1934 begann die Wasserversorgung Zürich Trinkwasser aus dem Grundwasserfeld Hardhof zu gewinnen. Seit dem Ausbau des Grundwasserwerks in den 1970er-Jahren umfasst das Grundwasserfeld 25 Hektaren. Eine Schutzzone, in der strenge Nutzungsbeschränkungen gelten, sichert das Grundwasser gegen Verschmutzung.
In 4 bis 6 Metern Tiefe durchfliesst von der City her ein 20 bis 30 Meter mächtiger Grundwasserstrom die Limmattal-Bodenschichten Richtung Baden. Seine Fliessgeschwindigkeit variiert je nach Durchlässigkeit des Bodens. Sie ist jedoch deutlich tiefer als diejenige der Limmat. Gespeist wird der Grundwasserstrom von der Limmat und der Sihl sowie vom Regenwasser, das in unversiegelten Flächen versickert. Beim Durchfliessen des Bodens findet eine natürliche Filterung statt, nach der ausser einer UV-Desinfektion keine weiteren Aufbereitungsprozesse mehr nötig sind.
Das Trinkwasser wird aus vier 25 Meter tiefen Horizontalfilterbrunnen mit je drei Unterwasserpumpen ins Pumpwerk Hardhof gefördert und von dort aus weiter in die auf verschiedenen Höhen gelegenen Reservoire gepumpt. Über die Verteilleitungen gelangt das Trinkwasser anschliessend in die Haushalte – und dies allein durch die Schwerkraft.
Die Grünzone des Grundwasserfeldes Hardhof steht während des ganzen Jahres der Öffentlichkeit zur Verfügung. Neben der Grundwasserförderung dient die Hardhof-Anlage in erster Linie dem Sport. Auf der Sportanlage Hardhof der Stadt mit ihren zahlreichen Fussball- und Tennisplätzen herrscht zu Spitzenzeiten reger Betrieb. Der Hardhof ist aber auch eine Oase der Ruhe und Erholung. Beschauliche Wege zwischen Rasenflächen und bewaldeten Hügeln laden zum Spazieren ein. Auch regelmässige Besucherinnen und Besucher wissen oft nicht, dass unter diesen Hügeln das Grundwasser gefasst wird.