Zwischen dem Quell- und dem Grundwasser besteht kein Unterschied, ausser dass das Quellwasser von selbst an die Oberfläche gelangt, während das Grundwasser aus der Tiefe heraufgepumpt werden muss. Das Quellwasser ist rund 20 Prozent härter als das aufbereitete Wasser aus dem Zürichsee. Das bedeutet, dass das Quellwasser im Allgemeinen über einen höheren Anteil von Mineralien wie Kalzium und Magnesium verfügt. Die Zürcher Stadtquellen liefern zusammen mit den Quellen aus dem Sihl- und Lorzetal Wasser für 400 Quellwasserbrunnen. Der Ertrag der Stadtquellen schwankt stark, er liegt zwischen 2000 und 4000 Kubikmetern pro Tag. Die Fehlmenge der Stadtquellen wird bei Bedarf über das aus dem im Sihl- und dem Lorzetal im Kanton Zug gewonnene Quellwasser abgedeckt.
Quellen sind Trinkwasserspender, historische Kulturgüter, mythische Orte und ungenutzt meist auch wichtig für das Tier- und Pflanzenleben. Vielerorts bildet die Endlichkeit dieser Wasservorräte ausreichend Anlass zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen.
Rund 320 Brunnen der Stadt Zürich, die meisten historische Altstadtbrunnen, sowie die über 80 Notwasserbrunnen, werden über ein separates Quellwassernetz von 150 Kilometern Länge gespiesen. Das Wasser stammt zum grössten Teil aus Quellfassungen, die seit dem 15. Jahrhundert in den Hügeln rund um Zürich erstellt wurden.
Das separate Quellwassernetz hat eine wichtige Bedeutung für die Notwasserversorgung der Stadt Zürich.