Gerda, für was bist du bei Liegenschaften Stadt Zürich (LSZ) zuständig?
Ich bewirtschafte rund ein Drittel der städtischen Gastronomiebetriebe – darunter das Restaurant Neumarkt, die Bar Campo und das Restaurant Muggenbühl. Dazu gehört auch die Begleitung kleinerer Bauprojekte – von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Mein Ziel ist es, den Gastronom*innen eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen. Steht eine Neuvermietung an, verantworte ich die Ausschreibungen und Vergaben und stelle sicher, dass die Zusammenarbeit mit den Betrieben reibungslos und zielgerichtet verläuft.
Warum hast du dich bei LSZ beworben?
Ich bin über ein Inserat auf Social Media gestolpert und hatte sofort das Gefühl: Diese Stelle passt perfekt – als wäre sie direkt für mich geschrieben worden. Die Anforderungen entsprachen genau dem fachlichen Rucksack, den ich seit dem Abschluss der Hotelfachschule über 25 Jahre hinweg gefüllt habe. Die Aussicht, mein Know-how in meiner Heimatstadt einzusetzen und dabei den Pendelweg nach Bern zu vermeiden, war ein willkommener zusätzlicher Vorteil.
Wie gefällt dir die Arbeit bei LSZ?
Das Team ist phänomenal – die Mischung aus professioneller Zusammenarbeit und freundschaftlichem und persönlichem Miteinander schafft ein hervorragendes Arbeitsklima. Ebenso schätze ich die Kombination aus administrativen Aufgaben und strategischen Überlegungen, ergänzt durch den praktischen Einsatz vor Ort, etwa in staubigen Lüftungsräumen oder direkt in unseren Restaurants, wo ich die Gastronomie hautnah erlebe. Zudem lerne ich täglich dazu – sei es im Bereich Sanitär, Gartenbau, Schädlingsbekämpfung, Wasserschutz, der Haltung von Bienenvölkern oder sogar, wie bunte Sonnenschirme Hunger und Durst beeinflussen.
Was sind die Schwierigkeiten in deinem Job?
Die grösste Anfangshürde in meinem Job bestand darin, das komplexe Zusammenspiel der städtischen Verwaltung und der politischen Abläufe zu verinnerlichen. Das erforderte nicht nur Zeit zum Verstehen, sondern – nun, da ich im neuen Arbeitsumfeld angekommen bin – auch Geduld, bis einzelne Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem ist es anspruchsvoll, stets den passenden Ton für die unterschiedlichen Ansprechpersonen und Anspruchsgruppen zu treffen. Diese Vielschichtigkeit empfinde ich jedoch als spannend und bereichernd, da sie meine Tätigkeit abwechslungsreich und erfüllend macht.
Wo holst du dir deinen Ausgleich zur Arbeit?
Mein Ausgleich zur Arbeit beginnt frühmorgens bei einer Tasse Kaffee und Lesestoff – eine ruhige Zeit nur für mich. Wenn ich zwischen 17 und 18 Uhr Feierabend mache, geniesse ich das Bewusstsein, praktisch noch einen halben freien Tag vor mir zu haben. Die Erinnerungen an meine Zeit in der Gastronomie sind noch präsent, als die zweite Schicht erst zu dieser Zeit begann. Heute eröffnet mir der Feierabend ganz neue Möglichkeiten und Freiräume, die ich sehr schätze.
Vielen Dank, Gerda!