Seit April 2024 ist Andy Leemann Leiter Finanzen und Infrastruktur, GL-Mitglied und Vizedirektor. Mit der Frühpension von Renate Monego übernimmt er am 1. Februar 2026 die Funktion als Direktor der Gesundheitszentren für das Alter.
Andy, freust du dich auf deine neue Funktion als Direktor?
Ja, sehr! Ich stehe ein für die Grundidee der Gesundheitszentren – die Bündelung der städtischen Kompetenzen und Ressourcen in der Langzeitpflege und Betreuung. Was andernorts diskutiert wird, da stecken wir schon mittendrin. Ich finde es wichtig, dass wir das Zusammenspiel unserer 34 Standorte und die vorhandenen Ressourcen möglichst ideal einsetzen. Wir sind eine grosse Dienstabteilung und dezentral organisiert. Trotzdem bleibt es überschaubar. Denn bis auf den Standort Rebwies liegen alle unsere Häuser innerhalb des Stadtgebiets. Von meinem Büro im Verwaltungszentrum Eggbühl bin ich zügig in den Häusern. Ich freue mich schon darauf, die Teams in den Gesundheitszentren noch besser kennenzulernen.
Du hast bereits diverse Einsätze in Häusern geleistet, wie war das?
Genau, ich habe Seitenwechsel absolviert, also quasi Kurzpraktika an diversen Standorten. Beispielsweise in unserem neusten Haus, dem Eichrain in Seebach, im Mattenhof, in der Dorflinde, in Witikon und im Bullinger-Hardau. Nebst eindrücklichen Einsätzen in der Betreuung und Pflege, Reinigung und Lingerie durfte ich auch zweimal Küchenluft schnuppern. Die Leidenschaft unserer Mitarbeitenden und die täglichen Herausforderungen hautnah mitzuerleben, das hat mir Spass gemacht und ich war positiv beeindruckt. Gerade die Ernährung ist für unsere Bewohnenden ein sehr wichtiges Thema. Aspekte wie eiweissreiche Kost, Genuss und Lebensqualität sind dabei zentral. Die Mitarbeitenden haben mich während meiner Besuche herzlich und unkompliziert empfangen, das schätzte ich sehr. Ich fühlte mich während meiner Einsätze als Teil des Teams. Alles in allem waren die Einsätze für mich sehr wertvoll und sie haben mir einmal mehr deutlich vor Augen geführt, was unsere Mitarbeitenden tagtäglich für unsere Bewohnenden leisten.
Lass uns einen Ausblick wagen – was steht 2026 an?
Grundsätzlich bin ich nicht so auf Jahreszahlen fixiert. Aber ich kann sicher sagen, dass die nächsten logischen Entwicklungsschritte für uns anstehen. Mir ist es wichtig, in einer Organisation zu arbeiten – und jetzt darf ich sogar selbst eine solche Organisation führen – die sich weiterentwickeln kann und will. In den letzten Jahren meisterten wir mit einem grossartigen Effort den Zusammenschluss zu den Gesundheitszentren. Jetzt geht es darum, die Potenziale unserer Grösse zu erkennen und diese konsequent zu nutzen, beispielsweise punkto Ressourceneinsatz, Qualität, Angebot und Arbeitgeberattraktivität.
Für mich persönlich der Schlüssel zum Erfolg überhaupt sind die Kultur und die Werte der Zusammenarbeit. Wir haben mit dem Zusammenschluss viele technische Fragen gelöst und erste Schritte des gegenseitigen Kennenlernens gemacht. In Zukunft liegt mir sehr viel daran, eine gemeinsame Kultur zu leben. Das wird für mich ein zentrales Thema ab 2026.
Wenn du dir etwas wünschen könntest für die Gesundheitszentren, was wäre das?
Dass es uns gelingt, die Chancen und Möglichkeiten, die wir haben, für die Zukunft zu nutzen. Ich möchte unbedingt auf die Gesundheitszentren als ein gemeinsames Team setzen: Wir haben so viele kompetente, motivierte und erfahrene Mitarbeitende bei uns. Sie sollen sich einbringen und einen Beitrag zum grossen Ganzen leisten können. So schaffen wir es gemeinsam mit unseren städtischen Partnerbetrieben im Gesundheitswesen das Beste für unsere Bewohnenden zu erreichen und ihnen eine hochwertige Versorgung im Alter zu garantieren.
Und was möchtest du für die Stadt Zürich in den nächsten Jahren erreichen?
Mit der weiteren Umsetzung der Altersstrategie 2035 der Stadt Zürich steht uns für uns noch viel auf der Agenda. Wir als Gesundheitszentren für das Alter können und wollen einen gewichtigen Beitrag dazu leisten. Ich denke beispielsweise an die integrierte Versorgung innerhalb der Stadt Zürich. In Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Zürich, der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich, der Spitex, den Hausärzt*innen und weiteren Partnern möchten wir dafür sorgen, dass der älteren Bevölkerung ein vielfältiges und zukunftsweisendes Angebot für Wohnen und Pflege im Alter zur Verfügung steht, das optimal aufeinander abgestimmt ist und den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.
Einen guten Start in deinem neuen Amt als Direktor der Gesundheitszentren für das Alter wünschen wir dir, Andy!
2021 trat Andy Leemann bei den Gesundheitszentren für das Alter seine Funktion als Leiter Finanzen an, nachdem er rund zehn Jahre bei der Stadt Winterthur im Departement Soziales, Bereich Alter und Pflege tätig war. Auch dort war er Finanzverantwortlicher für die Altersheime, bevor er zuerst zum Leiter Finanzwesen und dann zum Leiter Zentrale Dienste und Stv. Leiter Alter und Pflege ernannt wurde.
Nach einem technischen Berufsabschluss und der Berufsmatur erwarb er den Abschluss als Dipl. Techniker HF Unternehmensprozesse sowie den Fachausweis für Finanz- und Rechnungswesen. Zudem verfügt er über einen Master of Health Administration der Universität Bern.