Am Öko-Kompass-Zmorge vom 19. November stand die Nachhaltigkeit im Detailhandel im Fokus. Neben einem Input der Stadt Zürich zum Thema Kreislaufwirtschaft sowie einem Einblick in Best Practice von Rrrevolve blieb beim Zmorge Zeit für Austausch. Im Zollhaus trafen sich Unternehmensvertreter*innen aus unterschiedlichen Branchen.
Nach der Begrüssung durch Tian Lutz und Juna Fink vom Öko-Kompass der Stadt Zürich wurde das Beratungsangebot vorgestellt. Der Öko-Kompass bietet eine niederschwellige Beratung für Unternehmen, um den eigenen Betrieb nachhaltig auszurichten. Darauf folgte ein Input von Tobias Jung, Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich, zu den Zielen und Massnahmen der städtischen Kreislaufwirtschaftsstrategie «Circular Zürich». Aktuelle Beispiele von Umsetzungen sind etwa das Areal für Kreislaufwirtschaft Josy im Kreis 5 mit einem Bring- und Holangebot sowie einem Repair Hub oder die Neuorganisation der Textilsammlung und -verwertung ab 2026 – was vor Ort zu einer angeregten Diskussion führte.
Schliesslich sprach Sebastian Lanz, Gründer und Geschäftsführer von Rrrevolve über das Verständnis von Fair Fashion und nachhaltigem Design sowie über Herausforderungen und Lösungen im täglichen Betrieb.
Rrrevolve bietet ein kuratiertes Sortiment aus Fair-Fashion- und Eco-Design-Produkten an. Mit Läden in Zürich und Bern sowie einem Online-Shop wird Nachhaltigkeit zum Lebensstil ohne viel Aufwand. Klare Werte und Transparenz werden im Unternehmen gross geschrieben. Angefangen hat es 2010 nach dem Motto «Reduce, Reuse und Recycle». Aus den drei R sind mittlerweile sieben geworden. Rrrevolve steht für alle diese R ein.
Die CO2-Bilanzierung des Unternehmens zeigt: 92 % der Treibhausgasemissionen machen die Herstellung und der Transport von Produkten aus. Die restlichen 8 % stammen aus dem Gebäude mit Mindergie-P-Standard. Lager und Büro sind vor Ort. Die zentrale Lage ist wichtig: Mitarbeitende können so zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Lanz selbst hat einen Arbeitsweg von 150 Metern.
Der Online-Shop funktioniert mit Versand via Schweizer Post und wiederverwendbaren Versandtaschen, nachhaltigem Verpackungsmaterial ohne Kunststoff. Anfangs bestand die Herausforderung darin, interessante nachhaltige Labels mit stilvollen Produkten zu finden – das ist heute einfacher, das Angebot ist breiter. Das ermöglicht es, sowohl mit kleinen als auch grossen Betrieben und Labels zusammenzuarbeiten, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.
«Aus der Öko-Kompass Beratung, die wir im Jahr 2017 in Anspruch genommen haben, konnten wir vieles mitnehmen, was wir über die Jahre auch umgesetzt haben», sagt Sebastian Lanz.
Öko-Kompass-Zmorge, 19. November 2025