Tobias, für was bist du bei Liegenschaften Stadt Zürich zuständig?
Die Stadt wächst und damit auch ihre Bedürfnisse an Entwicklungsflächen. Als Portfoliomanager bin ich mitverantwortlich für die Landreserven. Das Portfolio deckt die langfristigen städtischen Raumbedürfnisse für Wohnsiedlungen, Schulen, Tramdepots etc. ab.
Ich arbeite an der strategischen Ausrichtung des Portfolios mit und verantworte die einzelnen Objektstrategien – also: wie wir eine bestimmte Landreserve weiterentwickeln. Ich bin Ansprechperson für die Immobilienbewirtschaftung und übernehme die Eigentümervertretung in gesamtstädtischen Entwicklungs- und Aushandlungsprozessen betreffend die Landreserven.
Warum hast du dich bei Liegenschaften Stadt Zürich beworben?
Vor meiner Stelle bei der Ligi, begleitete ich beratend im Auftrag von unterschiedlichen Eigentümerschaften Areal- und Immobilienentwicklungen. Mich reizte der Wechsel auf die Eigentümerseite. Das Public Real Estate Management der Stadt verbindet politische, wirtschaftliche und soziale Ziele. Dafür setze ich mich gerne ein. LSZ verfügt über ein umfangreiches Immobilienportfolio und ist Bewirtschafterin, Investorin und Bauherrin zugleich. In meiner jetzigen Funktion kann ich diese unterschiedlichen Rollen strategisch mitprägen.
Wie gefällt dir die Arbeit bei der Ligi?
Stadtentwicklung und deren Aushandlungsprozesse sind Kerninteressen von mir. Diese Themen sind in meiner Tätigkeit als Portfoliomanager sehr präsent und treiben mich an. Es ist für mich eine wichtige Charakteristik des Teilportfolios Landreserven von LSZ und im professionellen Immobilienmanagement einzigartig.
Was sind die Schwierigkeiten in deinem Job?
Das Teilportfolio ist sehr vielfältig – es reicht von einer einfachen Wiese mit Scheune bis zum innovativen High-Tech-Standort. Das macht die Arbeit spannend, verlangt aber, dass man flexibel denkt und sich immer wieder auf ganz unterschiedliche Situationen einstellt.
Ein grosser Teil meiner Arbeit besteht darin, den Wert unserer bestehenden Liegenschaften zu erhalten oder zu steigern – das ist das Tagesgeschäft. Gleichzeitig muss ich aber auch vorausschauend planen und sorgfältig entscheiden, welche Liegenschaften in Zukunft besondere Aufmerksamkeit brauchen. Diese beiden Aufgaben – das Tagesgeschäft und die langfristige Planung – unter einen Hut zu bringen, ist eine echte Herausforderung.
Dazu kommt: Die ganze Stadt hat ganz unterschiedliche Bedürfnisse, wie eine Liegenschaft genutzt werden soll. Diese Interessen stehen sich oft gegenüber, und ich muss sie gegeneinander abwägen. Gerade beim Umgang mit Landreserven übernehme ich hier eine wichtige Rolle, indem ich zwischen den verschiedenen Interessen vermittle.
Wo holst du dir deinen Ausgleich zur Arbeit?
Kleine Dinge können zu meinem Ausgleich beitragen. Im Alltag: Kochen und dazu Musik hören, Zeit für die Zeitung, ein gutes Buch, Glücksmomente mit den Kindern. Am Wochenende: Ein ausgelassener Abend in guter Gesellschaft, ein Besuch im Fussballstadion oder eine Wanderung im Unterengadin.
Seit Frühling 2025 bin ich ausserdem als städtischer Vertreter im Vorstand der Genossenschaft Kalkbreite. Dies sind sehr lehrreiche berufsergänzende Erfahrungen.
Vielen Dank, Tobias!