. Einige meiner Freundinnen lebten bereits dort und hatten nur Gutes zu berichten. Ich dachte noch, dass mir das Einleben im Haus so sicher leichter fallen würde. Und ich behielt Recht. Ich habe mich gut und schnell zurechtgefunden, mittlerweile sind übrigens noch 3 weitere Kolleginnen hier eingezogen. Jetzt lebt dann bald ganz Wipkingen hier.
Ich hätte es nicht gedacht, aber für mich fühlt sich das Leben hier im Gesundheitszentrum an wie in einem Hotel. Und das meine ich positiv: Auf Wunsch werden mir hier Haushaltsarbeiten abgenommen. Das geniesse ich – es gibt mir eine hohe Lebensqualität. Das gilt auch für die Lage. Ich schaute mein halbes Leben lang von meinem früheren Zuhause an eine Hausfassade. Und jetzt habe ich von meinem 1-Zimmer-Appartement mit Loggia eine wunderbare Aussicht auf die Stadt Zürich, Berge und sogar ein kleines Stückchen See. Regelmässig treffe ich mich mit meinen Kolleginnen und nehme oft und gerne an den Aktivitäten im Haus teil. Praktisch jeden Tag gehe ich hier auch ins Fitness. Da fahre ich täglich so um die 5 Kilometer auf dem Velo. Und da wir hier den Bus quasi vor der Tür haben, bleibe ich weiterhin mobil.
Übrigens: Als ich einmal nicht ins Turnen ging – ich war bei der Pedicure – suchten sie mich schon. Das hat mir imponiert. Denn auch wenn man wie ich keine Betreuung oder Pflege braucht, kümmern sich die Mitarbeitenden mit grosser Hingabe um alle Bewohnenden.